Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Johannes Maria Reiner

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Bundesverdienstkreuz (Foto: © dpa)

Staatssekretärin Bärbl Mielich hat Johannes Maria Reiner das Bundesverdienstkreuz überreicht und sein herausragendes Engagement im Bereich der deutsch-israelischen Freundschaft gewürdigt. Reiner setzt sich seit Jahrzehnten voller Mut und Zuversicht für eine tolerante und auf Respekt basierende Gesellschaft ein.

Als öffentliche Wertschätzung für seinen Einsatz für die deutsch-israelische Freundschaft hat der Bötzinger Johannes Maria Reiner das von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Die Staatssekretärin im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, Bärbl Mielich, überreichte die Auszeichnung während einer Feierstunde in Bötzingen bei Freiburg.

„Johannes Reiner hat sich über Jahrzehnte hinweg der deutsch-israelischen Freundschaft verschrieben und diese mit Leben gefüllt“, so die Staatssekretärin. „Sein Engagement in diesem Bereich ist beispielhaft.“ Reiner, der 1948 im bayerischen Schrobenhausen geboren wurde und später mit seinen Eltern ins Allgäu zog, trat 1970 in die Bundeswehr ein. Während seiner langen Dienstzeit als Fernmeldeoffizier war er an verschiedenen Standorten in Deutschland stationiert und an Auslandseinsätzen der Bundeswehr beteiligt, so im Kosovo und in Afghanistan. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine Verdienste wie das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold und die Einsatzmedaille der Bundeswehr.

Engagement galt der deutsch-israelischen Freundschaft

Reiners persönliches Engagement galt vor allem der deutsch-israelischen Freundschaft und dem Einsatz gegen Antisemitismus, sein Interesse an diesem Thema wurde bereits in der Schule geweckt. „Mit großem persönlichen Einsatz erweiterte Johannes Reiner sein Fachwissen und gab es an viele Bürgerinnen und Bürger weiter. Aber auch seine künstlerische Annäherung an die deutsch-israelische Freundschaft in seinen Fotografien beeindruckt uns tief“, so Mielich weiter. Mit seinen Fotografien gelinge es Reiner, den Menschen Israel näher zu bringen.

Reiners Eintritt in die Deutsch-Israelische Gesellschaft 1988 war ein wichtiger Meilenstein in seinem Wirken, bis 2009 hatte er deren Freiburger Arbeitsgemeinschaft geleitet. Wie wichtig es ihm sei, sich stets selbst zu engagieren, zeige sich auch darin, so Mielich, dass Reiner von 2009 bis 2010 als Hausvater im Gästehaus von Aktion Sühnezeichen in Jerusalem tätig war.

„Es war und ist Johannes Reiner ein zentrales Anliegen, dass der Holocaust, dass der Massenmord an den Jüdinnen und Juden niemals in Vergessenheit geraten darf. Ihm ist es zu verdanken, dass die Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und Tel Aviv-Yafo 2004 zustande kann, er baute Netzwerke auf – immer mit dem großen Ziel vor Augen, die deutsch-israelische Freundschaft weiter zu festigen“, sagte Mielich.

Johannes Reiner setze sich seit Jahrzehnten voller Mut und Zuversicht für eine tolerante und auf Respekt basierende Gesellschaft ein, die ihre Vergangenheit nicht vergesse, sondern daraus für die Gegenwart lerne. „Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus, Rechtspopulismus, Hass und Hetze leider wieder an der Tagesordnung zu sein scheinen, braucht es so engagierte, leidenschaftliche und geschichtsbewusste Bürgerinnen und Bürger wie Johannes Reiner“, so Staatssekretärin Mielich abschließend.

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