Cybersicherheit

BSI eröffnet Verbindungsbüro Süd in Stuttgart

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Arne Schönbohm, BSI-Präsident, Beate Bube, Präsidentin des Landesamts für Verfassungsschutz Baden-Württemberg und Innenminister Thomas Strobl (von links nach rechts) bei der Eröffnung des BSI-Verbindungsbüros Süd.

Im Kampf gegen die wachsende Bedrohung von Unternehmen und Behörden durch Sabotage, Datendiebstahl und Spionage vertieft das Innenministerium die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Dazu eröffnet das BSI ein Verbindungsbüro in Stuttgart.

Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, und Minister Thomas Strobl eröffneten das BSI-Verbindungsbüro Süd in Stuttgart, welches sowohl für Baden-Württemberg als auch Bayern zuständig ist. Für den Standort Stuttgart setzte sich Minister Strobl persönlich ein.

Zusammenarbeit im Kampf gegen wachsende Bedrohung vertiefen

Im Kampf gegen die wachsende Bedrohung von Unternehmen und Behörden durch Sabotage, Datendiebstahl und Spionage wird das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration seine Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vertiefen. Dokumentiert wird die engere Kooperation durch die Einrichtung des BSI-Verbindungsbüros Süd in den Räumen des Ministeriums in der Stuttgarter Königstraße 44. „Das ist eine wertvolle Bereicherung unseres IT-Sicherheitskonzepts und unserer Aktivitäten im Bereich der Cybersicherheit“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl bei der Eröffnung des Büros.

„Wenn wir in Deutschland eine sichere Digitalisierung gestalten wollen, dann müssen Bund und Länder an einem Strang ziehen, um ein einheitlich hohes Sicherheitsniveau zu schaffen. Viele Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen in Süddeutschland nutzen die Möglichkeiten der Digitalisierung für mehr Bürgernähe, Wachstum und Geschäftserfolg. Die Präsenz des BSI in Süddeutschland ermöglicht ihnen einen schnellen und direkten Zugang zu unseren Dienstleistungen und Angeboten, so dass sie vor Ort von unserer durchgängigen Wertschöpfungskette der Cybersicherheit profitieren und so die Digitalisierung sicher umsetzen können“, erklärte BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Vier Verbindungsbüros in ganz Deutschland

„Es ist mir ein Anliegen, dass die Kompetenz und das Fachwissen aus der nationalen Cybersicherheitsbehörde in die Fläche kommen. Von einer engeren Vernetzung können alle profitieren“, unterstrich Minister Thomas Strobl. „Wir brauchen bei Prävention und Bekämpfung eine optimale Vernetzung innerhalb Deutschlands und auch Europas. Gerade für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Baden-Württemberg mit seinen vielen mittelständischen Unternehmen ist die Sicherheit von Daten und Netzen ein zentraler Standort- und Wettbewerbsfaktor. Daher habe ich mich für die Einrichtung des BSI-Büros Süd in Stuttgart eingesetzt.“ Insgesamt werden vier Verbindungsbüros in ganz Deutschland eröffnet, wovon das Verbindungsbüro Süd für Bayern und Baden-Württemberg zuständig ist. Die Entscheidung für Stuttgart war dann in einem Gespräch zwischen BSI-Präsident Schönbohm und Minister Strobl gefallen.

BSI-Präsident Schönbohm und Digitalisierungsminister Strobl unterzeichneten zudem eine „Absichtserklärung zur vertieften Kooperation“. Zusammen wollen sie die Cybersicherheit in Baden-Württemberg und den Landeseinrichtungen vorantreiben. Das BSI soll das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration zum Beispiel bei der durchgängigen Verschlüsselung des Landesverwaltungsnetzes und beim Aufbau und Betrieb eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) unterstützen. Geplant sind außerdem die Ausbildung von Sicherheitsbeauftragten sowie der weitere Auf- und Ausbau des CERT BWL (Computer Emergency Response Team) zur zentralen Anlaufstelle für alle Maßnahmen der IT-Sicherheit in der Landesverwaltung.

An das neue Verbindungsbüro können sich auch Unternehmen wenden. Bereits seit 2013 steht geschädigten Firmen in Baden-Württemberg die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des Landeskriminalamts zur Verfügung. Sie kümmert sich um polizeiliche Erstmaßnahmen und die Strafverfolgung im Bereich Cybercrime. Im August 2018 startete darüber hinaus die Cyberwehr als Pilotprojekt für 11.000 Unternehmen im Großraum Karlsruhe. Sie bietet im Schadensfall gerade kleinen und mittleren Unternehmen schnelle und praktische Hilfe, beispielsweise bei der Wiederherstellung von Systemen und Daten. Seit diesem Monat ist die Cyberwehr an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr erreichbar. Bisher konnte sie in fast 50 Fällen helfen. „Wir leisten hier bundesweit Pionierarbeit und gewährleisten eine optimale Verzahnung aus Kriminalitätsbekämpfung und professioneller Beratung“, erklärte Digitalisierungsminister Thomas Strobl.

Innenministerium Mediathek: Impressionen der Eröffnung

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Verhaltene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Wirtschaft

Land stärkt Automotive-Standort im Rems-Murr-Kreis

Euro-Banknoten
Haushalt

Ratingagenturen bestätigen Spitzenbewertungen für das Land

Hand hält Smartphone mit geöffneter MeinELSTER+-App, die eine vorausgefüllte Steuererklärung und Abgabe per Klick zeigt, im hellen Bürohintergrund.
Steuern

Anmeldestart für Steuererklärung mit einem Klick

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
Wohnraumförderung

Bau von 3.367 Sozialwohnungen bewilligt

Neue Herausforderungen für die Kriminaltechnik in Bayerns
Wirtschaft

Länder fordern Anpassung der Chemieagenda 2045

Die CO.VISION Co-Teams beim Kick-off-Treffen im März 2026 in Stuttgart auf einem Gruppenfoto.
Kreativwirtschaft

Neun interdisziplinäre Innovationsprojekte für kreative Transformation

Regional Cup Böblingen - Elevator Pitch 2025/26
Start-up BW

MatheBuddy gewinnt den Regional Cup Böblingen

Siegerehrung Start-up BW Elevator Pitch Vorentscheid Rems-Murr
Start-up BW

Fibryx GmbH im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch"

Logo von Start up BW
Start-up BW

EasZotic GmbH im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch"