Schnelles Internet

Weitere 6,8 Millionen Euro für den Breitbandausbau

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Glasfaser-Kabel mit farbigen Einzelsträngen (Foto: © dpa)

In 25 Breitband-Projekten setzen die Kommunen ihre Glasfaser-Planung um und verlegen die digitale Infrastruktur; bei drei Anträgen mindert das Land über eine einmalige Anschubfinanzierung das Risiko für den aktiven Netzeinstieg.

„Die Kommunen setzen jetzt ihre Planungen in zukunftssichere Breitband-Netze um. Egal, ob in der Einzelgemeinde oder der Stadt, dem interkommunalen Zusammenschluss oder kreisweit agierenden Zweckverband: Der kommunale Breitband-Ausbau erreicht die unterversorgten Regionen mit schnellem Internet. Gemeinsam investieren wir damit in die digitale Zukunft einer attraktiven Heimat, mit sicheren Arbeitsplätzen und hoher Lebensqualität“, sagten der Digitalisierungsminister Thomas Strobl und der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk,bei der Übergabe von 29 Förderbescheiden für schnelles Internet. In den Landkreisen Emmendingen und Rottweil finanziert die grün-schwarze Landesregierung erstmals zwei Breitband-Projekte im Bundesförderprogramm mit.

Das Infrastrukturziel klar im Fokus

Kommunen, die frühzeitig die Bedeutung des schnellen Internets als Standortfaktor erkannt haben, setzen jetzt Schritt für Schritt die Glasfaser-Planung um und bauen Hoch- und Höchstgeschwindigkeitsnetze. Bei Schul- und Gewerbestandorten folgen sie dem Anreiz der Landesförderrichtlinie und schließen direkt an die Glasfaser an. „Wir halten in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen Kurs auf unser Infrastrukturziel, mittelfristig ganz Baden-Württemberg mit schnellem Internet zu versorgen“, so Minister Strobl.

Die Kommunen beschleunigen den Breitband-Ausbau, wenn sie örtliche Tiefbauarbeiten mit dem Verlegen der digitalen Infrastruktur koordinieren. „Außerdem nehmen die Kommunen den Ausbau kosteneffizient vor. Durch die Mitverlegungen erreichen wir ein Einsparpotential von bis zu 30 Prozent bei den Tiefbauinvestitionen. Der örtliche Bezug mit Informationen aus erster Hand ist von Vorteil und zahlt sich letztlich in barer Münze aus“, sagte Minister Hauk.

Favorit Betreibermodell

Das Land setzt beim Breitbandausbau auf das Betreibermodell, bei dem Kommunen die digitale Infrastruktur dort in Eigenregie ausbauen, wo private Telekommunikationsunternehmen nicht initiativ sind. „Wir haben mit den Gemeinde-Netzen in öffentlicher Hand und mit einem offenen Netz-Zugang beste Erfahrungen gemacht. Die verschiedenen regional operierenden Dienste- und Produkte-Anbieter können die Leitungen günstig pachten. Sie können deshalb zu fairen Preisen für die Endverbraucher unterschiedliche Geschäftsmodelle entwickeln“, so Hauk.

Wenn Kommunen das Breitbandförderprogramm des Bundes nutzen möchten, fördert das Land jetzt beim Ausbau die Wirtschaftlichkeitslücke von Netzbetreibern mit. „Die Kommunen entscheiden im Rahmen ihrer kommunalen Selbstverwaltung, wie sie schnelles Internet erreichen. Erstmals finanzieren wir solche Bundesförderprojekte in den Landkreisen Rottweil und Emmendingen mit“, sagte Minister Strobl abschließend.

Projekte einzelner Kommunen

  • Gemeinde Berglen, Rems-Murr-Kreis: innerörtliche Mitverlegung in der Gemeinde Berglen, Ortsteil Ödernhardt, 17.190 Euro
  • Stadt Ehingen, Alb-Donau-Kreis: überörtliche Mitverlegung von Ehingen bis Dettingen im Zuge der Stromverlegung und überörtliche Mitverlegung in der Stadt Ehingen zwischen den Ortsteilen Kirchbierlingen, Weisel, Bockighofen und Schaiblishausen, 153.920 Euro
  • Gemeinde Engstingen, Landkreis Reutlingen: überörtliche Mitverlegung in der Gemeinde Engstingen zwischen den Ortsteilen Klein- und Großengstingen, 43.500 Euro
  • Stadt Haslach im Kinzigtal, Ortenaukreis: Neu- und Mitverlegung in Haslach sowie in den Ortsteilen Bollenbach und Schnellingen, 91.565 Euro
  • Stadt Heidenheim: überörtliche Mitverlegung im Zuge eines Radwegbaus, 17.500 Euro
  • Gemeinde Kirchheim am Ries, Ostalbkreis: innerörtliche Mitverlegung in Kirchheim am Ries und Anbindung der Alemannenschule an die Glasfaser, 6.995 Euro
  • Gemeinde Lonsee, Alb-Donau-Kreis: Aufbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes für den privaten Bedarf in Lonsee, in den Ortsteilen Urspring und Halzhausen sowie Aufbau eines Höchstgeschwindigkeitsnetzes für Unternehmen in Urspring, 552.361 Euro
  • Gemeinde Oberrot, Landkreis Schwäbisch Hall: Anschubfinanzierung, 12.900 Euro
  • Gemeinde Spraitbach, Ostalbkreis: Ausbau eines Höchstgeschwindigkeitsnetzes in Spraitbach, Ortsteil Hertighofen, 40.600 Euro
  • Gemeinde Waldstetten, Ostalbkreis: Mitverlegung im Zuge einer Straßensanierung, 23.800 Euro

Interkommunale Zusammenschlüsse (IKZ)

  • IKZ Breitbandprojekt Mittelbaden, Stadt Bühl, Landkreis Raststatt: Anschluss von Gewerbe an die Glasfaser, 260.682 Euro
  • IKZ Fichtenau / Stimpfach, Landkreis Schwäbisch Hall: Anschubfinanzierung, 101.100 Euro
  • IKZ Öhringen / Zweiflingen, Hohenlohekreis: Anschubfinanzierung, 78.650 Euro
  • IKZ Pfalzgrafenweiler, Landkreis Freudenstadt: Aufbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes in Pfalzgrafenweiler im Ortsteil Kälberbronn sowie in Waldachtal in den Ortsteilen Cresbach, Ober- und Unterwaldach, Vesperweiler; Aufbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes in Pfalzgrafenweiler im Ortsteil Neu-Nufra und in Wörnersberg; Aufbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes in Pfalzgrafenweiler, Ortsteil Kälberbronn, 989.112 Euro
  • IKZ Rot an der Rot, Landkreis Biberach: Ausbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes in Rot-Ellwangen und Anbindung dreier Schulstandorte an die Glasfaser in Rot, Ellwangen und Haslach, 733.640 Euro
  • IKZ Untermünkheim/Kupferzell, Landkreis Schwäbisch Hall: FttC- und FttB-Ausbau, 657.193 Euro

Landkreisweite Projekte

  • Zweckverband High-Speed-Netz Rhein-Neckar, Rhein-Neckar-Kreis: Backbone Cluster 1: Epfenbach, Reichartshausen, Lobbach-Waldwimmersbach, Spechbach, Schwanheim, Schönbrunn, Moosbrunn, Neidenstein sowie Aufbau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes in Schönbrunn, 1.305.219 Euro
  • Zweckverband Breitbandversorgung Landkreis Lörrach: innerörtliche Mitverlegung in Weil am Rhein, Ortsteil Haltingen und überörtliche Mitverlegung mit der Erneuerung der Wasserleitung zwischen Kandern und dem Ortsteil Sitzenkirch sowie innerörtliche Mitverlegung in Todtnau in den Ortsteilen Aftersteg und Muggenbrunn, 81.540 Euro
  • Ostalbkreis: Backbone-Ausbau in der Stadt Aalen, in den Gemeinden Schechingen und Abtsgmünd und Backbone-Teilausbau mit der inner- und überörtlichen Mitverlegung in der Gemeinde Jagstzell, 641.027 Euro
  • Ortenaukreis: Überörtliche Mitverlegung zwischen Rheinbischofsheim und Wagshurst, 131.200 Euro
  • Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg: überörtliche Mitverlegung von Fronhofen über Möllenbrunn nach Rupprechtsbruck, 158.400 Euro
  • Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar: Innerörtliche Mitverlegung im Zuge der Verlegung von Gasleitungen in Donaueschingen, Ortsteil Grüningen; Backbone-Abschnitt zwischen Mönchweiler und Königsfeld-Neuhausen; Anschluss von Gewerbe an die Glasfaser in Königsfeld-Erdmannsweiler und Neuhausen; überörtliche Mitverlegung in Donaueschingen zwischen den Ortsteilen Aufen und Grüningen, 743.315 Euro
  • Landkreis Tuttlingen: Mitverlegung in der Gemeinde Geisingen im Ortsteil Kirchen-Hausen, 14.400 Euro

Mitfinanzierung des Landes im Breitbandförderprogramm des Bundes

  • Landkreis Emmendingen, Breitbandmitfinanzierung Bund, Landesanteil 1.582.000 Euro
  • Landkreis Rottweil, Breitbandmitfinanzierung Bund, Landesanteil 2.369.320 Euro

Gesamtsumme der investierten Landesmittel

  • Breitbandförderung des Landes Baden-Württemberg: 6.855.809 Euro
  • Mitfinanzierung des Landes Baden-Württemberg im Breitbandförderprogramm des Bundes: 3.951.320 Euro
  • Gesamtsumme Landesanteil Baden-Württemberg: 10.807.129 Euro

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