Versorgungssicherheit

Auswirkungen der Hitze auf die Stromversorgung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Hinter einem Hinweisschild „Kernkraftwerk“ erheben sich die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg. (Foto: © dpa)

Thermische Kraftwerke beziehen zu ihrem Betrieb Kühlwasser aus nahegelegenen Flüssen. Einige Betreiber haben nun einen Antrag gestellt, aufgewärmtes Wasser kurzzeitig über die maximal genehmigte Wassertemperatur von 28 Grad Celsius wieder in die Flüsse einzuleiten. Die Versorgungssicherheit sei im Moment gewährleistet, sagte Umweltminister Franz Untersteller.

Thermische Kraftwerke wie Kohle- und Kernkraftwerke benötigen zu ihrem Betrieb Kühlwasser, das sie aus nahegelegenen Flüssen beziehen. Zum Schutz des Gewässers sowie der Fische und sonstigen Lebewesen ist der Bezug des Kühlwassers und die Einleitung des beim Kühlvorgang aufgewärmten Wassers nur bis zu einer maximalen Wassertemperatur von in der Regel 28 Grad Celsius genehmigt.

Versorgungssicherheit im Moment gewährleistet

Aufgrund der derzeitigen Hitzeperiode haben aktuell die Betreiber der folgenden Kraftwerke einen Antrag gestellt, den Betrieb auch beim Überschreiten der 28-Grad-Marke ausnahmsweise fortsetzen zu dürfen:

  • Am Rhein: Grosskraftwerk Mannheim, Kernkraftwerk Philippsburg, Rheinhafen-Dampfkraftwerk Karlsruhe
  • Am Neckar: Heizkraftwerk Stuttgart-Münster, Kernkraftwerk Neckarwestheim, Kohlekraftwerk Heilbronn, Kohlekraftwerk Altbach

„Die Lage ist zwar angespannt, nach aktuellem Stand können die zuständigen Wasserbehörden die Ausnahmen aber erteilen“, sagte Umweltminister Franz Untersteller. „Die Versorgungssicherheit ist im Moment weiterhin gewährleistet.“

Ausnahmen sind kurzzeitig befristet

Die Ausnahmen sind kurzzeitig befristet. Die damit verbundenen zusätzlichen Auswirkungen auf die Gewässerökologie sind auf Grund eines erfolgten Gewässermonitorings vertretbar. Zudem findet auch weiterhin ein begleitendes Gewässermonitoring an den betroffenen Standorten statt, um bei Bedarf kurzfristig reagieren zu können.

Tagsüber bis zu 40 Prozent des Strombedarfs durch Photovoltaik gedeckt

Erfreulicherweise führe der Sonnenschein dazu, dass tagsüber der Strombedarf im Land mit einem Anteil von bis zu 40 Prozent über die Photovoltaik bereitgestellt werde, sagte Umwelt- und Energieminister Untersteller weiter. „Die aktuelle Hitzeperiode liefert daher einen weiteren Beleg dafür, wie wichtig es ist, dass wir uns von den konventionellen Kraftwerken unabhängiger machen und die erneuerbaren Energien weiter ausbauen. Schließlich benötigen Windkraft- und Photovoltaikanlagen keine Flusskühlung.“

Weitere Meldungen

Ein Wanderer geht beim Naturschutzzentrum Kaltenbronn im Schwarzwald einen Weg entlang. (Bild: © Uli Deck / dpa)
Forst

Appell zur Stärkung des Waldumbaus

Seitenansicht eines Doppelstockzuges
Schienenverkehr

Weitere 26 Doppelstockzüge für Baden-Württemberg

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Baurecht

Bauen mit Holz wird erleichtert

Freiflächen-Photovoltaik-Anlage im Solarpark Kuchen
Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Boom setzt sich auch 2025 fort

Feuerwerk am Nachthimmel
Silvester

Tiere vor Silvesterfeuerwerk schützen und Müll ordnungsgemäß entsorgen

Ein Silvesterböller wird mit einem Feuerzeug gezündet. (Foto: © dpa)
Silvester

Mit kleinem Feuerwerk sicher ins neue Jahr

Rauch steigt aus einem Schornstein in einen wolkenlosen sonnigen Himmel auf. (Foto: © dpa)
Klimaschutz

Engmaschig überwachter Testbetrieb mit Solvay vereinbart

Hinter einem Hinweisschild „Kernkraftwerk“ erheben sich die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg. (Foto: © dpa)
Meldepflichtiges Ereignis

Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 2

Fischer fischen im Bodensee (Foto: dpa)
Artenschutz

Projekt zum Fischartenschutz und Kormoranmanagement startet

Ministerin Thekla Walker (vierte von rechts, vordere Reihe) mit Vertreterinnen und Vertretern der Zuwendungsempfänger bei der Übergabe der Verträge für das Landesförderprogramm für Elektrolyseure (ELY)
Erneuerbare Energien

Land baut Produktion von grünem Wasserstoff aus

Ein frischer Radweg mit Bausstellenfahrzeugen, inmitten von landwirtschaftlicher Fläche.
Radverkehr

Neuer Rad- und Gehweg zwischen Tettnang-Büchel und Schwanden

Ein Mitarbeiter der Porsche AG montiert im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen einen Porsche 718 Cayman. (Foto: dpa)
Automobilwirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Automobilpaket der EU-Kommission

Wort-Bild-Marke der RegioClusterAgentur
Innovation

Land fördert RegioClusterAgentur BW bis 2029

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 16. Dezember 2025

Kampagnenplakat "Energieholz aus den Wäldern Baden-Württembergs"
Forst

Neues Positionspapier unterstützt Holzenergie im Land