Ernährung

Auftaktsitzung „Gutes Essen in der Reha“

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Patient sitzt vor einem Tablett mit einem Wahlessen in einem Krankenhaus. (Foto: © dpa)

Das Modellprojekt „Gutes Essen in der Reha“ hat das Ziel, die Verpflegung in Rehabilitationskliniken nach dem Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zu zertifizieren. Mit der Teilnahme am Modellprojekt zeigen die Kliniken, dass sie sich ihrer Vorbildfunktion in Sachen gesundheitsfördernder Verpflegung bewusst sind, erklärte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich der Auftaktsitzung.

„Wir freuen uns sehr über das große Engagement der Projektteilnehmer, ihr Verpflegungsangebot in den Rehakliniken nun im Rahmen des Modellprojekts auf einem hohen Niveau weiter verbessern zu wollen“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch anlässlich der Auftaktsitzung des Modellprojekts „Gutes Essen in der Reha“ zu der Vertreter der sieben ausgewählten Kliniken eingeladen waren. Ziel des Modellprojekts des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ist die Durchführung der Zertifizierung nach dem Qualitätsstandard für die Verpflegung in Rehabilitationskliniken der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) sowie einer Bio-Zertifizierung. Auch die Themen „Einsatz von regionalen Lebensmitteln“ und „Vermeidung von Lebensmittelabfällen“ werden im Rahmen des Projekts mit einer Coachin bearbeitet.

Mit dem Fachtag „Gutes Essen in der Reha“ im Februar in Bad Dürrheim fiel auch der Startschuss für die Bewerbungsphase für das Modellprojekt. Alle Rehabilitationskliniken mit Sitz in Baden-Württemberg konnten sich daraufhin für eine Teilnahme am Modellprojekt bewerben. „Da alle sieben Bewerbungen sehr überzeugend waren, wurden allen sieben Kliniken die Teilnahme am Modelprojekt ermöglicht“, sagte Gurr-Hirsch. Die sieben Kliniken erhalten ab heute nun ein Jahr lang fachliche Unterstützung durch eine Expertin im Bereich Gemeinschaftsverpflegung. Bei der Auftaktsitzung, einer Netzwerksitzung Ende des Jahres und der im Mai 2019 geplanten Abschlussveranstaltung, haben die am Modellprojekt teilnehmende Kliniken die Möglichkeit, sich über Erfahrungen auszutauschen, Netzwerke aufzubauen und die erreichten Veränderungen zu präsentieren.

„Das Modellprojekt soll Rehabilitationskliniken in Baden-Württemberg dabei unterstützen, ihr Verpflegungsangebot in Bezug auf eine nachhaltigere, ausgewogenere und gesundheitsförderliche Ernährung zu verbessern. Ziele sind daher die Umsetzung des Qualitätsstandards für die Verpflegung in Rehabilitationskliniken der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und die Erhöhung des Einsatzes von biologisch erzeugten Lebensmitteln“, erklärte die Staatssekretärin. Durch die entsprechenden Zertifizierungen, und zwar die DGE-Zertifizierung „Station Ernährung“ und eine Bio-Zertifizierung, sollen diese Bemühungen auch nach außen hin sichtbar werden. „Die Vermittlung einer bewussten und gesunden Ernährungsweise, inklusive Ernährungsberatung und -therapie, ist seit Langem ein bewährter Teil der Rehabilitation und unterstützt das oberste Ziel einer Rehabilitationsmaßnahme – die Wiederherstellung der Gesundheit. Dementsprechend freuen wir uns sehr über das große Engagement der Mitglieder des Heilbäderverbandes Baden-Württemberg bei diesem spannenden und zukunftsweisenden Modellvorhaben.“

Die sieben Modellkliniken

Gutes Essen in der Reha

Mit dem Modellprojekt „Gutes Essen in der Reha“ will das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz die Qualität der Verpflegungsangebote in Rehabilitationskliniken in den Fokus rücken und diese auf hohem Niveau weiter verbessern. Damit konzentriert sich das Projekt auf die Lebenswelt „Rehabilitationskliniken“ und knüpft an das Pilotprojekt GROSSE KÜCHE – GUTES ESSEN des Ministeriums an, bei dem in den Jahren 2015 bis 2016 zehn Betriebe aus unterschiedlichen Bereichen der Gemeinschaftsverpflegung ein Experten-Coaching erhielten. Durchgeführt wird das Projekt vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

MACH'S MAHL – die Offensive für gutes Essen in Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Schmeck den Süden
Ernährung

Genussführer 2026 vorgestellt

Eine junge Frau legt an Heiligabend mehrere Geschenke unter einen Weihnachtsbaum.
Verbraucherschutz

Verbrauchertipps zu Reklamation und Umtausch nach dem Weihnachtsfest

Ein Silvesterböller wird mit einem Feuerzeug gezündet. (Foto: © dpa)
Silvester

Mit kleinem Feuerwerk sicher ins neue Jahr

Eine Pflegerin legt der Bewohnerin einer Seniorenresidenz im Rahmen einer elektronischen Visite ein EKG-Gerät an, das die Daten an einen Tablet-Computer und von dort aus zum Arzt überträgt.
Pflege

Land investiert 1,6 Millionen Euro in Televisiten

Ein Integrationsmanager erarbeitet mit zwei jugendlichen Flüchtlingen aus Eritrea Bewerbungsschreiben. (Foto: © dpa)
Integration

Rund 1,55 Millionen Euro für Integrationsarbeit in ländlichen Räumen

Ein Kinderarzt untersucht einen Jungen mit einem Stethoskop.
Gesundheit

Land stärkt kinder- und jugendärztliche Versorgung

Eine Sozialarbeiterin misst die Blutdruckwerte eines Probanden und übermittelt diese drahtlos per Smartphone an einen Arzt.
Medizinwirtschaft

Meilenstein zur Verbesserung der Patientenversorgung

Eine ältere Dame lernt die Bedienung eines Computers.
Ländlicher Raum

Land fördert digitale Teilhabe im Alter mit „Klick & Klar“

Eine Pflegekraft hilft einer alten Frau beim Trinken aus einem Becher in einem Seniorenheim (Bild: Patrick Pleul / dpa)
Sozialversicherung

Land fordert Steuerfinan­zierung versicherungsfremder Leistungen

Kampagnenplakat "Energieholz aus den Wäldern Baden-Württembergs"
Forst

Neues Positionspapier unterstützt Holzenergie im Land

Landwirtschaft in Hohenlohe
Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Förder- und Ausgleichszahlungen ausgezahlt

Ein Lebkuchenherz mit der Aufschrift „Frohe Weihnacht“ hängt auf einem Weihnachtsmarkt (Bild: © dpa).
Verbraucherschutz

Weihnachtsgebäck und Kosmetik auf dem Prüfstand

Brücke an der Kessach
Flurneuordnung

Brücke über Kessach wird ersetzt

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Land gibt 3,1 Millionen Euro zu EU-Förderprogramm LEADER

Ein Landwirt an einer automatischen Melkmaschine im Stall (Bild: © dpa).
Landwirtschaft

Hauk lädt zum Landwirtschafts­dialog über Erzeugerpreise