Netzausbau

Abschluss des Dialogverfahrens zur Stromtrasse SuedLink

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Bauarbeiter stehen vor einem Kabelzug (Quelle: TransnetBW und TenneT TSO)

Das vom Umweltministerium Baden-Württemberg initiierte Dialogverfahren zum Netzausbauvorhaben SuedLink ist abgeschlossen. In einer gemeinsamen Veranstaltung des Ministeriums mit der Deutschen Umwelthilfe stellt der Vorhabenträger TransnetBW heute Abend (29.11., 18:00 Uhr) in Oberwittstadt (Neckar-Odenwald-Kreis) die vorläufigen Ergebnisse des Beteiligungsprozesses vor. Eingeladen sind neben Vertretern aus Politik, Industrie, Handwerk, Energiewirtschaft, Verwaltung und Naturschutzverbänden auch interessierte Bürgerinnen und Bürger.

„Es war und ist mir ein besonderes Anliegen, die Trassenplanung für die Bevölkerung frühzeitig transparent zu machen und Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess einzubinden. Und ich freue mich sehr, dass die TransnetBW, die in Baden-Württemberg für den Netzausbau verantwortlich ist, dieses Anliegen teilt und den Dialogprozess mit uns gestaltet hat“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller.

Bürgerinnen und Bürger diskutieren Netzausbauplanung

Nachdem die TransnetBW Ende September dieses Jahres ihre Trassenvorschläge veröffentlicht hatte, seien in vier Bürgerdialogen in der von SuedLink betroffenen Region Heilbronn-Franken Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie Planungsgrundsätze für die SuedLink-Trasse erläutert und Fragen der Bürgerschaft beantwortet worden. Außerdem seien Fachdialoge zu den Themen Planung, Technik und Gesundheit, Konverter, Erdkabel sowie Landwirtschaft angeboten worden.

„Im Rahmen dieses Dialogprozesses hatten Bürgerinnen und Bürger, Verbände und Initiativen Gelegenheit, sich einzubringen und Hinweise und Empfehlungen zur Optimierung der vorliegenden Trassenvorschläge abzugeben“, erläuterte der Umweltminister. Derartig umfangreiche Beteiligungsmöglichkeiten habe es bislang in Deutschland bei noch keinem Großprojekt gegeben.

Die bis heute eingegangenen Anregungen aus den Bürger- und Fachdialogen werden jetzt von der TransnetBW bewertet und soweit möglich in deren Planungen eingearbeitet. Danach beginnt das formale Verfahren der Bundesfachplanung, an das sich das Planfeststellungsverfahren anschließt. In diesen beiden Verfahren können sich die Betroffenen noch einmal beteiligen.

„Auch wenn ich heute den Staffelstab für die folgenden konkreten Planungen des Netzausbauprojekts SuedLink an die TransnetBW abgebe, werde ich das Verfahren weiter intensiv begleiten,“ versicherte der Umweltminister. Er machte erneut deutlich, dass der zügige Ausbau der Stromnetze eine notwendige Voraussetzung für den Erfolg der Energiewende sei: „Wir brauchen ein modernes und leistungsfähiges Übertragungs- und Verteilnetz, um das hohe Niveau der Versorgungssicherheit weiter gewährleisten zu können – auch wenn die beiden noch laufenden Atomkraftwerke Philippsburg 2 und Neckarwestheim II vom Netz gegangen sind“, sagte Untersteller. „Wer sich die Verteilung der Erzeugungskapazitäten in Deutschland ansieht, wird schnell erkennen, welche überragende Bedeutung SuedLink für die Stromversorgung in Baden-Württemberg hat. Es ist die direkte Nord-Süd-Verbindung für die Lieferung von Windstrom für Industrie und Bevölkerung in Baden-Württemberg.“

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Dialogverfahren SuedLink

Wissenswertes zum Ausbau der Stromnetze

Weitere Meldungen

PV-Anlage auf dem Landtag in Stuttgart
Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Ziel bereits vorab erreicht

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Erneuerbare Energien

Mehr Windkraft für Baden-Württemberg

Ein Altbau ist aufgrund einer Sanierung eingerüstet
Klimaschutz

Land baut Förderung für Sanie­rung kommunaler Gebäude aus

Spatenstich Elefantenwelt Wilhelma Visualisierung Innenbereich
Vermögen und Bau

Spatenstich für die neue Elefantenwelt in der Wilhelma

Das Thermostat einer Heizung.
Energie

Energieberatung für einkommens­schwache Haushalte verlängert

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Land mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie

Freiflächen-Photovoltaik-Anlage im Solarpark Kuchen
Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Boom setzt sich auch 2025 fort

Hinter einem Hinweisschild „Kernkraftwerk“ erheben sich die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg. (Foto: © dpa)
Meldepflichtiges Ereignis

Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 2

Ministerin Thekla Walker (vierte von rechts, vordere Reihe) mit Vertreterinnen und Vertretern der Zuwendungsempfänger bei der Übergabe der Verträge für das Landesförderprogramm für Elektrolyseure (ELY)
Erneuerbare Energien

Land baut Produktion von grünem Wasserstoff aus

Kampagnenplakat "Energieholz aus den Wäldern Baden-Württembergs"
Forst

Neues Positionspapier unterstützt Holzenergie im Land

Visualisierung Neubau HLRS III an der Universität Stuttgart
Vermögen und Bau

Grundstein für Neubau an der Universität Stuttgart gelegt

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Künstliche Intelligenz

1,3 Millionen Euro für die Zukunft der photonischen KI

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 9. Dezember 2025

Die IBK-Regierungschefs bei der symbolischen Steuerradübergabe im Zeppelin-Hangar Friedrichshafen, im Hintergrund steht ein Zeppelin.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Bodenseeraum als Modellregion weiterentwickelt

Die Hand einer jungen Frau hält eine Energiesparlampe, darin ist eine kleine Pflanze.
Wirtschaft

Förderprogramm „Umweltfinan­zierung“ der L-Bank gestartet