Weinbau

59. württembergische Weinkönigin gekürt

Kim Weißflog ist die 59. württembergische Weinkönigin. Als weitere Weinhoheiten kürte die Jury Weinprinzessin Ines Pfeifer und den ersten Weinprinz in der Geschichte des Wettbewerbs Moritz Ocker.

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von links nach rechts: 59. Württemberger Weinhoheiten: Weinprinz Moritz Ocker, Weinkönigin Kim Weißflog und Weinprinzessin Ines Pfeifer
von links nach rechts: 59. Württemberger Weinhoheiten: Weinprinz Moritz Ocker, Weinkönigin Kim Weißflog und Weinprinzessin Ines Pfeifer

„Die neu gewählten Weinhoheiten überzeugten mit ihrem ausgezeichneten Fachwissen und souveränen Auftreten die Jury. Ich gratuliere herzlich zur Wahl und wünsche viel Erfolg bei den anstehenden Aufgaben sowie schöne Erfahrungen und Begegnungen in Ihrer Zeit als Weinhoheiten. Der Weinbau hat eine lange Tradition und besondere Bedeutung für Baden-Württemberg. Der Wein ist ein Kulturgut, das eng mit der Landschaft und den Menschen im Land verbunden ist“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, und gratulierte der neu gewählten Weinkönigin Kim Weißflog aus Lauffen am Neckar im Landkreis Heilbronn und der Weinprinzessin Ines Pfeifer aus Korntal-Münchingen im Kreis Ludwigsburg sowie dem ersten Weinprinzen in der Geschichte des Wettbewerbs Moritz Ocker aus Islfeld im Kreis Heilbronn ganz herzlich.

Die Wahl der 59. Württemberger Weinhoheiten fand in einer öffentlichen Krönungsveranstaltung am 28. November 2024 im Konzert- und Kongresszentrum Harmonie in Heilbronn statt. Wie auch in den Weinbaugebieten Rheinhessen und Ahr hatte dieses Jahr erstmals ein männlicher Kandidat die Chance, das Weinbaugebiet Württemberg zu repräsentieren. Der Minister dankte auch den scheidenden Weinhoheiten für ihren Einsatz für den Weinbau und die Weinkultur in Württemberg.

Weinbau wird auf insgesamt 28.000 Hektar in Baden-Württemberg betrieben. 2023 wurden dabei 210 Millionen Liter Wein erzeugt. Er prägt unser Land wirtschaftlich und kulturell, trägt zum Erhalt unserer Landschaft sowie der Natur bei und ist ein Zugpferd für den Tourismus in den Weinbaugemeinden. „Abwechslungsreiche Landschaften, ein mildes Klima im Rhein- und Neckartal, Kulinarik und Weinkultur prägen unser Land. Bei kaum einem anderen Produkt lassen sich Natur, Genuss und Gastlichkeit so ideal miteinander verknüpfen wie beim Wein“, betonte Minister Hauk.

Viele Herausforderungen im Weinbau

Dennoch ist der Weinbau im Land mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Der gesellschaftliche Strukturwandel bedingte in den letzten Jahrzehnten bundesweit eine Abnahme von kleinen Weinbaubetrieben, die hauptsächlich im Nebenerwerb tätig sind. Im Gegenzug kam es zu einem Konzentrationsprozess. Daher steigt die Zahl von Weinbaubetrieben mit über zehn Hektar Rebfläche kontinuierlich an.

Die betriebswirtschaftliche Situation der baden-württembergischen Weinbaubetriebe schwankt in den letzten zehn Jahren. Hauptursache dafür sind Extremwetterereignisse wie Hagel oder Spätfrost und klimawandelbedingte Auswirkungen wie Sommertrockenheit oder anhaltende Niederschläge.

„Die Weinhoheiten haben als Botschafter für den Württemberger Wein auch die Aufgabe, die Gesellschaft auf die Situation der Branche aufmerksam zu machen und zu verdeutlichen, dass der Genuss von Wein aus Baden-Württemberg auch eine bewusste Entscheidung zum Erhalt unserer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft ist. Regionalität spielt für Baden-Württemberg eine zentrale Rolle. Produkte aus Baden-Württemberg sind spitze. Sie stehen für Qualität, aber auch für unsere Heimat und unsere Kultur. Persönlichkeiten zu haben, die für ihre Arbeit ausgezeichnet werden beziehungsweise mit ihrer Person für ein Produkt stehen, ist heute nicht mehr selbstverständlich, aber für unsere heimische Wirtschaft unverzichtbar. Sie sind Vorbild für viele und dafür danke ich herzlich“, so Minister Hauk.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Weinbau in Baden-Württemberg

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