Forschung

4,2 Millionen Euro für Forschungscampus „BioMed-Tech“ in Reutlingen

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Das Wirtschaftsministerium fördert den Forschungscampus „BioMedTech“ in Reutlingen mit rund 4,2 Millionen Euro. Biotechnologie und Medizintechnik seien wichtige Zukunftsfelder für die baden-württembergische Wirtschaft, so Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut bei der Übergabe des Förderbescheids.

„Die Gesundheitswirtschaft ist einer der großen Märkte der Zukunft. Gemessen an der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist sie schon heute einer der größten Wirtschaftszweige in Baden-Württemberg. Biotechnologie und Medizintechnik sind wichtige Zukunftsfelder für die baden-württembergische Wirtschaft, deren Innovationsfähigkeit wir weiter ausbauen wollen. Deswegen unterstützt das Land den Forschungscampus BioMedTech mit 4,2 Millionen Euro“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Übergabe des Förderbescheids an das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut (NMI) in Reutlingen am 28. September 2016.

Biotechnologie und Medizintechnik sind wichtige Zukunftsfelder

Der Forschungscampus „BioMedTech“ wurde im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als eines von insgesamt 21 Leuchtturmprojekten prämiert. Der Wettbewerb ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms für die Förderperiode 2014 - 2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung - kurz EFRE - genannt. Der Forschungscampus BioMedTech besteht aus zwei Teilprojekten: Im Teilprojekt BioMedTech Campus wird der Ausbau eines im Rohbau bereitgestellten Gebäudes gefördert, so dass in der Region langfristig Räumlichkeiten für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft an der Schnittstelle von Bio- und Materialwissenschaften zur Verfügung stehen. Im zweiten Projekt Verbundforschung „Systemimmunologie an biologisch-technischen Grenzflächen“ soll erforscht werden, welche Materialeigenschaften künstlicher Implantate von Patienten besser vertragen werden.

„Ziel der Landesregierung ist es, innovationsorientierte Regionalentwicklung voranzutreiben. Die Umsetzung der entwickelten Projekte ist ein wichtiger Beitrag zum Technologietransfer und damit auch zur innovativen Entwicklung Baden-Württembergs. Auch der Forschungscampus BioMedTech trägt seinen Teil zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bei. Mit ihm wird der Zugang für die regionale Wirtschaft zu den wissenschaftlichen und anwendungsnahen Kompetenzen des NMI und seiner Partner erheblich erleichtert“, so die Ministerin.

Dafür erhalten die Technologieförderung Reutlingen-Tübingen und das NMI insgesamt rund 3 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und rund 1,2 Millionen Euro aus Landesmitteln. Im Rahmen des Verbundprojektes arbeitet das NMI mit insgesamt über 20 Unternehmen, die meisten unter ihnen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Baden-Württemberg.

Weitere Informationen

Im Februar 2013 hat das Land den RegioWIN-Wettbewerb gestartet, um die Regionalentwicklung in Baden-Württemberg voran zu treiben. Nach der Prämierung der regionalen Entwicklungskonzepte und Leuchtturmprojekte im Januar 2015 wurden bis Ende Januar 2016 34 Anträge auf EFRE-Fördermittel zur Umsetzung der ausgezeichneten Leuchtturmprojekte bei der L-Bank eingereicht.

Die RegioWIN-Antragsteller haben die vorgesehenen 68 Millionen Euro EU-Fördermittel voll ausgeschöpft.

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Wissenschaft

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Studium

Land finanziert KI-Plattform für sehbeeinträchtigte Studierende

Schriftzug „MEDI:CUS“ auf einer Bühne
Gesundheit

Gesundheitscloud MEDI:CUS wird verstetigt

Eine Sozialarbeiterin misst die Blutdruckwerte eines Probanden und übermittelt diese drahtlos per Smartphone an einen Arzt.
Medizintechnik

Land setzt sich für Reformen in der Medizintechnikbranche ein

Fähnchen der Europäischen Union und der Schweiz stehen im Nationalratssaal in Bern
Europa

Vertragspaket zwischen der EU und der Schweiz unterzeichnet

Spatenstich Geradstetten
Berufliche Bildung

21 Millionen Euro für Neubau des Bildungscampus Geradstetten

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille