Radverkehr

4.000 Kilometer an Radwegen fertig ausgeschildert

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Logo der RadKULTUR.

Verkehrsminister Winfried Hermann hat den offiziellen Abschluss der Erstbeschilderung des RadNETZ Alltag gefeiert. Damit sind 4.000 Kilometer zusammenhängende Alltagsradrouten zwischen den Mittel- und Oberzentren Baden-Württembergs einheitlich ausgeschildert. Lediglich kleinere Restarbeiten im Stadtkreis Heilbronn werden bis Ende Oktober andauern.

Die Erstbeschilderung des landesweiten Alltagsradwegenetzes in Baden-Württemberg ist abgeschlossen. Verkehrsminister Winfried Hermann enthüllte am 9. September 2022 im Landkreis Reutlingen einen der letzten Wegweiser des RadNETZ Alltag Baden-Württemberg. „Die einheitliche, informative und gut sichtbare Beschilderung erleichtert die Orientierung beim Radfahren erheblich. Dies ist ein wichtiger Schritt, um das Fahrrad in Baden-Württemberg als alltägliches Verkehrsmittel im ganzen Land voranzubringen“, sagte Minister Hermann beim Festakt. „Die Bereitschaft, mit dem Rad zu fahren, hat erfreulicherweise zugenommen, im Alltag wie in der Freizeit. Um den Menschen das gut und stressfrei zu ermöglichen, braucht es ein durchgängiges, komfortables und sicheres Netz an Fahrradwegen.“

Landrat Ulrich Fiedler erwartet von dem RadNETZ im Landkreis Reutlingen eine Erleichterung für den Radverkehr: „Nun kann auch aufgrund der gut ausgebauten und beschilderten RadNETZ-Achse die Verbindung zwischen Pfullingen und Reutlingen komfortabel mit dem Fahrrad zurückgelegt werden“, sagte er bei der Enthüllung des Wegweisers. „Schon heute verkehren auf dieser Strecke sowie nach Eningen und Metzingen viele Fahrradfahrerinnen und -fahrer. Der Radverkehr hat hier aber noch großes Potenzial, das jetzt durch das RadNETZ genutzt werden kann.“

Mehr als 34.500 Wegweiser an 4.000 Kilometern Strecke angebracht

Auf ungefähr 4.000 Kilometern RadNETZ Alltag stehen nun rund 34.500 Wegweiser an mehr als 13.000 Schilderstandorten und weisen Radelnden den Weg zu ihren Alltagszielen. Über die im RadNETZ enthaltenen Strecken sind landesweit mehr als 700 Kommunen durchgängig mit dem Fahrrad erreichbar. Ergänzt wird das Alltagsnetz durch die 21 Landesradfernwege („RadNETZ Freizeit“). Die Beschilderung dieser Strecken wird bis Anfang 2023 abgeschlossen sein. Im gesamten RadNETZ übernimmt das Land die Kosten für die Erstbeschilderung sowie die fortlaufende Pflege und Wartung der Schilder. Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) koordiniert die entsprechenden Arbeiten.

Meldeplattform soll Instandhaltung des RadNETZ unterstützen

Das RadNETZ ist in die RadSTRATEGIE des Landes eingebettet, die das Landeskabinett und der Ministerrat im Jahr 2016 verabschiedet haben. Ziel dieser übergeordneten Strategie ist es, den Anteil des Radverkehrs im Land auf 20 Prozent zu steigern. Hierfür legt das RadNETZ die Grundlage: alle enthaltenen Strecken sollen einen landesweit gültigen Qualitätsstandard erfüllen. Bis 2030 sollen alle Strecken entsprechend des Landesstandards ausgebaut werden. Dies ist ein gemeinsamer Kraftakt aller Ebenen: Bund, Land und Kommunen. Das Verkehrsministerium unterstützt die Kommunen und Kreise entlang des RadNETZ hierbei unter anderem durch die Bereitstellung von Fördermitteln für den Infrastrukturausbau und die Förderung von Personalstellen.

Um die Einhaltung dieser Qualitätsstandards laufend sicherstellen zu können, sind weitere Maßnahmen geplant. So wird derzeit eine Meldeplattform eingerichtet, auf der Jeder und Jede Schäden, Mängel oder Lob am RadNETZ – sowie an weiterer Radverkehrsinfrastruktur – ganz unkompliziert melden können. Bereits heute können Mängel in der Beschilderung des RadNETZ BW durch ein Foto und unter Angabe der Standortnummer, zu finden auf der Banderole an jedem Schilderstandort, an radnetz@nvbw.de gemeldet werden.

Im RadROUTENPLANER Baden-Württemberg finden Sie die Routen und Verläufe des RadNETZ.

Aktivmobil BW: Das RadNETZ – Mehr Rad fürs Land

Weitere Meldungen

Eine Trachtengruppe beim Landesfestumzug der Heimattage 2018 in Waldkirch (Bild: © picture alliance/Achim Keller/dpa).
Kunst und Kultur

Land ehrt zehn Bürgerinnen und Bürger mit Heimatmedaille

Heimat

Höhepunkt der Heimattage 2026: Landesfesttage in Oberkirch

Drohnen Wald Aufnahme
Biotechnologie

Mikroorganismen für nach­haltige Produktionsprozesse

Startbildschirm der Warn-App NINA.
Bevölkerungsschutz

Bundesweiter Warntag am 10. September 2026

Ministerin Theresa Schopper spricht auf der Pressekonferenz anlässlich der landesweiten Eröffnung des Tages und der Nacht des offenen Denkmals 2026 in Rottweil.
Denkmalpflege

Nacht und Tag des offenen Denkmals 2026

Eine Person hält ein Smartphone in der Hand. Auf dem Display sieht man die Startseite der Ehrenamtskarten-App für Baden-Württemberg.
Bürgerengagement

Mehr als 25.000 Ehrenamtskarten ausgegeben

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Kinderschutz

Aktionstage Kinder- und Jugend­schutz gehen in zweite Runde

Icon eines Fahrrads. Darüber der Text "Mein Bike, mein Weg, mein Vorteil mit JobBike BW.
JobBike

40.000 JobBikes für Landesbeschäftigte

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Land fördert 37 lokale Integrationsprojekte

Aus den Händen von Justizminister Moritz Oppelt (links( hat Thorsten-Peter Krapp (Mitte) seine Ernennungsurkunde zum neuen Leiter der Staatsanwaltschaft Freiburg – Zweigstelle Lörrach erhalten. Zu den ersten Gratulanten zählte der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Michael Krauß (rechts).
Justiz

Neuer Leiter der Staatsanwalt­schaft Freiburg – Zwst. Lörrach

Eine Hand greift nach einem digitalen Paragrafen
Justiz

Auf dem Weg zur digital vernetzten Justiz der Zukunft

Salbei-Glatthafer-Wiese auf einer Böschung im Frühsommer (Foto: © Dr. Tillmann Stottele)
Arten- und Klimaschutz

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde

Vier Menschen stehen lächeld da und tragen Fahrradhelme.
Radverkehr

Sieger der STADTRADELN-Derbys stehen fest

Abgestellte Lastwagen stehen auf einer Autobahnraststätte. (Foto: © dpa)
Verkehr

Weitere Erleichterungen für Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

Links: Prof. Dr. Andreas Gundelwein, rechts: Dr. Jens Bortloff
Kunst und Kultur

TECHNOSEUM erhält neue Doppelspitze