Integration

23 Orte werden für erfolgreiche Integration gefördert

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Verschiedene Menschen am Tisch im Gespräch

Das Land fördert 23 Städte, Gemeinden, Landkreise und Gemeindeverwaltungsverbände für die Entwicklung und Umsetzung konkreter Vorhaben für eine erfolgreiche Integration. Dies ist ein Modul des neu aufgelegten Programms „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ und Teil des Pakts für Integration.

Um vor Ort konkrete Vorhaben für eine erfolgreiche Integration zu entwickeln und umzusetzen, fördert das Land in 23 Städten, Gemeinden, Landkreisen und Gemeindeverwaltungsverbänden die Begleitung dieses Prozesses mit jeweils bis zu 40.000 Euro. Ziel ist außerdem die Stärkung nachhaltiger Strukturen für die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und engagierten Bürgerinnen und Bürgern.

Die Prozessbegleitung ist ein Modul des neu aufgelegten Programms „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ und Teil des Pakts für Integration, den die Landesregierung 2017 mit den Kommunalen Landesverbänden geschlossen hat.

„Die vergangenen Jahre haben eindrücklich gezeigt, dass die Integration von geflüchteten Menschen nur gelingen kann, wenn engagierte Bürgerinnen und Bürger sich beteiligen und ihre Aktivitäten auch Gehör finden in Politik und Verwaltung. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen, die Zivilgesellschaft auch bei der Integrationsplanung systematisch miteinzubeziehen“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha heute in Stuttgart. „Dabei gilt es auch, die hohe Engagement-Bereitschaft von Menschen mit Migrationsgeschichte selbst wertzuschätzen und in die Integrationsplanung vor Ort einzubeziehen.“

Erfahrende Prozessbegleiter unterstützen Kommunen

Ein erfahrenes Team von Prozessbegleiterinnen und -begleitern wird mit den Beteiligten in den Kommunen Schritt für Schritt ein passgenaues Konzept entwickeln und die Umsetzung begleiten. Von den Ergebnissen sollen alle Bürgerinnen und Bürger profitieren, ob alteingesessen oder zugezogen, ob mit oder ohne Migrationsgeschichte. Bewährte Strukturen und bestehende Aktivitäten sollen dabei ebenso einbezogen werden wie neue Initiativen und das Engagement von Migrantinnen und Migranten.

In diesen Tagen finden die ersten Gespräche mit den ausgewählten Kommunen statt. Dafür steht ein Moderations-Team bereit, das Erfahrung mit Bürgerbeteiligung, Bürgerengagement und mit der Entwicklung kommunaler Strukturen hat. Ein wichtiger Bestandteil der Prozessbegleitung ist der Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Kommunen. Darüber hinaus sollen die Erfahrungen auch anderen Gemeinden, Städten und Kommunen im Land zugänglich gemacht werden.

23 Projekte im Land ausgewählt

In der Steuerungsgruppe des Projektes arbeiten unter anderem die Stabsstelle der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, Gisela Erler, das Ministerium für Soziales und Integration, die Fachberatungen der kommunalen Landesverbände und der Landesverband der kommunalen Migrantenvertretungen zusammen. Aufgabe der Steuerungsgruppe war es auch, die Kommunen aus zahlreichen Bewerbungen auszuwählen.

23 Projekte quer durch das ganze Land werden durchgeführt: Von Neuenburg am Rhein bis Weinheim, von Baden-Baden bis Giengen an der Brenz. Mit dabei sind kleinere Gemeinden wie Löffingen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, aber auch Gemeindeverwaltungsverbände und Städte wie Freiburg, Pforzheim und Lahr. Den Zuschlag erhalten haben außerdem die Landkreise Tübingen, Tuttlingen und Lörrach sowie der Zollernalbkreis und der Alb-Donau-Kreis.

„Integration gelingt, wenn Politik, Verwaltung und engagierte Einwohnerschaft an einem Strang ziehen“, so Christine Dörner, Projektleiterin an der Führungsakademie Baden-Württemberg. Die Führungsakademie hat das Konzept mitentwickelt und ist mit der Umsetzung des Projekts betraut.

Hintergrundinformation

Das Vorhaben ist Teil der Engagement-Strategie des Landes Baden-Württemberg und wurde im Rahmen des Pakts für Integration aufgelegt, den das Land und die Kommunen im Jahr 2017 unterzeichnet haben.

Hier werden die Konzepte zur „Integration durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ entwickelt:

  • Alb-Donau-Kreis
  • Stadt Baden-Baden
  • Stadt Biberach
  • Stadt Crailsheim
  • Gemeinde Dielheim
  • Stadt Eppelheim
  • Stadt Freiburg
  • Stadt Giengen an der Brenz
  • Stadt Horb
  • Stadt Lahr
  • Stadt Leimen
  • Stadt Löffingen
  • Landkreis Lörrach
  • Stadt Mössingen
  • Stadt Neuenburg am Rhein
  • Stadt Messkirch, Gemeinde Ostrach
  • Stadt Pforzheim
  • Gemeindeverwaltungsverband Rauenberg
  • Landkreis Tübingen
  • Landkreis Tuttlingen
  • Gemeindeverwaltungsverband Vorderes Kandertal
  • Stadt Weinheim
  • Zollernalbkreis

Ministerium für Soziales und Integration: Informationen zum Pakt für Integration mit den Kommunen

Quelle:

Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg/Führungsakademie Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Frauenklinik am Universitäts­klinikum Tübingen wird erweitert

Eine Frau bedient das Portal ELSTER der deutschen Steuerverwaltungen zur Abwicklung der Steuererklärungen und Steueranmeldungen über das Internet.
Steuern

Digitale Steuererklärung wird deutlich einfacher

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallbilanz 2025

Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Lucha kritisiert Zulassungsstopp bei Integrationskursen

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Visualisierung Campus St. Alban
Innovationspreis

Zehn Preise für kirchliche Wohnprojekte

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte) bei seiner Ansprache beim Närrischen Staatsempfang der Landesregierung vor dem Neuen Schloss in Stuttgart
Fastnacht

Närrischer Staatsempfang der Landesregierung

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Forschung

4,2 Millionen Euro für Quantentechnologie-Demonstratoren

Justizministerin Marion Gentges (Vierte von links) mit dem Team des Projekts „DIE MUTMACHER“
Justiz

Begleithunde unterstützen in Strafprozessen

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Erneuerbare Energien

Mehr Windkraft für Baden-Württemberg

PV-Anlage auf dem Landtag in Stuttgart
Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Ziel bereits vorab erreicht

Ein Clown der Narrenzunft Rottenburg läuft beim großen Umzug des Weißnarrentreffens in Villingen-Schwenningen durch die Innenstadt (Quelle: dpa).
Verbraucherschutz

Produktkontrollen für ein unbe­schwertes Feiern des Faschings