Justiz

168 angehende Rechtspfleger schließen ihr Studium ab

168 angehende Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger haben erfolgreich ihr Studium an der Hochschule für Rechtspflege Schwetzingen abgeschlossen. Ihre Fähigkeiten und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten machen sie zu begehrten Fachkräften.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
von links nach rechts: Präsidentin des Landesjustizprüfungsamtes Sintje Leßner, Noemi Jahli Anika-Avallone, Rektor Frank Haarer, Nicole Linder, Franziska Maria Martin, Kira Aileen Nußbaumer und Prorektor Rainer Hock, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges
von links nach rechts: Präsidentin des Landesjustizprüfungsamtes Sintje Leßner, Noemi Jahli Anika-Avallone, Rektor Frank Haarer, Nicole Linder, Franziska Maria Martin, Kira Aileen Nußbaumer und Prorektor Rainer Hock, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges

Am 14. November 2024 haben 168 Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Diplom-Rechtspfleger/in (FH) der Hochschule für Rechtspflege Schwetzingen in der Stadthalle Hockenheim im Beisein von Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges ihre Diplomurkunden überreicht bekommen.

Ministerin Gentges gratulierte den Absolventinnen und Absolventen herzlich zum erfolgreichen Abschluss des Studiums: „Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger sind in der Lage, sich in kurzer Zeit in unbekannte Rechtsgebiete und Fragestellungen einzuarbeiten sowie komplexe Sachverhalte zu erfassen und zu analysieren. Zudem können sie schwierige Rechtsfragen lösen und ihre Entscheidung nachvollziehbar begründen.“ Diese Fähigkeiten und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten machen Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger zu begehrten und hoch qualifizierten Fachkräften. „Die Qualität unserer Justiz hängt auch maßgeblich von der Expertise und dem Engagement unserer Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger ab. Diese stehen im intensiven Kontakt mit den rechtsuchenden Bürgerinnen und Bürgern und geben unserer Justiz damit ein Gesicht‘.“

Festvortrag zum Thema Nachwuchsgewinnung

Im Beisein vieler hochrangiger Vertreterinnen und Vertreter der Justiz sowie der Angehörigen der Absolventinnen und Absolventen gratulierte Herr Rektor Frank Haarer den frisch gebackenen Rechtspflegerinnen und Rechtspflegern zum erfolgreichen Abschluss. Glückwünsche sprach auch der Schwetzinger Oberbürgermeister Matthias Steffan aus. Den Festvortrag zum Thema „Nachwuchsgewinnung – Herausforderungen und Chancen“ hielt Ministerin Gentges: „Der Wettbewerb um die Talente ist intensiver geworden. Vor diesem Hintergrund entwickeln wir das Rechtspflegerstudium stetig weiter. An der Hochschule für Rechtspflege Schwetzingen ermöglicht modernste Hörsaaltechnik schon seit Jahren Online-Vorlesungen. Schon vor fünf Jahren haben wir die schriftlichen Prüfungen auf ein elektronisches Format umgestellt. Darüber hinaus treiben wir zusammen mit unseren Projektpartnern, insbesondere der Stadt Schwetzingen, intensiv die Errichtung eines Studierendenwohnheims voran.“

Die vier bestplatzierten Absolventen stammen aus Baden-Württemberg

Die Präsidentin des Landesjustizprüfungsamtes, Sintje Leßner, freute sich gemeinsam mit den Absolventinnen und Absolventen bei der Überreichung der Diplomurkunden über die Prüfungsergebnisse. Von den bestplatzierten Prüflingen, die alle mindestens elf Punkte und damit die Note „gut“ erzielt haben, stammen alle vier Prüflinge aus Baden-Württemberg. Zwei davon haben ihr Studium am Standort Ulm absolviert. Insgesamt haben knapp sieben Prozent der Absolventinnen und Absolventen die hervorragende Note „gut“ erzielt. Von diesen stammen etwa 85 Prozent aus Baden-Württemberg.

Studium Diplom-Rechtspfleger/in (FH)

Das Studium zur Diplom-Rechtspflegerin (FH) beziehungsweise zum Diplom-Rechtspfleger (FH) beginnt jährlich zum 1. September. Das Studium dauert 36 Monate. Zwischen zwei jeweils zwölfmonatigen fachwissenschaftlichen Teilen an der Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen oder Ulm absolvieren die Studierenden eine zwölfmonatige Studienpraxis, die sie bei Gerichten und Staatsanwaltschaften verbringen. Die Studierenden werden ab Beginn ihres Studiums zu Beamten auf Widerruf ernannt und erhalten Beamtenbezüge sowie Beihilfe im Krankheitsfall.

Die Partnerländer Rheinland-Pfalz und das Saarland bilden ihre Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger ebenfalls an der Hochschule für Rechtspflege in Schwetzingen aus. Die Absolventinnen und Absolventen der Rechtspflegerprüfung stammen daher aus Baden-Württemberg (etwa 70 Prozent der Absolventinnen und Absolventen), Rheinland-Pfalz (etwa 23 Prozent) und dem Saarland (etwa sieben Prozent). Die Rechtspflegerprüfung wird für alle drei beteiligten Länder zentral durch das Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg (Landesjustizprüfungsamt) organisiert. Zu den Schwerpunkten der Arbeitsbereiche der in den Justizbehörden eingesetzten Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger gehören Familien-, Grundbuch- und Betreuungsverfahren, Zwangsversteigerungs- und Insolvenzverfahren sowie Handels- und Vereinsregistersachen oder Nachlassangelegenheiten.

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neuer Studienjahrgang startet an der Hochschule für Polizei

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Verhaltene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Wirtschaft

Land stärkt Automotive-Standort im Rems-Murr-Kreis

Euro-Banknoten
Haushalt

Ratingagenturen bestätigen Spitzenbewertungen für das Land

Fünf Exemplare der Publikation „Kabinettsausschuss für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung – Abschlussbericht“
Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung im Land weiter gestärkt

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
Gesundheitsberufe

Neuer Weg ins Medizinstudium startet

Hand hält Smartphone mit geöffneter MeinELSTER+-App, die eine vorausgefüllte Steuererklärung und Abgabe per Klick zeigt, im hellen Bürohintergrund.
Steuern

Anmeldestart für Steuererklärung mit einem Klick

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

von links nach rechts: Herr Knödler von der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall, Justizministerin Marion Gentges und Herr Mack von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Justizvollzugsbeamte im Land

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
Wohnraumförderung

Bau von 3.367 Sozialwohnungen bewilligt

Landtag, Plenarsaal von oben
Landtagswahl

Endgültiges Ergebnis der Landtagswahl 2026