Landwirtschaft

FIONA-Antragssaison 2026 startet

Die 21. Antragssaison des Programms „Flächeninformation und Online-Antrag“ läuft vom 9. März bis zum 15. Mai 2026. Das Antragsverfahren wurde vor 20 Jahren digitalisiert und seitdem stetig weiterentwickelt und ausgebaut.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Landwirt pflügt ein Feld. Luftaufnahme mit einer Drohne. (Foto: Patrick Pleul / dpa)
Symbolbild

„Seit zwei Jahrzehnten steht FIONA (Flächeninformation und Online-Antrag) für ein praxisnahes und stetig weiterentwickeltes elektronisches Antragssystem im Rahmen des Gemeinsamen Antrags (GA). Nun feiert FIONA ein doppeltes Jubiläum: 20 Jahre elektronische Antragstellung und zehn Jahre integrierte, grafische Erfassung der landwirtschaftlich bewirtschafteten Förderfläche (FIONA-GIS – Geografisches Informationssystem)“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, zum Start der Antragssaison 2026.

Was 2006 mit dem Flächenverzeichnis und ab 2012 mit dem elektronischen Vollantrag als digitale Alternative zum papierbasierten Antragsverfahren begann, konnte schließlich mit dem Jahr 2015 als verbindliches Online-Antragsverfahren für den Gemeinsamen Antrag etabliert werden. Im Jahr 2016 kam die grafische Antragstellung hinzu, das heißt seitdem werden die Flächengrößen automatisch aus den im FIONA-GIS eingezeichneten Schlägen abgeleitet.

FIONA ist ein etabliertes Antragsportal

Kontinuierliche Funktionserweiterungen – insbesondere nutzerfreundliche Eingabemasken und eine praktische grafische Flächenerfassung, Hilfsfunktionen, Auswertungen und Prüfungen tragen maßgeblich zur Erhöhung der Antragsqualität bei und reduzieren Fehler in der Antragstellung. FIONA ist in Sachen Antragstellung inzwischen ein verlässlicher Partner für landwirtschaftliche Betriebe. Die Antragsteller werden mittels FIONA seit 2025 auch über die Ergebnisse von Feststellungen aus der Verwaltungs- und Vor-Ort-Kontrolle sowie über die Ergebnisse aus der Satellitendatenauswertungen (AMS) informiert.

FIONA wird auch zukünftig gezielt weiterentwickelt, um Bürokratie in der Antragstellung zu reduzieren sowie transparent und verständlich über Anforderungen und Kontrollen zu informieren.

Ein zentrales Anliegen von FIONA ist, eine einfache und anwenderfreundliche Bedienung zu gewährleisten, um Landwirtinnen und Landwirte nachhaltig zu entlasten.

FIONA-Start

In den vergangenen Tagen haben alle Antragsteller des Gemeinsamen Antrags 2025 sowie alle neu registrierten Nutzer die Informationen zu den Neuerungen im Antragsjahr 2026 (Merkblatt „Wichtige Informationen zum GA 2026“ (PDF)) und ein Schreiben des Ministers für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk mit Informationen zu aktuellen agrarpolitischen Themen per Post sowie per E-Mail über das Antragsteller-Postfach erhalten.

FIONA wird am 9. März 2026 für die Beantragung des Gemeinsamen Antrags 2026 geöffnet.

Weitere Informationen, Formulare und Merkblätter für den Gemeinsamen Antrag 2026 und FIONA sind im Infodienst abrufbar, insbesondere:

Neue Fördermaßnahmen und wichtige Anpassungen im FAKT II

Ab dem Antragsjahr 2026 werden die Maßnahmen „Förderung kleiner Strukturen“ (A3) und „Bewirtschaftung von Weinbausteillagen“ (C2) im Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (FAKT II) neu angeboten.

Bei Neuverpflichtungen von mehrjährigen Maßnahmen, die auch durch Erweiterungs- oder Umstiegsanträge entstehen können, beträgt die Verpflichtungslaufzeit nur noch drei Jahre. Zudem sind ab dem Antragsjahr 2026 die Anträge auf Neuverpflichtungen, Erweiterungen und Umstiege in höherwertige Maßnahmen im Rahmen des Gemeinsamen Antrags bis zum 15. Mai 2026 einzureichen. Einen zeitlich vorgelagerten Förderantrag gibt es für FAKT II und auch für Handarbeitsweinbau (HWB) ab dem Antragsjahr 2026 nicht mehr. Dies ist ein wichtiger Baustein zur Vereinfachung des Antragsverfahrens und wird die landwirtschaftlichen Betriebe bei der Antragstellung zeitlich entlasten.

Einreichungsfrist für den Gemeinsamen Antrag ist der 15. Mai 2026

Direkt nach der Einreichung des Antrags wird mittels Eingangsbestätigung über den erfolgreichen Eingang des Antrags in der Verwaltung informiert. Die Eingangsbestätigung ist auch in der FIONA-Dokumentenablage hinterlegt. Zusätzlich wird der Eingang des Antrags bei der zuständigen unteren Landwirtschaftsbehörde auch auf der FIONA-Statusseite angezeigt.

Nach dem elektronischen Einreichen eines Antrags ist eine weitere Bearbeitung unmittelbar möglich. Für bestimmte Fördermaßnahmen sind Nachweise einzureichen. Die erforderlichen Nachweise werden auf der Navigationsseite „Nachweise hochladen“ und in der Eingangsbestätigung unter Ziffer 6 aufgelistet. Dort ist auch der späteste Termin genannt, zu dem der jeweilige Nachweis einzureichen ist. Das Einreichen der Nachweise erfolgt in einem zweistufigen Verfahren: Zunächst sind die Nachweise im Abschnitt „Nachweise hochladen“ (Nachweise hochladen im Navigationsbaum) als jpg- oder pdf-Dokument hochzuladen. Im zweiten Schritt werden die Nachweise mit dem Gemeinsamen Antrag eingereicht. Alle hochgeladenen Nachweise werden automatisch beim Einreichen des Gemeinsamen Antrags miteingereicht. Ausnahme: Nachweise, die erst nach dem 30. September hochgeladen werden, können nur noch über die Funktion „Nachweise einreichen“ eingereicht werden, da die Funktion „Gemeinsamer Antrag einreichen“ nach dem 30. September nicht mehr zur Verfügung steht. Nachweise aus der Kategorie „Sonstiges“ können jederzeit während der FIONA-Saison unabhängig von einer Einreichung des Gemeinsamen Antrags über den Navigationsbaum unter „Einreichen“ über die Schaltfläche „Nachweise einreichen“ an die zuständige Untere Landwirtschaftsbehörde (ULB) übermittelt werden. Im FIONA-Navigationsbaum unter „Prüfen & Fehlerprotokoll“ wird zusätzlich auf die noch einzureichenden Nachweise hingewiesen.

Kommunikation über das Antragsteller-Postfach

Das Antragsteller-Postfach dient als zentrales digitales Kommunikationsmittel zwischen Antragstellern und der Landwirtschaftsverwaltung, über das Nachrichten im Rahmen des Gemeinsamen Antrags ausgetauscht werden können.

Das Antragsteller-Postfach ist erreichbar über

Wie erfolgt die Kommunikation über das Antragsteller-Postfach?

Prüfen Sie regelmäßig, ob im Antragsteller-Postfach neue Nachrichten vorliegen. Eine E-Mail-Benachrichtigung an Ihre E-Mail-Adresse können Sie einrichten.

Kontaktmöglichkeiten bei Fragen

Für fachliche Fragen zur Antragstellung über FIONA kontaktieren Sie bitte Ihre zuständige untere Landwirtschaftsbehörde über das Antragsteller-Postfach. Bei technischen Fragen (zum Beispiel Erreichbarkeit von FIONA, Browsereinstellungen et cetera) wenden Sie sich an den FIONA-Benutzerservice per Telefon unter 07154/9598-350 oder E-Mail.

Für die Bearbeitung Ihrer Anfrage werden neben einer genauen Beschreibung des Anliegens folgende Angaben benötigt: der betroffene Teil/Bereich (GIS, Maßnahmen et cetera), Ihre Unternehmensnummer und Ihren Namen. Die telefonischen Kontaktzeiten finden Sie online.

Weitere Meldungen

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Kommunale Wärmeversorgung mit Biogas in Weikersheim

Kühe stehen auf einer Weide.
Naturschutz

Jetzt für Landesnaturschutzpreis 2026 bewerben

Minister Winfried Hermann mit der AMEISE des Fraunhofer-Instituts
Autonomes Fahren

Autonomes Fahren im ÖPNV macht weiter Fortschritte

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Land stärkt Ländlichen Raum mit 112,4 Millionen Euro

Stethoskop vor farbig eingefärbtem Kartenumriss von Baden-Württemberg mit Schriftzug: The Ländarzt - Werde Hausärztin oder Hausarzt in Baden-Württemberg
Gesundheitsberufe

Bis 31. März 2026 für die Landarztquote bewerben

Naturschutzgebiet Wurzacher Ried
Naturschutz

Land kauft mehr Flächen für Natur- und Klimaschutz

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 24. Februar 2026

Studenten nehmen in einer Mensa ihr Mittagessen ein (Foto: © dpa).
Ernährung

Mehr regionale Bio-Produkte in Kantinen und Mensen

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Elektromobilität

Elektro-Carsharing für 66 Standorte

Apfelbäuerin Sonja Heimgartner, ehemalige Apfelkönigin für das Bodensee-Obst, füllt in einer Obstplantage Äpfel der Sorte Gala in eine Obstkiste. (Bild: Felix Kästle / dpa)
Landwirtschaft

Obstbau am Bodensee ist Teil der Identität des Landes

Landschaft von oben im Neckar-Odenwald-Kreis
Ländlicher Raum

Flurbereinigung in Ravenstein bedeutet Fortschritt und Zukunft

Eine Frau bei der Weinlese
Landwirtschaft

Einzelbetriebliche Investitionsförderung ab 2026

Eine Rötelmaus (Clethrionomys glareolus) im Schnee (Bild: © dpa).
Landwirtschaft

Pragmatischer Umgang bei der Bekämpfung von Schadnagern