Bundesgartenschau

Bundesgartenschau in Mannheim eröffnet

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von links nach rechts: Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Bundesgartenschau
von links nach rechts: Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Bundesgartenschau

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bundesgartenschau in Mannheim eröffnet. Unter dem Motto „Beste Aussichten“ werden bis zum 8. Oktober 2023 mehr als zwei Millionen Besucher erwartet.

1,3 Millionen Blumenzwiebeln, 2.023 Zukunftsbäume, eine Fläche so groß wie fast 150 Fußballfelder – und ein mahnender Appell des Bundespräsidenten zum Auftakt: Bei bestem Wetter hat die Bundesgartenschau (Buga) in Mannheim am Freitag, 14. April 2023, ihre Tore geöffnet. Bis zum 8. Oktober 2023 soll sie mehr als zwei Millionen Besucher anlocken. Unter dem Motto „Beste Aussichten“ rücken die Veranstalter nicht nur Blumen und Gärten in den Vordergrund, sondern auch die Zukunftsthemen Klima, Energie, Umwelt und Nahrungssicherung.

Als Buga-Schirmherr rief Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Eröffnungsfeier zum Erhalt und zur Pflege der Umwelt auf. Eine Gartenschau sei keineswegs eine nebensächliche Veranstaltung für Hobbygärtner und Erholungssuchende, sagte er. „Eine Gartenschau, das ist vielmehr Ermutigung und Verpflichtung. Hier wird uns buchstäblich die grundlegende menschliche Aufgabe vor Augen geführt, unsere Welt zu bewahren, zu hüten, behutsam zu gestalten.“ Jeder, der für ein paar Quadratmeter Garten verantwortlich sei, könne hier etwas tun. Steinmeier lobte den Vorbildcharakter der Buga in Mannheim: Hier könne man sehen, wie Stadtteile durch kluges Anlegen von Grünzügen eine spürbare Verbesserung von Lebensqualität erhielten, wie sich das Stadtklima nachhaltig verbessern lasse. Zudem werde gezeigt, wie neuer Wohnraum geschaffen und gestaltet werden kann.

Bundesgartenschau gibt wichtige Impulse

„Ich freue mich, dass die BUGA erneut in Baden-Württemberg zu Gast ist. Sie gibt wichtige Impulse zu den Themen Klima, Energie, Umwelt und Nahrungssicherung. Themen, die uns auf den Nägeln brennen und an denen wir intensiv arbeiten", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Jede Bundesgartenschau ist ein Kraftakt. Soviel Platz für Natur in einer dichtbesiedelten Gegend wie der Metropolregion Rhein-Neckar ist etwas Besonderes, bereichert das Leben und ist eine Chance für Klimaschutz und Stadtentwicklung in Mannheim“, so Kretschmann weiter.

„Diese Bundesgartenschau verbindet viele wichtige Themen, die nicht nur uns als Stadt bewegen“, sagte Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz. Auf dem ehemaligen Gelände der US-Army sei ein Frischluftkorridor geschaffen worden, eine „grüne Arterie“. Mannheim nehme auch international eine Vorreiterrolle ein. Kurz bezeichnete die Buga als Blumenschau, Lernort, Experimentierfeld und Sommerfest in einem.

Ziel ist nachhaltigste Bundesgartenschau

Die Mannheimer haben sich auf die Fahnen geschrieben, die nachhaltigste aller Bugas zu werden. Der Clou ist eine mit Ökostrom betriebene und an anderen Orten wieder verwendbare Seilbahn, die das ehemalige Kasernen-Gelände mit dem Luisenpark verbindet. Dort erwartet die Gäste unter anderem der preisgekrönte Kameliengarten.

Auf dem früheren Militärgelände greifen 19 Blumenhallenschauen verschiedene Themen auf. Der Chemiekonzern BASF aus der Nachbarstadt Ludwigshafen informiert über Lebensmittelverpackungen, Yogamatten und Fliesen aus recyceltem Material. Auf einem Experimentierfeld stehen 2.023 klimaresiliente Zukunftsbäume, die nach der Buga in der Stadt verteilt werden. Mit Themen wie Klimaschutz beschäftigen sich 17 Gärten. Das Projekt PeePower erforscht Stromgewinnung aus Urin.

Als architektonisches Glanzlicht gilt der Panoramasteg im Spinelli-Park. Von dem 81 Meter langen und 12 Meter hohen Steg kann man über die Stadt und das gesamte Buga-Gelände blicken. Mehr als 6.000 Veranstaltungen sind über die fast 180 Tage verteilt geplant, darunter Konzerte und ein eigens produziertes Musical über das Leben der Mannheimer Soulsängerin Joy Fleming (1944 bis 2017).

Nach 1975 ist Mannheim zum zweiten Mal Ausrichter der Buga. Schon am Eröffnungstag kamen in den ersten Stunden weit mehr als 7.000 Besucher und Besucherinnen. Über 58.000 Dauerkarten sind schon verkauft. Die Buga an sich kostete rund 60 Millionen Euro, die durch Ticketverkauf, Sponsoring und Verpachtungen wieder hereingeholt werden sollen. Hinzu kommen 135 Millionen Euro für verschiedene städtebauliche Projekte, die im Zusammenhang mit dem Mega-Event geplant wurden.

Bundesgartenschau in Mannheim

Quelle:

dpa mit \red

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