Coronavirus

Bericht aus der Corona-Lenkungsgruppe vom 19. Januar 2022

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Kinder- und Jugendarzt impft einen Jugendlichen mit dem Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer.

Die Lenkungsgruppe „SARS-CoV-2 (Coronavirus)“ hat sich in ihrer Sitzung am 19. Januar 2022 zur aktuellen Pandemie-Lage, insbesondere mit Blick auf die Omikron-Variante und die bevorstehenden Bund-Länder-Beratungen, beraten. Des Weiteren befasste sie sich mit der zukünftigen Impfinfrastruktur sowie dem Thema Impfpflicht.

Aktuelle Pandemie-Lage

Die Omikron-Variante ist deutlich ansteckender und führt schneller zu sehr hohen Infektionszahlen. Gleichzeitig ebbt die Krankenhausbelastung aus der Deltawelle ab und Omikron sorgt offenbar für weniger schwere Verläufe. Ob dies durch die Vielzahl neuer Fälle aufgewogen wird, steht noch nicht fest. Das Gesundheitsministerium informierte die Corona-Lenkungsgruppe darüber, dass die Auslastung der Intensivbetten derzeit auch weiter zurückgehe, dafür die Einweisungen in die Krankenhäuser (Hospitalisierung) nach einem Rückgang in den letzten Wochen voraussichtlich wieder ansteigen werden. Insofern würde der Faktor der Hospitalisierung im Vergleich zur Intensivbettenauslastung im weiteren Verlauf vermutlich eine stärkere Bedeutung als bisher erhalten. Beide Orientierungsparameter blieben aber auch im Zeitraum „Omikron“ weiter uneingeschränkt gültig, weil sie letztlich sicherstellten, dass Patienten in Baden-Württemberg angemessen behandelt werden können.

Zukünftige Impfinfrastruktur und Einbindung weiterer Akteure

Das Gesundheitsministerium berichtete über die Pläne bei der zukünftigen Impfinfrastruktur. Vergangene Woche berieten die Landrätinnen und Landräte mit dem Gesundheitsministerium die Fortsetzung der Impfkampagne. Gemeinsam soll evaluiert werden, wie die Impfinfrastruktur für die kommenden Monate aufgebaut sein sollte, um die wichtige Boosterkampagne, die weiterhin notwendigen Erstimpfungen, die Impfungen von Jugendlichen, von alten Menschen, aber auch die Pflicht-Impfungen bestimmter Berufsgruppen stemmen zu können. Das Ziel sei, die Infrastruktur robust und krisenfest, aber dennoch flexibel aufzustellen. Bis Anfang Februar soll feststehen, an welchen Standorten künftig feste Impfstützpunkte bestehen bleiben sollen und welche sozusagen im Stand by-Modus gefahren werden.

Einrichtungsbezogene Impfpflicht

Die Mitglieder der Lenkungsgruppe befassten sich zudem mit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht. § 20a des Bundes-Infektionsschutzgesetzes (IfSG) legt eine einrichtungsbezogene COVID 19-Impfpflicht für besonders schutzbedürftige Settings fest. Ziel der Regelung ist es, besonders vulnerable Personengruppen, die in den entsprechenden Einrichtungen oder Unternehmen behandelt, untergebracht, betreut oder gepflegt werden, vor einer COVID-19-Erkrankung zu schützen. In den entsprechenden Einrichtungen und Unternehmen bereits tätige Personen haben daher bis zum 15. März 2022 einen entsprechenden Nachweis (Impfnachweis, Genesenennachweis oder aber ein ärztliches Zeugnis über eine medizinische Kontraindikation, die eine Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 ausschließt) vorzulegen (§ 20a Absatz 2 Satz 1 IfSG). Kommen die betreffenden Personen ihren Nachweispflichten nicht nach, so hat die jeweilige Einrichtung oder das jeweilige Unternehmen hierüber unverzüglich das Gesundheitsamt zu unterrichten. Das Gesundheitsministerium berichtete in der Lenkungsgruppensitzung, dass sie dazu zeitnah weiter informieren werden.

Debatte zu Impflicht und Impfregister in der Landesvertretung in Berlin geplant

Der Bundestag führt kommende Woche eine erste Orientierungsdebatte über die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland durch. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich bereits im November 2021 für eine Corona-Impfpflicht ausgesprochen. Ein vom baden-württembergischen Staatsministerium beauftragtes Gutachten kommt zu dem Schluss, dass die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht verfassungsrechtlich zulässig ist. Im Zusammenhang mit der Impfpflicht wird auch die Schaffung eines Impfregisters diskutiert, welches die Gesundheitsminister der Länder bereits seit mehreren Jahren fordern. Als Impuls für die Debatten im Bundestag möchte das Gesundheitsministerium in einem digitalen Fachgespräch am 24. Januar 2022 gesundheitspolitische, rechtspolitische und datenschutzrechtliche Fragen der Umsetzung einer Impfpflicht und der Einführung eines Impfregisters mit Vertreterinnen und Vertretern aus Behörden in Land und Bund sowie dem Bundestag in den Blick nehmen.

Lenkungsgruppe „SARS-CoV-2 (Coronavirus)

Impfkampagne in Baden-Württemberg „dranbleibenBW“

Weitere Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Mit unserem Messenger-Service bekommen Sie immer alle Änderungen und wichtige Informationen aktuell als Pushnachricht auf Ihr Mobiltelefon.

Weitere Meldungen

Das Bild zeigt den neuen Dienststellenleiter der LVT BW Peter Siller frontal im Porträt.
Landesvertretung

Peter Siller neuer Dienststellenleiter der Landesvertretung beim Bund

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Eröffnung der Wanderausstellung der IBA'27 in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin
Städtebau

IBA’27-Ausstellung in Berlin eröffnet

Eine junge Frau wird geimpft.
Ärztliche Versorgung

Auswahlverfahren zur Landarztquote 2026 abgeschlossen

Eine Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Kein erhöhtes Risiko wegen West-Nil-Virus

In einer Wohngemeinschaft sitzen Studierende um den Küchentisch und unterhalten sich (Bild: © dpa).
Wohnraumförderung

Land fördert im Neubau bundesweit die meisten Wohnheimplätze

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen

von links nach rechts: Prof. Peter Middendorf (Rektor der Universität Stuttgart), Ministerpräsident Cem Özdemir, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Jan Hesthaven (Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT))
Sicherheit

Innovationen für Sicherheit, Verteidigung und Resilienz

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Start-up WOW Challenge
Start-up BW

BLACKPIN.IOT im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Erzieherin und Kind beim Lesen
Literatur

Frederick Tag 2026 gestartet

Vordere Reihe (von links nach rechts): Julia Hellmann, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt und Petra Klein  Hintere Reihe (von links nach rechts): Dr. Sarah Straub, Michael Kühn, Anne Stöhr, Panajotis Neuert und Claudia Österle
Justiz

Tag der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer 2026

Gesundes Essen bei der Zubereitung.
Ernährung

Impulse für eine gelungene Seniorenverpflegung

Ministerin Theresa Schopper (rechts) spricht zur Eröffnung der Netzwerkkonferenz Baukultur
Baukultur

Netzwerkkonferenz Baukultur 2026