Digitalisierungsminister Thomas Strobl hat vier Förderbescheide für den kommunalen Breitbandausbau in Höhe von insgesamt rund 38,4 Millionen Euro übergeben. Die Projekte dieser Förderrunde zeigen einmal mehr: Der Ausbau gigabitfähiger Netze geht in Baden-Württemberg konsequent voran.
„Leistungsfähige digitale Netze sind heute weit mehr als technische Infrastruktur. Sie sind die Grundlage für wirtschaftliche Stärke, gleichwertige Lebensverhältnisse, eine moderne Verwaltung – und zunehmend auch für die Resilienz unseres Landes. Jeder Euro, den wir in die digitale Infrastruktur investieren, ist eine Investition in die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs“, sagte Strobl bei der Übergabe der Förderbescheide.
Mit den geförderten Maßnahmen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar, Bodenseekreis und Rottweil entstehen 12.291 neue gigabitfähige Teilnehmeranschlüsse. Darunter sind neun Schulanschlüsse, 528 Anschlüsse für Unternehmen, zwölf Anschlüsse für öffentliche Einrichtungen sowie elf Anschlüsse in schwer erreichbaren Einzellagen.
Vier Projekte in drei Landkreisen
Die höchste Einzelförderung dieser Runde erhält der Zweckverband Breitbandversorgung Schwarzwald-Baar. Für den Ausbau in Villingen-Schwenningen stellt das Land rund 11,5 Millionen Euro bereit. Der Zweckverband hat vor Ort bereits zahlreiche Ausbauprojekte in den vergangenen Jahren angestoßen und umgesetzt. Die jetzige Förderung setzt diesen Ausbau konsequent fort.
Der Gemeindeverwaltungsverband Meersburg erhält rund elf Millionen Euro für den Breitbandausbau in Meersburg, Uhldingen-Mühlhofen, Daisendorf, Stetten und Hagnau. Das Beispiel zeigt, wie leistungsfähig interkommunale Zusammenarbeit gerade bei großen Infrastrukturprojekten sein kann.
Der Landkreis Rottweil wird mit rund 9,8 Millionen Euro gefördert. Unterstützt werden damit Ausbauprojekte in Rottweil und Schramberg. Gerade im ländlich geprägten Raum ist eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ein entscheidender Standortfaktor für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
Die Stadt Tettnang erhält rund sechs Millionen Euro für den Ausbau des schnellen Internets im Stadtgebiet. Mit dem Vorhaben werden dort zahlreiche Adresspunkte erschlossen, darunter auch eine erhebliche Zahl an Unternehmensstandorten.
„Schnelles Internet ist heute Teil der Daseinsvorsorge – wie Straßen, Wasser oder Strom. Gerade im ländlichen Raum zeigt sich, wie entscheidend eine leistungsfähige digitale Infrastruktur für Lebensqualität, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftschancen ist“, so Minister Thomas Strobl weiter.
Die bewilligten Maßnahmen sind Teil der Kofinanzierung zur Bundesförderung in der Gigabitförderung 2.0. Gefördert werden Gebiete mit einer Versorgung von weniger als 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download. Dabei gilt weiterhin der Grundsatz: Der eigenwirtschaftliche Ausbau hat Vorrang. Wo dieser nicht ausreicht, unterstützt das Land gezielt und verlässlich.
Breitbandförderung bleibt ein Schwerpunkt des Landes
Unter Berücksichtigung der aktuellen Bewilligungen hat das Land seit 2016 in Baden-Württemberg 3.788 Förderprojekte unterstützt. Dafür hat das Land rund 3,53 Milliarden Euro und der Bund weitere 3,85 Milliarden Euro bereitgestellt – zusammen rund 7,38 Milliarden Euro.
Mit dem Doppelhaushalt 2025/2026 hat das Land seine Investitionen in die digitale Infrastruktur nochmals deutlich verstärkt. Für diesen Zeitraum stehen insgesamt 1,1 Milliarden Euro für die Breitbandförderung zur Verfügung. Im Haushaltsjahr 2026 sind für Investitionen in die Breitbandinfrastruktur insgesamt rund 454 Millionen Euro vorgesehen.
„Wir setzen weiterhin auf den eigenwirtschaftlichen Ausbau. Wo der Markt nicht von selbst trägt, unterstützt das Land gezielt. So kommen wir Schritt für Schritt unserem Ziel näher, Baden-Württemberg flächendeckend mit Glasfaser zu versorgen“, sagte Minister Thomas Strobl.
Sein ausdrücklicher Dank gelte den Gemeinden, Städten, Landkreisen, Zweckverbänden sowie den Breitbandkoordinatorinnen und Breitbandkoordinatoren vor Ort: „Ohne diese professionelle Koordination und ohne langen Atem gäbe es keinen erfolgreichen Ausbau. Breitbandförderung ist echte Gemeinschaftsarbeit.“
















