Brexit

Wolf hofft weiter auf Brexit-Abkommen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Guido Wolf, Minister der Justiz und für Europa (Foto: © dpa)

Justiz- und Europaminister Guido Wolf hat sich im Landtag zu einem möglichen Abkommen zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union geäußert.

Europaminister Guido Wolf hat in der aktuellen Debatte des Landtags zum Brexit am Donnerstag, 17. Dezember 2020, zum Ausdruck gebracht, dass er bis zuletzt auf ein Austrittsabkommen mit Großbritannien hofft. Sollte dies nicht gelingen, ist die Europäische Union aus seiner Sicht jedoch vorbereitet.

Europaminister Wolf sagte: „Wir erinnern uns: der Vertrag hätte spätestens Mitte Oktober geschlossen werden sollen. Seither wird immer wieder neue Zeit eingeräumt. Wir haben uns damit die Chance erkauft, doch noch zum gegenseitigen Nutzen ein Abkommen zu erreichen. Das sollte es uns wert sein, auch wenn nun die Nerven auf allen Seiten blankliegen. Ich hoffe bis zuletzt auf ein Abkommen, das die wirtschaftlichen Auswirkungen abmildern und für fairen Wettbewerb sorgen würde.“

Bilaterale Zusammenarbeit mit Großbritannien

Wolf weiter: „Stand heute müssen wir uns aber mit den Auswirkungen beschäftigen, die das Ende der Übergangsphase zum 31. Dezember 2020 haben wird. Es werden vor allem die Unternehmen darunter leiden, die mit dem Vereinigten Königreich Handel betreiben. Baden-Württemberg profitiert bisher erheblich vom Handel mit Großbritannien im EU-Binnenmarkt. Klar ist: Ob mit oder ohne Handelsabkommen, es wird in jedem Fall zu Zollkontrollen für Wareneinfuhren aus Großbritannien kommen und damit zu mehr Verwaltungsaufwand für Unternehmen sowie zu längeren Lieferzeiten in den Logistikketten. Für den Fall des „No-Deal“ werden Notfallmaßnahmen zur Aufrechterhaltung des Luft- und Güterverkehrs erforderlich. Das sollten eigentlich alle vermeiden wollen.“

„Die Europäische Union (EU) wird weiter stark sein – auch ohne Großbritannien. Und trotzdem ist es für uns Europäer wichtig, die Briten eng an unserer Seite zu wissen. Wir in Baden-Württemberg wollen daher auch nach vorne blicken und schauen, in welchen Bereichen wir zukünftig gemeinsam mit den Briten bilateral zusammenarbeiten können – in der Wirtschaft, in der Forschung oder in der inneren Sicherheit.“

Weitere Meldungen

Landeskreditbank Baden-Württemberg
Jahresbilanz

L-Bank sieht hohen Bedarf an Unterstützung im Strukturwandel

Ein Messegast lässt sich eine so genannte ORC-Anlage erläutern.
Klimaschutz

Land fördert Energiefahrpläne für Unternehmen und Einrichtungen

Richter im Landgericht Stuttgart
Justiz

Neues KI-Werkzeug für effiziente Justizverfahren

Zitterpappel
Forst

Zitterpappel bereichert Wald und Bioökonomie

Ein Bauarbeiter schaut auf ein Gebäude, das als Testobjekt aus Recyclingbeton gebaut wird.
N!BBW

Neue Termine für Workshops „Nachhaltiges Bauen“

Neubau Kollegiengebäude 1, Pädagogische Hochschule Freiburg, Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten, Stuttgart
Holzbau

Klimafreundlich Bauen mit Holz

Ein Netzwerk-Kabelstecker leuchtet in der Netzwerkzentrale einer Firma zu Kontrollzwecken rot. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Sicherheit

Strobl begrüßt Einigung zur Speicherfrist von IP-Adressen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) und Tadeusz Matacz (rechts) stehen vor Fahnen und präsentieren die Verleihungsurkunde.
Auszeichnung

Ehrentitel Professor an Tadeusz Matacz

Renato Gigliotti
Polizei

Neue Leitung für das Polizeipräsidium Ravensburg

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Industrielle Innovation

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Logo von Start up BW
Start-up BW

Auswahl für Start-up BW Pre-Seed steht

Verleihung Gigabitkommune@BW
Breitbandausbau

33 weitere Gigabitkommunen

Breitbandübergabe
Digitalisierung

38,4 Millionen Euro für den kommunalen Breitbandausbau

Projektteam, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges (Dritte von links), Direktorin des Amtsgerichts Nürtingen Dr. Sabine Kienzle-Hiemer (Vierte von links), Dr. Markus Volz Vizepräsident des Landgerichts Stuttgart (5. v. l.)
Justiz

Pilotprojekt „Zivilgerichtliches Online-Verfahren“ gestartet

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Dr. Edwin Ernst Weber (rechts) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Staufermedaille an Dr. Edwin Ernst Weber