Radverkehr

Neuer Radweg zwischen Rottenburg-Dettingen und Ofterdingen

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Minister Winfried Hermann auf dem Baden-Wuerttemberg Fahrrad (Bild: Grafitti)

Eine Wichtige Lücke im Radwegenetz zwischen Rottenburg-Dettingen und Ofterdingen an der L 385 ist geschlossen worden. Dadurch sei das Radfahren in der Region wieder ein Stück attraktiver geworden, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann, anlässlich der Verkehrsfreigabe.

Verkehrsminister Winfried Hermann hat gemeinsam mit Klaus Tappeser, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Tübingen, sowie Stephan Neher, Oberbürgermeister der Stadt Rottenburg und Joseph Reichert, Bürgermeister der Gemeinde Ofterdingen, den Radweg zwischen Rottenburg-Dettingen und Ofterdingen an der Landesstraße 385 (L 385) für den Verkehr freigegeben.

Der Radweg zwischen Rottenburg-Dettingen und Ofterdingen ist Teil des Radwegebauprogramms beziehungsweise Maßnahmenplans 2017-2020 des Landes und des Radwegenetzkonzeptes des Landkreises Tübingen. „Um die Attraktivität des Fahrradverkehrs in Baden-Württemberg zu steigern, baut die Landesregierung die Radverkehrsinfrastruktur aus. Wir werden die Verkehrsverhältnisse für die Radfahrerinnen und Radfahrergrundlegend verbessern, vor allem sicherer gestalten. Deshalb unternimmt das Verkehrsministerium große Anstrengungen, den Ausbau des Radwegenetzes in ganzen Land voranzubringen. Der Lückenschluss an der L 385 ist ein gutes Beispiel für sicheren und schnellen Radverkehr zwischen Ortschaften“, so Minister Hermann.

„Ich freue mich, dass wir heute den Radweg, der seit mehr als 20 Jahren auf der Wunschliste der beiden Kommunen steht, für den Verkehr freigeben. Wir stärken damit insbesondere die Sicherheit des Radverkehrs, da nun nicht mehr auf der vielbefahrenen L 385 geradelt werden muss“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser.

Große Bedeutung für den Freizeit- und Alltagsradverkehr

Im November 2017 wurde mit den Arbeiten für den Neubau des 4,2 Kilometer langen Radweges zwischen Rottenburg-Dettingen und Ofterdingen an der L 385 begonnen. Die bereits bestehenden Wege waren nicht durchgängig für den Radverkehr geeignet. Mit dem Ausbau wurde nun eine durchgängige Radwegverbindung durch die FFH-Gebiete des „Rammerts“ und des Naturschutzgebiets „Katzenbach-Dünnbachtal“ geschaffen. Im Bereich eines neu gebauten Abschnitts des Radwegs wurde auch eine neue Aluminiumkonstruktion über den Katzenbach erstellt. Des Weiteren wurden fünf bestehende Brückenbauwerke saniert und mit neuen radverkehrskonformen Geländern ausgestattet. Für den Freizeit- und Alltagsradverkehr ist der neue Radweg von großer Bedeutung, da er eine Lücke im bestehenden Radwegenetz schließt.

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme betragen rund 1,41 Millionen Euro. Der Löwenanteil von 1,31 Millionen Euro werden vom Land Baden-Württemberg getragen. Die restlichen Kosten für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen an den bestehenden Brücken kommunaler Baulast finanzieren die Stadt Rottenburg am Neckar und die Gemeinde Ofterdingen. In deren Baulast geht auch mit Abschluss der Bauarbeiten der Großteil des Radweges über.

Weitere Informationen

Im Auftrag des Regierungspräsidiums Tübingen wurde die Baumaßnahme durch die Stadt Rottenburg am Neckar umgesetzt. Der rund 4,2 Kilometer lange Radwegeabschnitt beginnt auf Gemarkung Rottenburg-Dettingen, 2,5 Kilometer südöstlich des Dettinger Ortszentrums im Gewann Seidenbrunnen. Er endet mit der Anbindung an den Kreisverkehr nach der Ortseinfahrt von Ofterdingen. Rund 2,2 Kilometer wurden nach dem Prinzip des geringstmöglichen Eingriffs entweder als straßenbegleitender Weg mit bituminöser Befestigung oder als ein von der L 385 abgerückter Weg mit wassergebundener Befestigung neu gebaut. Zur Reduzierung der Eingriffe in die vorhandenen Schutzgebiete verläuft der Rest der Strecke auf dem bestehenden, in der Regel forstwirtschaftlichen Wegenetz. Die bestehenden Wege wurden zum Teil ausgebaut.

Der jetzt fertiggestellte Radweg verläuft auch durch die FFH-Gebiete des „Rammerts“ und das Naturschutzgebiet „Katzenbach-Dünnbachtal“. Als Ausgleich für die in Anspruch genommenen Flächen sind naturschutzrechtliche Kompensationsmaßnahmen vorgesehen. Hierzu zählt beispielsweise die Wiederherstellung von Biotopen und von lebensraumtypischen Waldbeständen.

Während der gesamten Bauarbeiten konnten die Verkehrsteilnehmer die L 385 befahren. Für einzelne Bauabschnitte wurden jedoch eine halbseitige Sperrung der L 385 Ampelregelung erforderlich.

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