Digitalisierung

Weitere 72,9 Millionen Euro für schnelles Internet im Land

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Eine Hand hält ein Leerrohrbündel mit Glasfaserkabeln eines Breitband-Versorgers. (Foto: © dpa)

Das Land stellt weitere 72,9 Millionen Euro für schnelles Internet in Baden-Württemberg bereit. Gefördert werden unter anderem Glasfaseranschlüsse für 94 Schulen. Seit 2016 wurden mehr als fünf Milliarden Euro in den Breitbandausbau im Land investiert.

„Baden-Württemberg ist eine der Herzkammern der deutschen und der europäischen Wirtschaft. Nirgendwo gibt es mehr Hidden-Champions als bei uns. Deshalb ist eine flächendeckende Breitbandversorgung alternativlos – und deshalb setzen wir unsere Investitionsoffensive in die Gigabit-Infrastruktur nahtlos fort. Wir fördern den Breitbandausbau in unseren Landkreisen und Kommunen heute mit weiteren rund 73 Millionen Euro“, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl am Donnerstag, 19. Oktober 2023, anlässlich der Übergabe von Förderbescheiden im Panoramasaal des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg in Stuttgart.

Digitalisierungsminister Thomas Strobl übergab 41 Zuwendungsbescheide für 28 Zuwendungsempfänger aus 13 Landkreisen in Höhe von 72.901.913,20 Euro. In Summe entstehen mit den Förderanträgen 13.323 Teilnehmeranschlüsse. Darunter fallen 94 Schulen, 1.618 Anschlüsse für Gewerbebetriebe, 32 Anschlüsse für öffentliche Einrichtungen und ein Anschluss für ein Krankenhaus.

Glasfaseranschlüsse für weitere 94 Schulen im Land

„Für moderne Bildungseinrichtungen sind Glasfaseranschlüsse unerlässlich. Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen der digitalen Welt vorbereiten. Zukünftig müssen alle Schulen in der Lage sein, digitale Anwendungen wie Virtual Reality und interaktive, digitale Lernmethoden zu nutzen. Dazu müssen sie zwingend an die Daten-Autobahn angeschlossen sein. Deshalb freue ich mich, dass wir nun weitere 94 Schulen mit Glasfaser versorgen“, erklärte Minister Thomas Strobl.

Seit 2016 hat das Land Baden-Württemberg rund 2,59 Milliarden Euro und der Bund weitere 2,80 Milliarden Euro, also zusammen rund 5,39 Milliarden Euro, für die Förderung von 3.546 Projekten zur Verfügung gestellt.

Ausgewählte geförderte Projekte

Die höchste Fördersumme für ein Einzelprojekt erhält der Antragsteller BLS Sigmaringen mbH & Co. KG in Höhe von 11.154.000,00 Euro für den Ausbau der grauen Flecken (Förderung von Gebieten mit einer Downloadgeschwindigkeit von weniger als 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) in der Stadt Sigmaringen im Betreibermodell. Die Bewilligung erfolgt mit dem Graue-Flecken-Förderprogramm als 40-prozentige Anteilsfinanzierung des Landes. 50 Prozent der Gesamtfinanzierung – 13.942.500,00 Euro – fördert der Bund. Der Antragsteller trägt einen Eigenanteil von 10 Prozent.

Bei dieser Übergabe hat Minister Thomas Strobl acht Bescheide für den Aufbau von acht Teilabschnitten des überörtlichen Backbone-Netzes (dem leistungsstarken Rückgrat des Internets) im Bodenseekreis in Höhe von 2.747.415,00 Euro übergeben.

Anträge bei der originären Landesförderung sind überwiegend Backbone-Anträge. Die Tendenz zeigt deutlich, dass sich der Fibre to the Building(FTTB)-Ausbau fast komplett auf die Kofinanzierungsprogramme verlagert hat.

Eine weitere Besonderheit dieser Übergaberunde ist, dass der überwiegende Teil der Kofinanzierungsanträge (sowohl im Graue-Flecken-Förderprogramm als auch im Weiße-Flecken-Förderprogramm) das Wirtschaftlichkeitslückenmodell bevorzugen. Diese Tendenz zeigt, dass der FTTB-Ausbau zum großen Teil in Zusammenarbeit mit privatwirtschaftlichen Unternehmen stattfindet.

Übersicht der neu geförderten Breitbandprojekte (PDF)

Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen: Breitbandausbau

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