Reiseland

Tourismus weiter auf Erholungskurs

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine junge Frau trägt einen traditionellen Bollenhut.

Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamts hat sich der Tourismus in Baden-Württemberg in den ersten drei Quartalen 2022 wieder deutlich nach den beiden von der Corona-Pandemie beeinträchtigten Vorjahren erholt. 

Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes kamen im Zeitraum Januar bis September 2022 in den Beherbergungsbetrieben in Baden-Württemberg rund 6,9 Millionen bzw. 83,8 Prozent mehr Gäste an als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 14,4 Millionen bzw. 56,2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2021.

Insgesamt wurden von Januar bis September 2022 rund 15,2 Millonen Ankünfte und 40,0 Millionen Übernachtungen gemeldet. Damit gelangte das Niveau des Zeitraums Januar bis September 2019 mit damals 17,8 Millionen Ankünften und 44,2 Millionen Übernachtungen wieder in Sichtweite.

Übernachtungen nähern sich wieder dem Vorkrisenniveau an

Anlässlich der Veröffentlichung der Tourismusbilanz des Statistischen Landesamt erklärte Staatssekretär Dr. Patrick Rapp: „Die Zahl der Übernachtungen in Baden-Württemberg nähert sich wieder dem Vorkrisenniveau an. Bei regionaler Betrachtung ist deutlich zu erkennen, dass der Städtetourismus weiterhin stark von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen ist und sich der Ländliche Raum in den ersten drei Quartalen 2022 deutlich besser erholt hat. Erfreulich ist, dass das Reisegebiet Württembergisches Allgäu-Oberschwaben im Zeitraum Januar bis September 2022 bei der Zahl der Übernachtungen das Vorkrisenniveau erreichen konnte.“

Mit Blick auf die anstehende Wintersaison betonte Rapp: „Die Tourismusbranche blickt mit Sorge auf die kommenden Wintermonate. Insbesondere steigende Kosten, Personalmangel und die Unsicherheit über den Verlauf der Corona-Pandemie stellen die Leistungsträgerinnen und Leistungsträger vor Herausforderungen. Mit einem Liquiditätsprogramm wollen wir als Landesregierung kleinere und mittlere Unternehmen unterstützen und Lücken schließen, die das Härtefallprogramm von Bund und Ländern nicht ausreichend abdeckt.“

Im Jahresverlauf 2022 stiegen die Übernachtungszahlen insbesondere von Januar bis Mai deutlich an. Auch für die touristische Hochsaison zeichnete sich eine Erholung ab. Da sich die Übernachtungszahlen bereits im Jahr 2021 in den traditionell übernachtungsstärksten Sommermonaten Juni, Juli, August und September spürbar erholt hatten, fielen die aktuellen Veränderungsraten hier im Verhältnis geringer aus. Insgesamt bilanzierte der Landestourismus für den Zeitraum Januar bis September 2022 aufgrund der stark gestiegenen Übernachtungszahlen deutlich über dem Vorjahresergebnis.

Im Zeitfenster Januar bis September 2022 verzeichneten alle neun Reisegebiete des Landes eine deutliche Steigerung der Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen lag landesweit im Schnitt um 56,2 Prozent über dem Vergleichszeitraum 2021, allerdings noch immer um 9,6 Prozent unter dem von Januar bis September 2019.

Nach Reisegebieten änderten sich die Übernachtungszahlen im Vergleich mit dem Vorjahr (bzw. mit 2019) wie folgt:

  • Region Stuttgart +93,9 Prozent (gegenüber 2019: -20,7 Prozent)
  • Nördliches Baden-Württemberg +61,3 Prozent (-17,1 Prozent)
  • Nördlicher Schwarzwald +60,3 Prozent (-9,9 Prozent)
  • Schwäbische Alb +56,5 Prozent (-8,9 Prozent)
  • Württembergisches Allgäu-Oberschwaben +52,0 Prozent (+0,1 Prozent)
  • Mittlerer Schwarzwald +51,0 Prozent (-3,7 Prozent)
  • Südlicher Schwarzwald +50,6 Prozent (-5,7 Prozent)
  • Bodensee +34,8 Prozent (-0,5 Prozent)
  • Hegau +21,9 Prozent (-5,7 Prozent)

Auch bei der regionalen Betrachtung ist zu beachten, dass die Referenzwerte aus dem Vorjahreszeitraum weit unter jenen von 2019 lagen. Der Abstand hat sich mit den Zuwächsen in 2022 für alle Reisegebiete jedoch deutlich verringert. Im Reisegebiet Württembergisches Allgäu-Oberschwaben lagen die Übernachtungszahlen in Zeitraum Januar bis September 2022 sogar wieder auf dem Niveau von 2019.

Quelle:

Statistisches Landesamt / Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus

Weitere Meldungen

Portrait Annette Pehnt
Kunst

Annette Pehnt erhält Johann-Peter-Hebel-Preis 2026

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eltern und Kinder turnen in einer Sporthalle in Berlin.
Sport

Mehr als 600 Millionen Euro für Sportvereine und -verbände

Menschen gehen auf einem Uferweg am Bodensee spazieren.
Tourismusinfrastruktur

Land fördert 38 kommunale Tourismusprojekte

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 24. Februar 2026

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (rechts) übergibt Albrecht Kruse (links) das Bundesverdienstkreuz.
Wirtschaft

Bundesverdienstkreuz für Albrecht Kruse

Die Altstadt von Meersburg am Bodensee.
Tourismus

Zahl der Gäste im Land erreicht Rekordhoch

Schloss Heidelberg
Historische Monumente

Vier Millionen Besucher bei Staatlichen Schlössern und Gärten

Eine S-Bahn der Deutschen-Bahn fährt Richtung Stuttgart. (Bild: © picture alliance/Tom Weller/dpa)
SPNV

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

Holger Neinhaus und Arne Braun
Kunst und Kultur

Holger Neinhaus bleibt geschäftsführender Vorstand am ZKM

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Furtwangen bewilligt

Marktplatz Heilbronn, Videoschutz
Sicherheit

Landtag gibt Kommunen mehr Möglichkeiten zum Videoschutz

Marktplatz in Waiblingen
Städtebauförderung

270,63 Millionen Euro für 319 Städtebaumaßnahmen