Auszeichnung

Staufermedaille für Tänzer Ray Lynch

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Vorderseite der Staufermedialle mit Inschrift „Die Staufer + 1079 - 1268“ und Thronbild von Kaiser Friedrich I. Barbarossa sowie Rückseite mit Drei-Löwen-Wappen des Landes Baden-Württemberg. (Bild: Land Baden-Württemberg)

Staatssekretärin Petra Olschowski hat den Tänzer Ray Lynch mit der Staufermedaille des Landes ausgezeichnet. Er schafft es, vor allem junge Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen für den Tanz zu begeistern und ihnen damit neue künstlerische Ausdrucksweisen zu ermöglichen.

Für seinen engagierten und erfolgreichen Einsatz im Bereich Tanz, Pädagogik, Gesang und Entertainment ist der Choreograph Ray Lynch mit der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Kunststaatssekretärin Petra Olschowski überreichte die Ehrung am Sonntag, 19. September, im Namen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Ray Lynch prägt Generationen von jungen Menschen

„Ray Lynch ist ein großartiger Vermittler und ein Ausnahmetalent im Bereich Tanz, der es schafft, für die vielfältigen Facetten des zeitgenössischen Tanzes zu begeistern und Menschen in Bewegung zu bringen“, sagte Petra Olschowski. „Mit der New York City Dance School hat er Generationen von jungen Menschen geprägt; mit ihm kam der amerikanische Stepptanz und der Jazz-Dance nach Stuttgart.“

Die Staufermedaille wird vom Ministerpräsidenten verliehen und würdigt Verdienste um das Gemeinwohl, die weit über die beruflichen Pflichten hinaus erbracht werden. „Ich freue mich, Ray Lynch die Staufermedaille überreichen zu können und so sein außerordentliches Engagement zu würdigen. Er schafft es, Menschen – vor allem Jugendliche – für die tänzerische Bewegung zu begeistern und seine Leidenschaft weiterzugeben. Er trägt somit einen wichtigen Teil dazu bei, Tanz als lebendige Kulturform in der Gesellschaft zu verankern“, so Petra Olschowski.

Lebenslauf Ray Lynch

Ray Lynch ist am 06.10.1943 in Brooklyn, New York, USA geboren. Bereits als Vierjähriger erhielt er seinen ersten Tanzunterricht in der Tanzschule eines Onkels und trat mit seiner Schwester auf. Mit acht Jahren begann er eine umfangreiche Tanzausbildung, die neben Stepptanz auch Jazz Dance, Interpretationstanz und Ballroom Dancing umfasste. Unter anderem besuchte er die Fred Astaire Ballroom School und erhielt Engagements an der Brooklyn Academy of Musics und der New Yorker Carnegie Hall.

Seinen Wehrdienst leistete Ray Lynch in Stuttgart-Vaihingen ab und trat in den Recreation Clubs der US-Army auf. Er tourte in den 1960er und 1970er Jahren mit der Gruppe Bamboos durch ganz Europa, bevor er 1975 in Stuttgart die New York City Dance School eröffnete. Hier unterrichtete er latein-amerikanische und amerikanische Tänze und nahm später auch Stepptanz in das Programm auf.

Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde

Medienwirksame Aufmerksamkeit erzielte Ray Lynch mit der ersten Tap-O-Mania Veranstaltung in Stuttgart, die mit 6.951 gleichzeitig steppenden Menschen sogar eine gleichartige Veranstaltung in New York übertraf, im TV gewürdigt wurde und einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde erzielte. Ein weiteres Highlight in der Tänzerkarriere von Ray Lynch war das „Tap Dance Concerto“ im Jahr 1992 zusammen mit dem Symphonieorchester Hagen. Im Jahr 2006 wurde das Leben von Ray Lynch als Tanzlehrer, Choreograph und Entertainer verfilmt und wird unter dem Titel „Ray’s Tap Back“ immer wieder in verschiedenen Sendern ausgestrahlt.

Seit dem Jahr 2005 hat Ray Lynch die künstlerische Leitung des Projektes „Ein Musical“ übernommen. In diesem, vom Jugendamt Stuttgart – Abteilung Erziehungshilfen – initiierten Projekt erarbeiten jeweils circa 60 Kinder und Jugendliche, die in stationären Einrichtungen leben oder aufgrund belastender Familienverhältnisse ambulant betreut werden sowie Pflegekinder alle zwei Jahre ein Musical und präsentieren dies bei zwei Aufführungen in Stuttgart.

Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg

Die Staufermedaille ist eine persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung. Mit der Staufermedaille werden Verdienste um das Gemeinwohl geehrt, die über die eigentlichen beruflichen Pflichten hinausgehen.

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