Schlösser und Gärten

Sitzmann übergibt restaurierte und sanierte Schlosskirche des Residenzschlosses Rastatt

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Innenraum der Schlosskirche Rastatt nach Sanierung (Foto: Atelier Dirk Altenkirch)

Finanzministerin Edith Sitzmann hat die sanierte und restaurierte Schlosskirche des Barockschlosses Rastatt feierlich an die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg übergeben. Sie kann künftig bei Führungen besichtigt werden.

24 Jahre war die Schlosskirche des Barockschlosses Rastatt für die Öffentlichkeit geschlossen. Elf Jahre davon waren Restauratorinnen und Restauratoren damit beschäftigt, das barocke Monument wieder instand zu setzen. An diesem Freitag hat Finanzministerin Edith Sitzmann die sanierte und restaurierte Kirche feierlich an die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg übergeben. Sie kann künftig bei Führungen besichtigt werden.

„Extra schön bis in die feinsten Details der Ausstattung – so ist uns die Schlosskirche heute erhalten“, sagte die Finanzministerin in Rastatt. Sie griff damit einen Anspruch der Markgräfin Sibylla Augusta auf. Diese hatte die Kirche zwischen 1720 und 1723 errichten lassen und sie sich „extra schön und keineswegs schlechter als die Schlosszimmer“ gewünscht. „Ich freue mich, dass Besucherinnen, Besucher und vor allem die Menschen aus Rastatt selbst die Schlosskirche nun wieder in ihrer ganzen barocken Schönheit erleben können“, so Sitzmann. Mit der Eröffnung der Kirche sei die Barockresidenz Rastatt als einzigartiges Ensemble zu bestaunen.
Während der vergangenen elf Jahre wurde die Kirche umfangreich saniert und restauriert. In zwei Bauabschnitten investierte das Land Baden-Württemberg rund 4,2 Millionen Euro in den Erhalt des Monuments. „Damit fielen die Kosten um rund eine Million Euro niedriger aus, als zu Beginn der Arbeiten geschätzt“, stellte die Ministerin fest.

Neue Technik nahezu unsichtbar in die historische Bausubstanz integriert

Nach der Schließung der Kirche 1993 waren zunächst umfassende Untersuchungen und Abstimmungen mit der Denkmalpflege und Kunsthistorikerinnen und Kunsthistorikern notwendig. 2006 begannen die Sanierungsarbeiten. In einem ersten Bauabschnitt wurde die Kirche im Wesentlichen statisch ertüchtigt und das Dach wurde saniert. Im Vorgriff auf den zweiten Bauabschnitt erfolgte auch die Sanierung des barocken Deckenfreskos im Innenraum.

Im zweiten Bauabschnitt wurde das gesamte Kircheninnere restauriert. Neben der Raumschale mit ihren vielfältigen Oberflächen wurden unter anderem die Altarbilder überarbeitet und die Orgel instandgesetzt. Um den Erhalt des Gebäudes langfristig gewährleisten zu können, waren zudem technische Ergänzungen erforderlich. Sie tragen dazu bei, das Raumklima zu stabilisieren. Zur optimalen Steuerung von Temperatur und Licht wurden eine elektrische Heizung unter den Kirchenbänken, eine Luftabsaugung über den Glockenturm sowie an einigen Fenstern zusätzliche Glasscheiben zur Verdunkelung installiert. Die speziellen Glasscheiben machen es möglich, den Lichteinfall in die Kirche per Knopfdruck zu regeln. Die Wärmeeinstrahlung kann auf zehn Prozent und schädigende UV-Strahlung auf nahezu Null reduziert werden. „Die neue Technik wurde behutsam und nahezu unsichtbar in die historische Bausubstanz integriert“, betonte die Finanzministerin. „Die sanierte Schlosskirche ist ein gelungenes Beispiel, wie Altes und Neues ineinander greifen und sich harmonisch ergänzen können.“

Bei Führungen der Staatlichen Schlösser und Gärten können die Glasscheiben von einem lichtundurchlässigen in einen durchsichtigen Modus umgestellt werden. Unterstützt wird die Raumwirkung durch eine LED-Beleuchtung, die das Deckenfresko, die Seitenaltäre und den Hauptaltar ausleuchtet. Für Sitzmann trägt das alles zu einer „eindrucksvollen Präsentation des Kirchenraums für die Besucherinnen und Besucher“ bei.

Finanzministerium: Die Geschichte der Sanierung in Bildern

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