Frauen- und Kinderschutz

Rund sieben Millionen Euro für Frauen- und Kinderschutzhäuser

Das Land fördert den Bau von drei neuen Frauen- und Kinderschutzhäusern mit rund sieben Millionen Euro. Damit werden die Landkreise Esslingen und Ludwigsburg sowie die Stadt Ravensburg dabei unterstützt, Schutzplätze einzurichten.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Frau sitzt zum Fenster blickend in einem Frauenhaus auf einem Bett.
Symbolbild

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration fördert den Bau von drei neuen Frauen- und Kinderschutzhäusern in Baden-Württemberg mit rund sieben Millionen Euro. Dies gab Sozialminister Manne Lucha bekannt. Mit der Förderung unterstützt die Landesregierung die Landkreise Esslingen und Ludwigsburg sowie die Stadt Ravensburg dabei, neue Schutzplätze für insgesamt bis zu 43 Frauen und Kinder einzurichten.

Gewalt gegen Frauen ist ein Verbrechen

„Gewalt gegen Frauen ist ein Verbrechen und eine Menschenrechtsverletzung. Daher braucht es ausreichend Schutzplätze für Betroffene und ihre Kinder. Mit dem Bau von drei neuen Frauen- und Kinderschutzhäusern werden wir den Schutz von Frauen und Kindern vor häuslicher Gewalt weiter ausbauen“, so Sozialminister Manne Lucha.

Die Landkreise Esslingen und Ludwigsburg setzen sich gemeinsam mit den örtlichen Frauen- und Kinderschutzhäusern seit Jahren für den Bau eines zusätzlichen Schutzhauses ein, allerdings wurden beide im Rahmen des Bundesinvestitionsprogramms „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ trotz Befürwortung des Landes nicht berücksichtigt. In Ravensburg wird mit dem Bau eines neuen Frauen- und Kinderschutzhauses der drohende Wegfall von Schutzplätzen aufgrund des maroden Zustands der alten Immobilie verhindert.

Gewalthilfegesetz konsequent umsetzen

„Ich freue mich, dass wir durch die Landesförderung das Angebot an Schutzplätzen in Baden-Württemberg erhöhen und damit das Gewalthilfegesetz, das ab dem Jahr 2032 den Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung bei häuslicher Gewalt vorsieht, konsequent umsetzen. Die Landesregierung wird das Hilfesystem in Baden-Württemberg ausbauen und das Netz der Frauenhäuser und Beratungsstellen verdichten. Wir wollen Schutz und Unterstützung bei akuter Gefährdung sicherstellen und Gewaltkreisläufe durch Prävention und Beratung durchbrechen“, so Lucha weiter.

Land übernimmt 75 Prozent der Baukosten

Im Landkreis Esslingen übernimmt das Land mit einer Förderung von rund 1,8 Millionen Euro 75 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro. Geplant ist der Umbau und die Sanierung einer zusätzlichen Immobilie in ein barrierefreies, nicht anonymes Frauen- und Kinderschutzhaus mit zwölf Plätzen. Das Frauen- und Kinderschutzhaus im Landkreis Esslingen betreibt die Caritas Region Fils-Neckar-Alb des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V.

Im Landkreis Ludwigsburg unterstützt die Landesregierung das vom Verein Frauen für Frauen e. V. betriebene Frauen- und Kinderschutzhaus mit einer Förderung von rund 2,8 Millionen Euro. Damit werden ebenfalls 75 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro für den Umbau und die Sanierung einer zusätzlichen Immobilie für weitere 15 bis 18 Frauen- und Kinderschutzplätze übernommen.

In Ravensburg ist der Neubau eines Frauen- und Kinderschutzhauses mit 13 Plätzen (inklusive barrierefreiem Appartement) und ein Notbettzimmer vorgesehen. Der Neubau ersetzt das bisherige Frauen- und Kinderschutzhaus, das sich in einem schlechten Zustand befindet. Die geplante Appartementstruktur lässt beispielsweise auch die Aufnahme von Frauen mit älteren Söhnen zu. Der Verein Frauen und Kinder in Not e. V. betreibt dieses Frauen- und Kinderschutzhaus. Das Land übernimmt hier rund 2,4 Millionen Euro, was ebenfalls 75 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 3,2 Millionen Euro entspricht.

Die Fertigstellung der drei Frauen- und Kinderschutzhäuser ist im Jahr 2027 geplant.

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration: Frauen noch besser vor Gewalt schützen

Weitere Meldungen

Gruppenfoto auf Bühne: Minister Oliver Hildenbrand mit den Gründungsmitgliedern des Landesbündnis gegen Einsamkeit.
Zusammenhalt

Baden-Württemberg gründet Bündnis gegen Einsamkeit

Logo
Gründungsförderung

Start-up BW Pre-Seed nimmt weitere Unternehmen auf

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Pilotkommunen erproben verbesserte Zusammenarbeit im Krisenfall

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Mobilität

Carsharing-Förderung diesmal auch für Hybridfahrzeuge

Neubau der Kindertagesstätte Wilhelm-Enßle-Straße
Städtebauförderung

Ortsmitte in Geradstetten erfolgreich saniert

Im alten Fabrikensemble der Eisenlohr’schen Werke in Dettingen an der Erms sind mit Hilfe der Städtebauförderung 67 neue Wohnungen entstanden.
Städtebauförderung

Ortskern in Dettingen an der Erms modernisiert

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Wirtschaftsnahe Forschung

9,7 Millionen Euro für Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Eröffnung der Wanderausstellung der IBA'27 in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin
Städtebau

IBA’27-Ausstellung in Berlin eröffnet

Eine Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Kein erhöhtes Risiko wegen West-Nil-Virus

In einer Wohngemeinschaft sitzen Studierende um den Küchentisch und unterhalten sich (Bild: © dpa).
Wohnraumförderung

Land fördert im Neubau bundesweit die meisten Wohnheimplätze

Kuh friss Gras
Landwirtschaft

Antragstellung auf Futtermittelhilfe 2026 läuft an

Streuobst
Streuobst

Land fördert Streuobst-Projekte mit 500.000 Euro

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Start-up WOW Challenge
Start-up BW

BLACKPIN.IOT im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“