Ländlicher Raum

Projekt „Erreichbarkeits­sicherung im Ländlichen Raum“ startet

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Symbolbild: Ländlicher Raum. (Bild: Elke Lehnert / Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz)

Das Land und drei Modelllandkreise starten die Zusammenarbeit am Projekt „Erreichbarkeitssicherung im Ländlichen Raum“. Dabei soll die Erreichbarkeit von Standorten der Daseinsvorsorge durch ein digitales Werkzeug bewertet werden.

„Unsere verantwortungsvolle und vorausschauende Strukturpolitik für den Ländlichen Raum trägt auch dafür Sorge, dass die Erreichbarkeitsverhältnisse in den ländlichen Kommunen auf lange Sicht auf einem tragfähigen Niveau bleiben“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, beim Projektauftakt mit den drei teilnehmenden Landkreisen Sigmaringen, Tuttlingen und Zollernalbkreis in Balingen (Zollernalbkreis). Vielfach würden verlässliche und objektive Daten fehlen, um mit Sicherheit beurteilen zu können, wie sich Entscheidungen über eine Veränderung von Standorten der Daseinsvorsorge oder von öffentlichen Verkehrsangeboten letztendlich auf die Erreichbarkeitssituation der betroffenen Bevölkerungsgruppen auswirken würden. Das Projekt „Erreichbarkeitssicherung im Ländlichen Raum“ könne hier Abhilfe schaffen.

„Unser Ziel ist es, unser für den Landkreis Calw modellhaft entwickeltes digitales Werkzeug zur Bewertung der Erreichbarkeit von Standorten der Daseinsvorsorge auf seine Praxistauglichkeit in einer größeren Gebietskulisse zu erproben“, sagte Minister Hauk.

Landkreise sehen im Projekt große Chancen

Zur Teilnahme am Projekt bereit erklärt haben sich die überwiegend ländlich geprägten Landkreise Sigmaringen, Tuttlingen und der Zollernalbkreis. „Wir sehen in dem digitalen Werkzeug, dass hier erprobt und weiterentwickelt werden soll, eine breite Palette an zukünftigen Anwendungsfeldern. Hiervon werden nicht nur die Kreise selbst, sondern auch unsere Gemeinden profitieren. Dass wir die Möglichkeit haben, uns in das Projekt maßgeblich miteinzubringen, freut uns daher sehr“, fasste der Landrat des Zollernalbkreises Günther-Martin Pauli die Position der beteiligten Landkreise zusammen.

„Als Bindeglied zu den Gemeinden im Land sind die Landkreise für uns bedeutende Partner. Sie sind Dreh- und Angelpunkt vieler Planungsprozesse vor Ort und stoßen erfolgreich interkommunale Prozesse an. Dass sie sich bei diesem Projekt einbringen, ist daher essentiell. Für die aktive Zusammenarbeit möchte ich den drei beteiligten Kreisen daher schon jetzt meinen Dank aussprechen“, betonte Minister Hauk.

Projekt soll ein Zwischenschritt sein

„Das Digitalisierungsprojekt ‚Erreichbarkeitssicherung im Ländlichen Raum‘ bietet ein Planungswerkzeug zur Entscheidungsunterstützung bei Strategie- und Maßnahmenplanungen der Infrastruktur an. Es kann durch eine objektive Abbildung räumlicher Zustände und Entwicklungen zur Versachlichung von Debatten beitragen“, erklärte Prof. Dr.-Ing. Markus Friedrich vom Institut für Straßen- und Verkehrswesen der Universität Stuttgart, der mit der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts betraut ist.

„Wir sind von diesem Planungstool und den Möglichkeiten, die es den Planern und Mandatsträgern vor Ort eröffnet, überzeugt. Wir sehen das aktuelle Projekt als einen Zwischenschritt an, der es ermöglichen soll, das Werkzeug, sofern es sich bewährt, auch weiteren Kreisen und Gemeinden im Land zur Verfügung zu stellen“, betonte Minister Hauk.

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