Polizei

Polizei leistete in rund 1.000 Fällen Erste-Hilfe

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein automatisierter externer Defibrillator (AED) in einem Kasten (Bild: © Carolin Eckenfels/dpa)

Das Innenministerium hat im vergangenen Jahr erstmalig die Zahl der Erste-Hilfe-Maßnahmen durch Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten erfasst. Die Auswertung zeigt: Die Polizei ist oftmals auch Lebensretter.

„Durch eine neue Auswertemöglichkeit haben wir nun schwarz auf weiß, was wir schon lange wussten: Unsere Polizistinnen und Polizisten sind wahre Lebensretter. Gerade bei Unglücksfällen oder bei Gewalttaten gehen sie dabei oft auch ein Risiko für ihre eigene Gesundheit ein“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl.

Erstmalig hat das Innenministerium für das Jahr 2023 eine strukturierte Erfassung eingeführt. Diese ermöglicht es, Erste-Hilfe-Maßnahmen auszuwerten. Die nun erfolgte Auswertung ergab für das vergangene Jahr insgesamt rund 1.000 Erste-Hilfe-Leistungen durch die Polizei Baden-Württemberg. Dabei sind

  • rund 850 Erste-Hilfe-Maßnahmen und lebensrettende Sofortmaßnahmen wie Wundversorgung, Wärmeerhalt, Verbände und Druckverbände, Versorgung bei epileptischen Anfällen, Betreuungsmaßnahmen und stabile Seitenlagen,
  • 95 Reanimationen sowie
  • 46 Versorgungen stark blutender Wunden dokumentiert.

Die hierbei versorgten Verletzungsbilder entstanden nicht nur bei rein medizinischen Notfällen, sondern auch bei Gewalttaten und Verkehrsunfällen. In diesen oft dynamischen und gefährlichen Situationen führte das professionelle Handeln der Polizeibeamtinnen und -beamten nachweislich in mindestens 15 Fällen unmittelbar zur Rettung von Menschenleben.

Polizei für den Notfall gut ausgebildet und ausgerüstet

Alle Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Einsatz sind grundsätzlich als polizeiliche Ersthelfer ausgebildet. Diese Kenntnisse und Fähigkeiten frischen sie regelmäßig auf. Den Beamtinnen und Beamten steht zudem eine Erste-Hilfe-Ausstattung zur Verfügung, die lebensrettende Sofortmaßnahmen ermöglicht. Kern dieser Ausstattung bildet das sogenannte „Essential Individual First Aid Kit“. Die Essential Individual First Aid Kits enthalten neben einem Tourniquet zum Abbinden des Blutflusses unter anderem auch Thorax-Pflaster, Rettungsdecken und einen Notfalldruckverband. Die Streifenwagen der Polizei Baden-Württemberg sind durchweg mit dieser Erste-Hilfe-Ausrüstung ausgestattet. Darüber hinaus stehen den Dienststellen sogenannte Notfallrucksäcke zur Verfügung, die Ausstattungsgegenstände für weitergehende Rettungsmaßnahmen enthalten, wie zum Beispiel weitere Tourniquets, Notverbände, Kompressen und einen Beatmungsbeutel. Landesweit hat das Innenministerium in den Jahren 2015 und 2016 rund 5.000 EIFAKs und 472 Notfallrucksäcke beschafft.

„Unsere Polizistinnen und Polizisten sind Freund und Helfer in jeder Notlage, das zeigt die erste Auswertung der Erfassung eindrucksvoll. Unsere Beamtinnen und Beamten bekommen in der Aus- und Fortbildung und im Einsatztraining die Fertigkeiten gelehrt, die sie brauchen und sie haben die richtige Ausrüstung, um die Sicherheit der Menschen in Baden-Württemberg auch in medizinischen Notlagen zu gewährleisten. Unsere Polizei in Baden-Württemberg ist jeden Tag dreimal im Erste-Hilfe-Einsatz – und schützt auch so Gesundheit und Leben“, erklärte Innenminister Thomas Strobl mit Blick auf die Ergebnisse der aktuellen Auswertung.

Weitere Meldungen

Justizminister Moritz Oppelt (rechts) auf der Justizministerkonferenz
Justiz

Reform der Politikerbeleidigung gefordert

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 in Stuttgart verliehen

Landgericht Ulm
Justiz

Richterin aus Baden-Württemberg zur Bundesrichterin gewählt

Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis in Deizisau im Landkreis Esslingen ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur. (Bild: dpa)
Gesundheitsreform

Nachbesserungen bei Kranken­versicherung-Reform gefordert

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

Innenminister Manuel Hagel (Mitte) besucht das Reutlinger Umspannwerk, in dem es in der Nacht gebrannt hatte.
Stromausfall

Ermittlungen nach Brand in Reutlinger Umspannwerk

Bevölkerungsschutztag 2026
Bevölkerungsschutz

Land richtet bundesweiten Bevölkerungsschutztag aus

Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
Gesundheitsschutz

Wenn Hitze zur Gesundheitsgefahr wird

Eine Mitarbeiterin eines Pharmahändlers bestückt in Stuttgart-Münster in Baden-Württemberg eine Kommissioniermaschine.
Wirtschaft

Investitionen in Pharmaindustrie wandern ab

Promotionsfahrzeug Mehr Leben im Eigenheim
Wohnraumoffensive

Online-Dialog zu „Mehr Leben im Eigenheim“ am 25. Juni

Organspendeausweis
Organspende

Zahl der Organspenden im Land steigt leicht

Eine asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Stechmückensaison hat begonnen

Abgebildet ist das Logo zum Förderprogramm "Inklusionstaler". In einem Kreis finden sich viele kleine Punkte in allen Farben. Auf halber Höhe steht rechts der Schriftzug "Inklusionstaler" in weiß auf blauem Grund.
Menschen mit Behinderung

Land fördert Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Eine Frau befestigt einen „Rauchen-Verboten“-Aufkleber an einer Scheibe (Bild: © dpa).
Nichtraucherschutz

Neue Regeln für Raucherinnen und Raucher vom 1. Juni an