Justiz

Neuer Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe

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Von links nach rechts: Ministerialdirektor Elmar Steinbacher, Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe Jörg Müller und Justizministerin Marion Gentges
Von links nach rechts: Ministerialdirektor Elmar Steinbacher, Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe Jörg Müller und Justizministerin Marion Gentges

Jörg Müller ist neuer Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe. Er folgt auf Alexander Riedel, der im Jahr 2022 in den Ruhestand getreten war.

Jörg Müller ist neuer Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe. Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges hat ihm am 14. Juli 2023 die Ernennungsurkunde überreicht und zu seinem neuen Amt gratuliert. Er folgt auf den Präsidenten des Oberlandesgerichts außer Dienst Alexander Riedel, der im Jahr 2022 in den Ruhestand getreten war.

Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges sagte: „Jörg Müller ist ein herausragender Jurist, der sich durch seinen Ideenreichtum und sein beeindruckendes Engagement auszeichnet. Nicht nur wegen seines Organisationstalents und seiner Führungserfahrung, sondern vor allem auch aufgrund seines strategischen und zukunftsgewandten Denkens ist er für die Aufgaben des Oberlandesgerichtspräsidenten bestens geeignet.“

Wechsel vom Landgericht Karlsruhe

Jörg Müller wechselt vom Landgericht Karlsruhe, dem er seit 2015 vorgestanden hatte. Dort verantwortete er die flächendeckende Einführung der elektronischen Akte an den Amts- und dem Landgericht des Gerichtsbezirks und ordnete an dem von ihm geleiteten Gericht die organisatorischen Strukturen im Führungsbereich neu. Eine von ihm initiierte Arbeitsgruppe „LG 25“ ging der Frage nach, wie die Arbeit an einem Landgericht perspektivisch organisiert werden kann.  

Marion Gentges weiter: „Ob ‚Legal Tech‘, innovative Formen des Zusammenarbeitens oder Vernetzung in modernen Projektstrukturen: Man darf immer davon ausgehen, dass Jörg Müller sich damit fundiert auseinandergesetzt und die Frage gestellt hat, ob und wie solche Entwicklungen für die Justiz nutzbar gemacht werden können.“

Jörg Müller wird das Oberlandesgericht Karlsruhe mit 226 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter über hundert Richterinnen und Richtern leiten. Dem Bezirk des Oberlandesgerichts gehören zudem neun Landgerichte und 52 Amtsgerichte mit insgesamt rund 750 Richterinnen und Richtern an. In den Zuständigkeitsbereich des Oberlandesgerichts fällt auch die Personal- und Ausbildungsverantwortung für sämtliche Servicekräfte, Wachtmeister, Gerichtsvollzieher, Rechtspfleger und Bezirksnotare im Gerichtsbezirk. Insgesamt sind es im Bezirk über 3.700 Bedienstete der Justiz.

Jörg Müller

Nach seinem Jurastudium in Tübingen und Wales sowie dem Referendariat in Tübingen trat Jörg Müller im Jahr 1995 in den baden-württembergischen Justizdienst ein. Er war zunächst bei dem Amtsgericht Waiblingen, dem Landgericht Stuttgart und danach bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart tätig, bevor er im Jahr 1999 an das Justizministerium abgeordnet wurde. Dort war er zunächst als Referent in der Strafrechtsabteilung tätig und übernahm 2002 die Leitung des Personalreferats für den höheren Justizdienst des Oberlandesgerichtsbezirks Karlsruhe. Hier war er unter anderem verantwortlich für die Besetzung der Gerichte und Staatsanwaltschaften im Oberlandesgerichtsbezirk Karlsruhe, betreute daneben aber etwa auch sämtliche Personal- und Grundsatzangelegenheiten der baden-württembergischen Notariate. Im Jahr 2008 wechselte Jörg Müller als Präsident des Amtsgerichts an das Amtsgericht Karlsruhe. Im Jahr 2015 folgte die Ernennung zum Präsidenten des Landgerichts Karlsruhe, dem größten Landgerichtsbezirk im badischen Landesteil. Jörg Müller ist 58 Jahre alt.

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