Denkmalpflege

Nacht und Tag des offenen Denkmals 2025

Am 14. September findet der Tag des offenen Denkmals 2025 statt. Ausrichter für die Nacht des offenen Denkmals am 13. September ist Mannheim. Eine neue digitale Denkmalkarte bietet Informationen zu Kulturdenkmalen im Land.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
von links nach rechts: LAD-Präsident Prof. Dr. Claus Wolf, Ministerin Nicole Razavi und Mannheims Oberbürgermeister Christian Specht

Nicole Razavi, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen hat gemeinsam mit Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege (LAD) im Regierungspräsidium Stuttgart, und dem Mannheimer Oberbürgermeister Christian Specht in der Mannheimer Sternwarte das Programm zur landesweiten Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals und der anschließenden Nacht des offenen Denkmals am 13. und 14. September 2025 vorgestellt. Außerdem wurde die neue digitale Denkmalkarte freigeschaltet, die Informationen zu Kulturdenkmalen in Baden-Württemberg frei zugänglich macht.

Ministerin Nicole Razavi sagte: „Unsere Denkmale sind mehr als alte Mauern, Erdhügel oder Hochaltäre – sie sind gelebte Geschichte, sichtbare Erinnerung, Wahrzeichen und Heimat. Ihr Wert bemisst sich nicht in Zahlen, sondern in dem, was sie für uns bedeuten: Heimat, Kultur, Orientierung. Ob weltberühmtes Schloss oder unscheinbares Fachwerkhaus – sie sind unbezahlbar und unersetzlich.“

Die feierliche Auftaktveranstaltung findet am Samstag, 13. September 2025, ab 17 Uhr im Stadthaus N1 in Mannheim statt. Die Eröffnungsveranstaltung sowie der am Sonntag, 14. September 2025, folgende bundesweite Tag des offenen Denkmals stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?!“.

Eröffnungsfeier und Nacht des offenen Denkmals

Das Oststadt Theater im Stadthaus N1 bietet dem Publikum etwa 360 Sitzplätze. Eine vorherige Anmeldung zur Teilnahme am Festakt wird daher empfohlen. Die etwa einstündige Eröffnungsfeier wird neben Grußworten und Ansprachen von Ministerin Nicole Razavi, Oberbürgermeister Christian Specht und dem Präsidenten des Landesamts für Denkmalpflege, Prof. Dr. Claus Wolf, durch ein Rahmenprogramm des Nationaltheaters und der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mannheim begleitet. Im Anschluss an den Festakt können von 18 bis 24 Uhr rund 50 kostenfreie Aktionen rund um die Denkmale und historischen Orte der barocken Planstadt erkundet werden.

Oberbürgermeister Specht blickt mit Vorfreude auf die landesweite Eröffnung mit anschließender Nacht des offenen Denkmals: „Wir freuen uns sehr, dass Mannheim in diesem Jahr Gastgeberstadt für die Nacht des offenen Denkmals ist. Hier können wir sichtbar machen, wie vielfältig, lebendig und wertvoll unser kulturelles Erbe ist – von weithin bekannten Wahrzeichen bis hin zu versteckten Schätzen, die sonst kaum zugänglich sind. Unsere Denkmale sind bedeutende Identitätsstifter – auch wenn ihr Erhalt oft große Herausforderungen mit sich bringt. Umso wichtiger ist es, gemeinsam Lösungen zu finden, damit sie auch in Zukunft lebendig bleiben und unsere Stadt prägen.“

Das von der Stadt Mannheim und dem LAD entwickelte Programm beinhaltet diverse Aktionen wie Führungen, Stadttouren, Konzerte, Performances, Rundgänge, Filmvorführungen und andere Besucherangebote. Neben dem Wahrzeichen Mannheims, dem Wasserturm, und anderen prominenten Denkmalen wie der Multihalle, dem Museumsschiff und dem Alten Rathaus öffnen auch weniger bekannte Denkmale ihre Türen, so zum Beispiel der Börsensaal in der Musikschule, das Herschelbad, das Stadthaus N1 mit der Zentralbibliothek sowie der Bunker K5. Das Hauptprogramm während der Nacht des offenen Denkmals findet in den Quadraten und einigen ausgewählten Satelliten statt.

Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des LAD, sagte vor diesem Hintergrund: „Mannheim, als prächtige Residenzstadt visionär geplant und heute als zweitgrößte Stadt Baden-Württembergs, hat ein breites Spektrum an Denkmalen zu bieten. Vom Schillerhaus aus dem 18. Jahrhundert bis hin zu jungen Denkmalen wie dem Stadthaus N1 aus dem 20. Jahrhundert – alle Denkmale sind wertvoll. Besonders beeindruckend finde ich, dass sich in der gesamten Kernstadt das historische Straßennetz erhalten hat, die ‚Mannheimer Quadrate‘ – das wohl beständigste Zeugnis von mehr als 400 Jahren bewegter Geschichte.“

Für einige Aktionen besteht eine Teilnahmebegrenzung, sodass eine Anmeldung erforderlich ist. Im Nachtprogramm finden Interessierte unter der jeweiligen Aktion die Anmeldeadressen.

Digitale Denkmalkarte ist online

Auch die Mannheimer Sternwarte wird bei der Nacht des offenen Denkmals geöffnet. An diesem sowohl für die Landesdenkmalpflege als auch für die Landesvermessung bedeutsamen Ort wurde passenderweise ein neues Angebot des Geoportals Baden-Württemberg präsentiert: die neue Denkmalkarte des Landes. „Eine Fülle an Informationen zum reichen kulturellen Erbe unseres Landes ist jetzt erstmalig für alle Bürgerinnen und Bürger öffentlich einsehbar“, so Ministerin Razavi bei der Vorstellung des Informationsangebotes.

„Damit bietet das Land Baden-Württemberg ein innovatives und aktuelles Informationsangebot zu Kulturdenkmalen an, das es bisher so nicht gab. Die Daten sind unkompliziert auf dem PC, dem Tablet oder dem Smartphone jederzeit abrufbar und erklären uns allen, warum diese Objekte schützenswert sind“, sagte die Ministerin bei der offiziellen Freischaltung des Informationsangebotes.

Alle Daten sind georeferenziert, das heißt, sie können über die interaktiven Kartenoberflächen des Geoportals Baden-Württemberg lokalisiert und abgerufen werden. Das LAD hat dazu die bestehenden Texte vereinheitlicht, sodass sich der zentrale Denkmalwert zu jedem einzelnen Objekt unmittelbar erschließt.

Live ausprobieren lässt sich das neue Informationsangebot zum Beispiel am kommenden Wochenende in der Nacht beziehungsweise am Tag des offenen Denkmals, der landesweit in der Kurpfalzmetropole Mannheim eröffnet wird. Die digitale Denkmalkarte kann auch an vielen anderen der über 8.000 geöffneten Angebote am Tag des offenen Denkmals erprobt werden. Auch beim alltäglichen Flanieren durch Stadt und Land lässt sie sich anwenden, um direkt Informationen über ein Denkmal abrufen zu können. Für Anmerkungen oder wichtige Hinweise gibt es eine Meldefunktion beim LAD.

Das Geoportal wird vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) kostenlos bereitgestellt, um Geodaten aus den verschiedensten Fachbereichen von Landesverwaltung und Kommunen für jedermann zugänglich zu machen und in Karten visualisieren zu können. Damit kann die Denkmalkarte sogar vor dem Hintergrund des Digitalen Luftbildatlas des Landes mit Luftbildern der vergangenen Jahrzehnte betrachtet werden.

Razavi und Lindlohr auf Denkmalreise

Quelle:

Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg / Regierungspräsidium Stuttgart / Stadt Mannheim

Weitere Meldungen

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

Holger Neinhaus und Arne Braun
Kunst und Kultur

Holger Neinhaus bleibt geschäftsführender Vorstand am ZKM

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Furtwangen bewilligt

Marktplatz Heilbronn, Videoschutz
Sicherheit

Landtag gibt Kommunen mehr Möglichkeiten zum Videoschutz

Marktplatz in Waiblingen
Städtebauförderung

270,63 Millionen Euro für 319 Städtebaumaßnahmen

Ländlicher Raum
Ländlicher Raum

Modernisierung Ländlicher Wege ist Zukunftssicherung

Gruppenbild Pou der Hinematioro mit Māori
Kunst und Kultur

Ahnenbild kehrt nach 250 Jahren zu den Māori zurück

Logo der Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“
Wettbewerb

Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ zu vergeben

Die Altstadt von Meersburg am Bodensee.
Tourismus

Nationale Tourismusstrategie setzt klaren Kurs auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
Kabinettsausschuss

46 Maßnahmen gegen Hass und Hetze

CMT 2026 Tourismustag
Tourismus

Tourismus kann 2025 hohes Niveau halten

Ein Wanderer betrachtet bei Bad Urach den Uracher Wasserfall. (Bild: dpa)
Geodaten

Neue App „BW mobil“ auf der CMT vorgestellt

Freilichtspiele auf einer Treppe
Kunst und Kultur

Land stärkt Festspiele mit zusätzlich 320.000 Euro