Wohnimmobilien

Mögliche Nachbesserungen für Immobilienkredite begrüßt

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Edith Sitzmann, Finanzministerin (Bild: © dpa)

Baden-Württembergs Finanzministerin Edith Sitzmann, Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback haben es begrüßt, dass Bundesjustizminister Heiko Maas die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie nachbessern möchte.

„Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, wenn Hürden für Seniorinnen und Senioren bei der Kreditvergabe aus dem Weg geräumt werden“, sagten sie. „Es ist aber auch nur ein einzelner Schritt von dem, was nötig wäre, um die Kreditversorgung für Häuslebauer, Käuferinnen und Käufer von Wohneigentum und für diejenigen, die ihre Wohnung oder ihr Haus sanieren wollen, insgesamt wieder zu verbessern. “

Mitte Oktober 2016 hatten die Landesregierungen von Baden-Württemberg, Hessen und Bayern einen Gesetzentwurf in den Bundesrat eingebracht, der konkrete Vorschläge für Korrekturen an der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie macht. Diese Vorschläge gehen weit über das hinaus, was der Bundesjustizminister angekündigt hat.

Aus Sicht der drei Länder hat die eingebrachte Gesetzesinitiative bereits einen ersten wichtigen Teilerfolg bewirkt. Der Bundesjustizminister ist nach seinen anfänglichen Widerständen gegen die notwendigen Nachbesserungen nun doch bereit, tätig zu werden. Überdies ist er sogar bereit, wie von den drei Ländern gefordert, durch gesetzliche Nachbesserungen tätig zu werden. „Das sind die richtigen Signale, aber das reicht für die vielen Betroffenen bei Weitem noch nicht aus“, so Sitzmann, Schäfer und Bausback. Sie erklärten: „Es ist weiterhin unser Ziel, dass alle Änderungserfordernisse, die wir in der Gesetzesinitiative aufzählen, in einem Zuge Berücksichtigung finden. Wenn wir jetzt nur Teile des Gesamtproblems anpacken, ist das mit Sicherheit der falsche Ansatz. Die Lösungen für die zahlreichen, bekannten Probleme liegen bereits fertig auf dem Tisch und müssen nun umgesetzt werden.“

In einem aktuellen Schreiben an Maas bieten die Ministerin und die beiden Minister der Bundesregierung an, bei den Nachbesserungen in einem konstruktiven Dialog mitzuwirken. Dabei gelte: „Nachbesserungen dürfen aus Sicht von Baden-Württemberg, Hessen und Bayern jedoch nicht auf halber Strecke enden“, so Sitzmann, Schäfer und Bausback.

„Es ist mir wichtig, dass wir bei der Kreditversorgung für Wohnimmobilien rasch zu einer deutlichen Verbesserung kommen“, sagte Finanzministerin Sitzmann. „Denn selbst genutztes Wohneigentum ist ein wesentlicher Beitrag zur Alterssicherung. Das gilt gerade in einer Zeit, in der die gesetzliche Rente wegen des demografischen Wandels und die private Altersvorsorge wegen der niedrigen Zinsen vor großen Herausforderungen stehen.“

Die Ministerin und die beiden Minister fordern daher von Bundesjustizminister Maas unter anderem, dass die für Seniorinnen und Senioren bestehenden Schwierigkeiten bei der Finanzierung eines altersgerechten Umbaus ihrer Wohnimmobilie konsequent ausgeräumt werden. „Wir müssen alles dafür tun, damit Seniorinnen und Senioren mit wertvoller Immobilie und kleiner Rente nicht mehr von der Kreditvergabe ausgeschlossen werden“, so Finanzminister Schäfer.

Handlungsbedarf sehen Sitzmann, Schäfer und Bausback auch bei Regelungen, die vor allem junge Familien und Menschen mit schwankendem Einkommen wie Selbstständige betreffen: „Für diese Personengruppen ist der Erwerb selbstgenutzter Wohnimmobilien eine hervorragende Absicherung für spätere Zeiten. Gerade jungen Familien sollten bei der Finanzierung keine unnötigen Steine in den Weg gelegt werden“, stellte Justizminister Bausback fest.

Auch eine Änderung bei den Anschlussfinanzierungen scheint auf Bundesebene nicht beabsichtigt zu sein. „Derzeit besteht die Gefahr, dass Menschen wegen einer nachträglichen gesetzlichen Änderung ihre Wohnung verlieren könnten“, erklärte Finanzministerin Sitzmann. Denn für eine Anschlussfinanzierung bestehender, älterer Kreditverträge könnte eine weitere Kreditwürdigkeitsprüfung nach den neuen, verschärften Regelungen nötig werden. Sie appelliert daher gemeinsam mit Hessens Finanzminister und Bayerns Justizminister: „Banken müssen die Möglichkeit bekommen, ihren Kundinnen und Kunden auch in schlechten Zeiten zur Seite zu stehen.“

Weitere Meldungen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 in Stuttgart verliehen

Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis in Deizisau im Landkreis Esslingen ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur. (Bild: dpa)
Gesundheitsreform

Nachbesserungen bei Kranken­versicherung-Reform gefordert

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
Gesundheitsschutz

Wenn Hitze zur Gesundheitsgefahr wird

Eine Mitarbeiterin eines Pharmahändlers bestückt in Stuttgart-Münster in Baden-Württemberg eine Kommissioniermaschine.
Wirtschaft

Investitionen in Pharmaindustrie wandern ab

Promotionsfahrzeug Mehr Leben im Eigenheim
Wohnraumoffensive

Online-Dialog zu „Mehr Leben im Eigenheim“ am 25. Juni

Organspendeausweis
Organspende

Zahl der Organspenden im Land steigt leicht

Eine asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Stechmückensaison hat begonnen

Abgebildet ist das Logo zum Förderprogramm "Inklusionstaler". In einem Kreis finden sich viele kleine Punkte in allen Farben. Auf halber Höhe steht rechts der Schriftzug "Inklusionstaler" in weiß auf blauem Grund.
Menschen mit Behinderung

Land fördert Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Eine Frau befestigt einen „Rauchen-Verboten“-Aufkleber an einer Scheibe (Bild: © dpa).
Nichtraucherschutz

Neue Regeln für Raucherinnen und Raucher vom 1. Juni an

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Moderate Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Logo von Start up BW
Start-up BW

OSORA medical im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Teilnehmende der Jugend- und Familienministerkonferenz 2026 sitzen mit Blick auf mehrere kreisförmig angeordnete Bildschirme an einem großen Konferenztisch.
Jugend und Familie

Land setzt Schwerpunkte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheitsschutz

Temperaturanstieg und hohe UV-Strahlung am Pfingstwochenende