Digitalisierung

Eine Million Euro für „Digitallotsen“

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Zwei Männer arbeiten gemeinsam an einem Computer.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert das Projekt „Digitallotsen“ mit einer Million Euro ab sofort für drei Jahre. Die Digitallotsen sollen kleine und mittlere Unternehmen bei Fragen zur Digitalisierung unterstützen.

Baden-Württemberg soll seine Spitzenstellung bei der Digitalisierung der Wirtschaft weiter ausbauen. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut will kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die noch digitale Neulinge sind, auf ihrem Weg zur Wirtschaft 4.0 unterstützen. Deswegen fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau das Projekt „Digitallotsen“ mit einer Million Euro ab sofort für drei Jahre. Die Digitallotsen sollen mit ihren jeweiligen Konzepten die KMU bei Fragen zur Digitalisierung unterstützen. Die Projekte werden beim Handwerk, Handelsverband, Hotel- und Gaststättenverband und beim Virtual Dimension Center Fellbach, einem Kompetenznetzwerk für Virtuelles Engineering, angeboten.

„Die Digitalisierung aller Branchen ist das zentrale wirtschaftspolitische Thema für die kommenden Jahre. Vor allem viele kleine und mittlere Unternehmen sind beim Thema Digitalisierung noch zurückhaltend und brauchen niederschwellige Unterstützungsangebote. Mit der Förderung der Digitallotsen wollen wir zur Entwicklung konkreter Lösungsansätze beitragen“, sagte Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Übergabe der Förderbescheide.

Mit dem Förderaufruf im Februar 2016 wurden die Kammern und Wirtschaftsverbände im Land aufgefordert, landesweite Konzepte zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen bei Fragen zur Digitalisierung zu entwickeln. Die KMU im Land sollen so einen Überblick über die technologischen Entwicklungen bekommen und individuelle Lösungsansätze entwickeln – etwa bei der Einführung der elektronischen Rechnung bis hin zur Entwicklung zukünftiger Geschäftsmodelle. Zu den konkreten Unterstützungsmaßnahmen gehören unter anderem Informationsmaterialien über Digitalisierungs-Workshops, individuelle Einstiegsberatungen oder auch der Aufbau eines Paten-Netzwerks.

„Der innovative Mittelstand im Südwesten ist ein zentraler Baustein für die wirtschaftliche Stärke Baden-Württembergs und somit auch eine tragende Säule für die Wirtschaft 4.0. Mit den Digitallotsen wollen wir die KMU in der ganzen Fläche Baden-Württembergs erreichen und ihnen passgenaue Unterstützungsangebote an die Hand geben. Es ist wichtig, dass sich die Unternehmen mit dem Thema Digitalisierung und den damit verbundenen Fragen auseinander setzen. Nur so können wir Baden-Württembergs nationale und internationale Spitzenposition und Wettbewerbsfähigkeit vorantreiben“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut.

„Mit dem Digitallotsen können wir wichtige Impulse und Informationen in die Breite des Handwerks tragen. Insbesondere kleine und Kleinstunternehmen des Handwerks werden von dem niederschwelligen Angebot profitieren, das landesweit zur Verfügung stehen wird. Damit ermöglichen der BWHT, die Kammern und Fachverbände gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium einen Einstieg in die Digitalisierung der Handwerksunternehmen im ganzen Land“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Handwerkstags Oskar Vogel.

„Für den Handel in Baden-Württemberg besteht mehr denn je die Notwendigkeit, sich nachhaltig mit den verschiedenen Aspekt der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Dies beginnt beim Webauftritt und geht über innovative Online-Marketingmaßnahmen bis hin zur digitalen Laden- und Geschäftsausstattung. Dabei will der Digitallotse die KMUs aktiv unterstützen. Dadurch leistet er einen außerordentlich wichtigen Beitrag für deren Wettbewerbsfähigkeit und sorgt gleichzeitig indirekt für den Erhalt der Attraktivität unserer schönen Innenstädte im Land“, so Rechtsanwältin Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg e.V.

„Der digitale Wandel bringt Herausforderungen, aber auch große Chancen für die gastgewerbliche Branche im Land. Wir wollen dazu beitragen, möglichst viele mittelständische Hotel- und Gastronomiebetriebe zu Digitalisierungsgewinnern zu machen. Das geförderte Projekt 'Digitallotse Baden-Württemberg' ist hierbei eine wertvolle, branchengerechte Unterstützung“, sagte Jürgen Kirchherr, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA Baden-Württemberg.

„Im Rahmen der Initiative werden wir kleine und mittelständische Unternehmen dabei unterstützen, ihre Planungs- und Entwicklungsprozesse zu digitalisieren“, sagte Dr. Christoph Runde, Geschäftsführer des Virtual Dimension Center Fellbach.

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Internationale Beziehungen

Start des EU-Mercosur-Abkommens

Regional Cup Bodensee-Oberschwaben
Start-up BW

Team KidsBox im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Arbeiter in einem Lager.
Tag der Arbeit

Arbeit ist Basis für Wohlstand und Zusammenhalt

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Rund zwei Millionen Euro für Innovationen in KI und Robotik

Eine Frau sitzt mit einem Laptop an einem Tisch im Homeoffice.
familyNET 4.0

Wettbewerb für moderne Unternehmenskultur geht in achte Runde

Landeskreditbank Baden-Württemberg
Jahresbilanz

L-Bank sieht hohen Bedarf an Unterstützung im Strukturwandel

Ein Messegast lässt sich eine so genannte ORC-Anlage erläutern.
Klimaschutz

Land fördert Energiefahrpläne für Unternehmen und Einrichtungen

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Industrielle Innovation

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Logo von Start up BW
Start-up BW

Auswahl für Start-up BW Pre-Seed steht

Verleihung Gigabitkommune@BW
Breitbandausbau

33 weitere Gigabitkommunen

Wort-Bild-Marke der Innovationsallianz Baden-Württemberg
Innovation

Land stärkt Innovationsallianz mit über 40 Millionen Euro

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk kritisiert deutsche Spritpreise

Hände eines Kioskmitarbeiters legen Geld in eine Kasse.
Steuern

Viele Mängel bei Kassenkontrollen in Barber-, Tattoo- und Nagelstudios

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen