Gesundheit/Digitalisierung

Meldepflichtige Krankheiten auf einen Klick

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Screenshot des InfektNews-Dashboards
Screenshot des InfektNews-Dashboards

Baden-Württemberg ist eines der ersten Bundesländer, das für alle Infektionserreger ein gemeinsames Dashboard aufgebaut hat. Die Daten werden wöchentlich aktualisiert und können auf Kreisebene gefiltert werden. 
 
Haben wir diesen Monat ungewöhnlich viele Influenza-Erkrankungen, oder bewegen sich die Zahlen im Rahmen der Vorjahre? Gibt es in meinem Land- beziehungsweise Stadtkreis aktuell mehr Legionellosefälle als in anderen Kreisen? Das neue InfektNews-Dashboard auf der Webseite des Landesgesundheitsamts fasst alle Daten zu meldepflichtigen Infektionskrankheiten in interaktiven Tabellen und Grafiken zusammen. Die Daten werden wöchentlich aktualisiert. Über das Tool können Nutzerinnen und Nutzer interessante Einblicke in das Infektionsgeschehen im Land gewinnen. Das Landesgesundheitsamt im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration ist der zentrale Informationsknoten im Land, an dem die Daten zu meldepflichtigen Infektionskrankheiten der Gesundheitsämter in Baden-Württemberg zusammenlaufen.

„Mit dem neuen InfektNews-Dashboard des Landesgesundheitsamts treiben wir die Digitalisierung im Öffentlichen Gesundheitsdienst weiter voran und setzen einen wichtigen neuen Meilenstein“, teilte Gesundheitsminister Manne Lucha am 15. März 2024 in Stuttgart mit. „Wir sind eines der ersten Bundesländer, das für alle Infektionserreger ein gemeinsames Dashboard aufgebaut hat. Nicht nur Fachleute, sondern alle Bürgerinnen und Bürger können sich darüber umfassend über das jeweils aktuelle Infektionsgeschehen im Land informieren. Mit dem InfektNews-Dashboard sind wir besser für künftige Pandemien ausgerüstet, denn wir können damit schnell auf neue Entwicklungen reagieren und Daten dazu veröffentlichen“, ergänzte der Minister.

Transparente Visualisierung des Infektionsgeschehens

Das Dashboard ermöglicht eine nutzerfreundliche und transparente Visualisierung des Infektionsgeschehens: Nutzerinnen und Nutzer können die Tabellen filtern oder sortieren und in die Diagramme gezielt hineinzoomen. Wer selbst Diagramme erstellen möchte, kann sich die dafür erforderlichen Daten einfach herunterladen. Damit ist die Berichterstattung über das Infektionsgeschehen deutlich flexibler und transparenter geworden.

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die transparente, automatisierte Analyse und Visualisierung von Infektionsdaten ist. Ärztinnen und Ärzte, Epidemiologinnen und Epidemiologen werden dabei zunehmend von Datenwissenschaftlerinnen und Datenwissenschaftlern unterstützt, die über interaktive Webanwendungen große Mengen an Informationen aufbereiten.

Technischer Hintergrund

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten empfiehlt für die statistische Datenanalyse die Software „R“. Mithilfe dieser freien Software fragen die Expertinnen und Experten des Landesgesundheitsamts die Datenbank für Infektionskrankheiten ab. Anschließend analysiert das Programm die Daten und erstellt eine interaktive HTML-Datei mit Tabellen und Grafiken. Dafür werden die ebenfalls freien Erweiterungen Flexdashboard, Plotly und Datatable verwendet. Der Quellcode ist auf Anfrage verfügbar.

Weitere Meldungen

SEK Baden-Württemberg
Polizei

50 Jahre Spezialeinsatz­kommando Baden-Württemberg

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Ausbildung

13 Millionen Euro für überbetriebliche Berufsausbildung

Tags des Wochenmarkts
Ernährung

Kampagne stärkt Bewusstsein für Qualitätsprogramme

Ministerin für den Ländlichen Raum, Marion Gentges MdL
Verwaltung

Amtsübergabe im Ministerium Ländlicher Raum

Landtagspräsident Thomas Strobl (links) und Cem Özdemir (rechts) bei dessen Vereidigung als Ministerpräsident von Baden-Württemberg
Landesregierung

Cem Özdemir ist neuer Ministerpräsident

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Leiterin der JVA Mannheim Annette Hügle, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges und Leiter der Abteilung Justizvollzug Martin Finckh
Justiz

Neue Leiterin der Justizvollzugsanstalt Mannheim

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Mosbach Holger Schmitt, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges
Justiz

Neuer Leiter der Staatsanwaltschaft Mosbach

Broschüre Kulturdenkmale und Photovoltaikanlagen
Denkmalpflege

Neue Broschüre zu Photovoltaik auf Kulturdenkmalen

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Präsident des Landgerichts Stuttgart Till Jakob, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges und Vizepräsident des Oberlandesgerichts Stuttgart Christoph Haiß
Justiz

Neuer Präsident des Landgerichts Stuttgart

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Steuereinnahmen des Landes sinken nur leicht

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit

Kleinkind auf Rutsche
Stadtentwicklung

Land fördert drei nichtinvestive Städtebauprojekte

Ministerpräsident Kretschmann und Minister Strobl
Bundesrat

Strobl hält letzte Rede im Bundesrat

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) im Gespräch mit Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte (rechts), Bürgermeister von Bremen.
Bundesrat

Kretschmann im Bundesrat verabschiedet

Eine Haltekelle der Polizei ist bei einer Kontrolle vor einem Polizeifahrzeug zu sehen. (Foto: © dpa)
Innere Sicherheit

Bilanz zum länderübergreifenden Fahndungs- und Sicherheitstag