Kreislaufwirtschaft

Mehr.WERT.Garten auf der Bundesgartenschau eröffnet

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MehrWertGarten des Umweltministeriums auf der Bundesgartenschau Heilbronn 2019

Wie Baden-Württemberg als rohstoffarmes Land Ressourcen schonen und aus Abfällen neue Rohstoffe und Energie gewinnen kann, zeigt der Mehr.WERT.Garten auf der Bundesgartenschau in Heilbronn.

Wie aus AbfalI Mehrwert werden kann, zeigen das Umweltministerium Baden-Württemberg und die Entsorgungsbetriebe der Stadt Heilbronn im Mehr.WERT.Garten vom 17. April bis 6. Oktober 2019.

Der Garten, ein Partnerprojekt des Umweltministeriums Baden-Württemberg mit den Entsorgungsbetrieben der Stadt Heilbronn, liegt im Experimentierfeld der Bundesgartenschau Heilbronn 2019, dem sogenannten Inzwischenland. Eröffnet wurde er von Umweltminister Franz Untersteller und Bürgermeister Wilfried Hajek.

„Für uns ist der Mehr.WERT.Garten eine einmalige Chance, möglichst viele Menschen für die Themen Ressourcenschonung, Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft zu begeistern“, sagte der Umweltminister. „Als rohstoffarmes Land braucht Baden-Württemberg innovative Ansätze, um Ressourcen zu schonen und aus Abfällen neue Rohstoffe und Energie zu gewinnen.“

Pavillon aus recycelten Baustoffen

Im Mehr.WERT.Garten erleben die Besucherinnen und die Besucher der Bundesgartenschau einen einzigartigen Pavillon aus Stahl und Glas, der komplett aus Recyclingmaterialien gebaut wurde. Der Bodenbelag des Gartens besteht aus unterschiedlichen Recycling-Baustoffen, wie Porzellanbruch oder mineralischem Bauschutt, der an gefallenes Laub erinnert.

Entworfen und gebaut haben den Pavillon Studierende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und das Architekturbüro 2hs unter Mitwirkung der Professuren Nachhaltiges Bauen, Tragwerkslehre und Bautechnologie. „Es war uns wichtig, dass nachhaltige Architektur attraktiv und relevant sein muss. Gerade im Bauwesen ist ein Umdenken möglich, denn wir sind heute schon in der Lage die Kreislaufwirtschaft im Bau zu etablieren, wir müssen es nur tun“, sagt Dirk E. Hebel, Professor für Nachhaltiges Bauen am KIT zum Projekt.

Begleitet wird der Pavillon von sieben drehbaren Ausstellungs-Türmen. Die Türme vermitteln Wissenswertes über insgesamt sieben Wertstoffe, wie Glas, Metall, Plastik oder Bauschutt und deren innovative Wiederverwertung. Die Gäste erfahren dabei, wie Plastikrecycling funktioniert oder wie aus Papier eine holzähnliche Bausubstanz werden kann.

Mitmach-Aktionen für Besucherinnen und Besucher

Bürgermeister Wilfried Hajek, erster Betriebsleiter der Entsorgungsbetriebe der Stadt Heilbronn zum Projekt: „Ich bin stolz darauf, die Bundesgartenschau Heilbronn mit dem Gedanken einer nachhaltigen Bauweise zu verbinden. Der Mehr.WERT.Garten zeigt dies ebenso wie die Stadtausstellung.“

Auch Hanspeter Faas, Geschäftsführer der Bundesgartenschau Heilbonn 2019 GmbH, ist begeistert vom Garten: „Er passt sehr gut in unser Konzept, die Gartenausstellung mit Zukunftsthemen zu kombinieren. Das Inzwischenland ist ein hervorragender Standort dafür, ein Ort der Innovation mitten im Grünen.“

Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf jede Menge Mitmach-Aktionen freuen. Wer gerne spielt und knobelt, kann mit einer Abfall-Rallye durch die Garten-Ausstellung wandern und dabei sein Wissen erweitern.

Auch das Bunte Klassenzimmer kommt in den Genuss des Mehr.WERT.Gartens: Insgesamt vier Angebote zu den Themen „Recycling, Upcycling, Abfallvermeidung und nachhaltiger Umgang mit Produkten“ bieten das Umweltministerium, die Entsorgungsbetriebe der Stadt Heilbronn und die Handy Aktion Baden-Württemberg an.

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Mehr.WERT.Garten

Bundesgartenschau Heilbronn: Inzwischenland

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