Digitalisierung

Mehr als 36 Millionen Euro für Breitbandausbauprojekte

Das Land hat Förderbescheide in Höhe von insgesamt 36,37 Millionen Euro für den kommunalen Breitbandausbau übergeben. Durch die Projekte werden 6.985 neue Breitbandanschlüsse entstehen.

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Eine Hand hält ein Leerrohrbündel mit Glasfaserkabeln eines Breitband-Versorgers. (Foto: © dpa)

„Die digitale Infrastruktur ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zukunft. Mit unserer Breitbandförderung setzen wir ein starkes Zeichen, dass wir die Digitalisierung in Baden-Württemberg weiter voranbringen – sowohl in den Städten als auch in ländlichen Regionen. Deshalb investieren wir kräftig aus Mitteln des Landeshaushalts in den Ausbau des turbo-schnellen Internets: heute 36 Millionen Euro und – wenn der Landtag wie von uns vorgeschlagen beschließt – 1,1 Milliarden Euro in den kommenden beiden Jahren“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident, Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strobl, bei der Übergabe im Digitalisierungsministerium in Stuttgart.

Bei dem Termin am 3. Dezember 2024 übergab Digitalisierungsminister Thomas Strobl 13 Zuwendungsbescheide für zehn Zuwendungsempfänger aus zehn Landkreisen in Höhe von insgesamt 36,37 Millionen Euro. In Summe werden mit den Förderanträgen 6.985 neue Breitbandanschlüsse entstehen. Darunter fallen sechs Schulanschlüsse, 326 Anschlüsse für Unternehmen, sieben Anschlüsse für öffentliche Einrichtungen und zwölf Anschlüsse für schwer erreichbare Grundstücke.

Geförderte Projekte

Die höchste Fördersumme für ein Einzelprojekt erhält der Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg in Höhe von 12,43 Millionen Euro für den FTTB(Fibre to the Building)-Ausbau der unterversorgten Bereiche in Bad Wurzach. Die Gesamtausgaben betragen rund 31,07 Millionen Euro, davon fördert der Bund 50 Prozent in Höhe von rund 15,53 Millionen Euro. Der Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg trägt einen Eigenanteil von zehn Prozent.

Die Gemeinde Oberreichenbach im Landkreis Calw erhält 2,38 Millionen Euro. Damit werden unterversorgte Bereiche mittels FTTB-Technologie erschlossen.

Die Stadt Tengen im Landkreis Konstanz baut unterversorgte Gebäude im Gemeindegebiet aus. Dafür erhält die Stadt eine Förderung von insgesamt 4,6 Millionen Euro.

Die Breitband Ortenau GmbH & Co. KG erhält 3,68 Millionen Euro für den FTTB-Ausbau der unterversorgten Adresspunkte in der Gemeinde Lautenbach und den Ausbau in der Gemeinde Steinach.

Digitale Weichen für die Zukunft unseres Landes weiter gestellt

Die Erfolgsgeschichte der baden-württembergischen Breitbandförderung zeigt sich auch daran, dass das im Jahr 2024 zur Verfügung stehende Programmvolumen bereits Mitte Mai nahezu vollständig ausgeschöpft war. Doch Vorhaben im Breitbandausbau sind sehr dynamische Projekte. Einige dieser Projekte werden aufgrund von Preissteigerungen, zum Beispiel beim Material, teurer. Andere Projekte werden günstiger, auch aufgrund des kontinuierlich fortschreitenden Ausbaus der Privatwirtschaft. „Besonders freut mich, dass wir Haushaltsmittel, die im Laufe des Jahres freigeworden sind, noch schnell für dringende und wichtige Breitbandprojekte nutzen können. Von den 13 Projekten, die heute eine Bewilligung erhalten, hätten zwölf Projekte sonst erst nächstes Jahr mit Mitteln des kommenden Doppelhaushaltes gefördert werden können – jetzt können wir diese Projekte schon heute fördern“, erklärte Minister Thomas Strobl.

Unter Berücksichtigung der Bewilligungen am 3. Dezember 2024 hat Baden-Württemberg seit 2016 insgesamt 3.629 Förderprojekte unterstützt, für die vom Land rund 2,87 Milliarden Euro und vom Bund weitere 3,51 Milliarden Euro, zusammen rund 6,38 Milliarden Euro, zur Verfügung gestellt werden. Für den kommenden Doppelhaushalt 2025/2026 sind im Regierungsentwurf des Landes insgesamt 1,1 Milliarden Euro für die Breitbandförderung vorgesehen.

Übersicht der neu geförderten Breitbandprojekte (PDF)

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