Justiz

Leitender Oberstaatsanwalt Jens Gruhl tritt in den Ruhestand

Der Leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Hechingen Jens Gruhl tritt nach rund 39 Jahren im Dienst in den Ruhestand.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges, Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Hechingen a.D. Jens Gruhl und die Leitende Oberstaatsanwältin der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart Sandra Bischoff
von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges, Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Hechingen a.D. Jens Gruhl und die Leitende Oberstaatsanwältin der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart Sandra Bischoff

Die Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges und der Amtschef des Ministeriums Elmar Steinbacher haben den Leiter der Staatsanwaltschaft Hechingen Jens Gruhl in den Ruhestand verabschiedet.

Nach rund 39 Jahren im Dienst der baden-württembergischen Justiz tritt der Leitende Oberstaatsanwalt in den Ruhestand ein. Seit 2016 leitete Jens Gruhl die Geschicke der Ermittlungsbehörde am Fuße der Zollernburg. Im Rahmen einer Feierstunde im Ministerium der Justiz und für Migration wurde er von Ministerin Marion Gentges und Amtschef Elmar Steinbacher verabschiedet.

Ministerin Gentges sagte: „Jens Gruhl hat als Führungskraft in ganz unterschiedlichen Bereichen ausgezeichnete Arbeit geleistet. Seine zahlreichen Verwendungen, seine ausgeprägte Neugier und Flexibilität sowie sein Streben, Dinge – mit besonderer Vorliebe IT-Themen – voranzubringen, haben ihm über die Jahre einen großen Erfahrungsschatz beschert. Diesen wusste Jens Gruhl in anspruchsvollen Leitungspositionen bei Staatsanwaltschaften, in der Verwaltung sowie bei Gericht gekonnt einzusetzen. Seine hohe juristische Kompetenz, seine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft und seine angenehme, eher zurückhaltende Art, verbunden mit einer natürlichen Autorität, machten ihn in jeder Verwendung zu einer anerkannten Führungskraft.“

Jens Gruhl

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Tübingen trat Jens Gruhl 1986 in den baden-württembergischen Justizdienst ein. Als Assessor war er am Amtsgericht Kirchheim und bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart tätig. Anfang der 1990er-Jahre ging er für zwei Jahre nach Sachsen, um dort nach der Wiedervereinigung am Aufbau der Justiz mitzuwirken. Unter anderem übernahm er dort den Vorsitz einer Zivilkammer bei dem Landgericht Leipzig und brachte zudem seine große Affinität für Technik als EDV-Beauftragter ein. Parallel nahm er einen Lehrauftrag in der Leipziger Juristenfakultät wahr. Zurück bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart war Jens Gruhl in der Schwerpunktabteilung für Wirtschaftsstrafsachen als stellvertretender Abteilungsleiter tätig. Auch hier widmete er sich bei der Bearbeitung von Großverfahren im Bereich des Anlagebetruges und der Computerstrafsachen seiner Spezialmaterie. Im Januar 2000 folgte die Erprobungsabordnung bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und im Anschluss – im Jahr 2001 – eine Abordnung in das Justizministerium. Dort leitete er das Organisationsreferat und brachte neben anderen Themen wiederum EDV-geprägte Projekte voran wie das Elektronische Grundbuch und das Elektronische Handelsregister. Im Jahr 2004 wechselte Jens Gruhl als ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalts und Pressesprecher zur Staatsanwaltschaft Konstanz. Seine staatsanwaltschaftliche Laufbahn unterbrach er von 2007 bis 2013 für das Amt des Direktors des Amtsgerichts Nürtingen, um 2013 als Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Mosbach in den staatsanwaltschaftlichen Dienst zurückzukehren. Rund drei Jahre später übernahm Jens Gruhl das Ruder bei der Staatsanwaltschaft Hechingen. Dort gestaltete er zuletzt insbesondere den Umzug der Behörde in ein neu saniertes Gebäude sowie die vorangegangenen Baumaßnahmen mit. Jens Gruhl ist Mitherausgeber eines renommierten Kommentarwerks zum Wirtschaftsstrafrecht.

Weitere Meldungen

Eine Hand greift nach einem digitalen Paragrafen
Justiz

Auf dem Weg zur digital vernetzten Justiz der Zukunft

Salbei-Glatthafer-Wiese auf einer Böschung im Frühsommer (Foto: © Dr. Tillmann Stottele)
Arten- und Klimaschutz

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde

Vier Menschen stehen lächeld da und tragen Fahrradhelme.
Radverkehr

Sieger der STADTRADELN-Derbys stehen fest

Links: Prof. Dr. Andreas Gundelwein, rechts: Dr. Jens Bortloff
Kunst und Kultur

TECHNOSEUM erhält neue Doppelspitze

Ein Mitarbeiter des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, Abteilung Cyberkriminalität, während der Online-Recherche.
Sicherheit

Organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität in 2025

Neue Polizeimotorräder
Polizei

Neue Motorräder für die Polizei

Digitalfunk BOS
Polizei

Polizei rettet Leben

von links nach rechts: Landespolizeidirektor Carsten Höfler, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Offenburg Andreas Bjedov und Staatssekretär Reiner Moser
Polizei

Neuer Polizeipräsident beim Polizeipräsidium Offenburg

Polizeikräfte bei einem Einsatz im Fußballstadion.
Polizei

Positive Sicherheitsbilanz der Fußballsaison 2025/2026

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Verkehrssicherheit

Halbjahresbilanz der Verkehrsunfallentwicklung

Neuer begrünter Mittelstreifen auf einem Teilstück der Straße „Waldsteige“ in Mosbach
Flächenmanagement

Mosbach erhält Prämie für Maßnahme „Waldsteige“

Portrait Mathias Brecht Finanzamt Heidelberg
Verwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Heidelberg

Paragraph vor Laptop
Justiz

Bundesweit erstes Gericht mit neuer Justiz-Software

An mehreren Tischen sitzen viele Männer und Frauen.
Frühkindliche Bildung

Runder Tisch zum verbindlichen kostenfreien Kita-Jahr

Landespressekonferenz Stuttgart
Staatsmodernisierung

Landesregierung beschließt Maßnahmen zum Bürokratieabbau