Frühkindliche Bildung

Runder Tisch zum verbindlichen kostenfreien Kita-Jahr

Das Kultusministerium hat alle Beteiligten aus dem frühkindlichen Bereich zum Auftakt eines Runden Tisches zur Einführung eines verbindlichen, beitragsfreien letzten Kita-Jahres eingeladen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
An mehreren Tischen sitzen viele Männer und Frauen.
Auftaktveranstaltung im Kultusministerium

Die Einführung eines verbindlichen und kostenfreien letzten Kindergartenjahres mit obligatorischen Bildungsinhalten im Wege eines Vorziehens der Schulpflicht ist ein zentrales Vorhaben im Koalitionsvertrag in dieser Legislaturperiode. Zum Auftakt am 28. Juli 2026 hatte das Kultusministerium alle Beteiligten aus dem frühkindlichen Bereich zu einem Runden Tisch eingeladen: 67 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunen und von anderen Kita-Trägern, Vertreterinnen und Vertreter der Erzieherinnen und Erzieher und der Eltern, Experten aus der Praxis wie aus der Wissenschaft und die Bildungsgewerkschaften sind hierzu ins Kultusministerium gekommen.

„Die Kleinsten sind unsere größte Aufgabe!“

Kultusminister Andreas Jung steckte zu Beginn die Aufgabe ab: „Die Kleinsten sind unsere größte Aufgabe. In den ersten Jahren werden die Weichen für einen erfolgreichen Bildungsweg und für ein geglücktes Leben gestellt. Es darf uns nicht ruhen lassen, dass rund ein Drittel der Kinder bei der Einschulung nicht gut genug Deutsch sprechen. Hier können wir auf wichtige Initiativen wie ‚SprachFit‘ aufbauen. Wir müssen die Umsetzung weiter verbessern und darüber hinaus weitere Anstrengung unternehmen. Wir gehen der Frage nach, wie wir noch früher und noch mehr für die bestmögliche Förderung der Kinder tun können. Es gilt deshalb nun, in einem breiten Dialog mit allen Beteiligten zu klären, wie das Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag eines verbindlichen und kostenfreien letzten Kindergartenjahres bestmöglich umgesetzt werden kann.“

In der Veranstaltung im Kultusministerium kamen in der Folge die Akteure mit eigenen Beiträgen zu Wort. Geprägt wurde die Diskussion insbesondere von rechtlichen Themen, Finanzen, Fachkräften und Personalressourcen sowie Fragen der praktischen Umsetzung.

Fahrplan wird erarbeitet

Das Fazit des Kultusministers am Ende der Veranstaltung: „Erfahrungen und Erwartungen wurden breit eingebracht. Das gilt es jetzt zu strukturieren, um das Vorhaben dann aufbauend auf dem Orientierungsplan Schritt für Schritt umzusetzen. Alles ist dabei darauf auszurichten, wie wir unsere Kinder mit bestmöglicher frühkindlicher Bildung und Förderung noch besser auf den Schulstart vorbereiten und den Übergang in die Grundschule gut gestalten.“

Das Kultusministerium wird die einzelnen Positionen nun auswerten und daraus einen weiteren Fahrplan für die nächsten Schritte ableiten.

Teilnehmerliste Runder Tisch

Weitere Meldungen

Ein Basketball liegt auf dem Boden einer Turnhalle.
Schulsport

Erfolgreiche Schulsportmannschaften geehrt

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Förderung

9,7 Millionen Euro für Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Bundesrat

Bundesrat ändert Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Schülerinnen mit Smartphones
Internet

Junge Menschen im Umgang mit Gefahren im Netz stärken

Symbolbild: Eine Frau versucht sich vor der Gewalt eines Mannes zu schützen (Bild: dpa).
Opferschutz

13 Millionen Euro für Opfer aus Gewalttaten

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Bürgerbeteiligung

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen

Ausbilderin mit Lehrling
Berufliche Ausbildung

Land baut Förderprogramm zur Ausbildungsqualität weiter aus

Porträt Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke
Schule

ZSL-Präsident geht in Ruhestand

von links nach rechts: Prof. Peter Middendorf (Rektor der Universität Stuttgart), Ministerpräsident Cem Özdemir, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Jan Hesthaven (Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT))
Sicherheit

Innovationen für Sicherheit, Verteidigung und Resilienz

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Landgericht Ulm
Justiz

Staatsangehörigkeit von Tatverdächtigen wird genannt

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Wirtschaft

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe

Lang gestreckter, historisch verzierter Raum mit hohen Rundbogenfenstern, Parkettboden und einer Orgel am Ende des Saals. Moderne Sitzmöbel und Tische bilden verschiedene Arbeits- und Aufenthaltsbereiche.
Vermögen und Bau

MINT-Exzellenzgymnasium in Bad Saulgau eröffnet