Kunst

Land vergibt sieben Kunststipendien in Paris

Das Land Baden-Württemberg hat erneut sieben Kunststipendien für die Cité internationale des arts in Paris vergeben.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Besucherin des Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) geht an einer Video-Installation von Marcel Duchamp vorbei. (Bild: picture alliance/Uli Deck/dpa)
Symbolbild

Sieben hochbegabte Kunstschaffende aus Baden-Württemberg dürfen sechs Monate lang in die Kulturmetropole Paris eintauchen und sich dort künstlerisch austoben. Sie sind für Residenzstipendium in den landeseigenen Ateliers der „Cité internationale des arts“ ausgewählt worden. Das Land unterstützt die Ausgezeichneten mit je 2.000 Euro monatlich, einer kostenfreien Unterkunft und Ausstellungsmöglichkeiten.

„Die Cité internationale des arts bietet Kunstschaffenden optimale Voraussetzungen dafür, dass sie sich dem eigenen Werk ein halbes Jahr lang voll und ganz widmen können – und das ganz ohne sich Sorgen machen zu müssen, wie sie ihr Leben finanzieren. Ein Traum für Kreative! Wir ermöglichen so große Freiräume, Austauschmöglichkeiten und internationale Kontakte. Und wo könnte man sich besser inspirieren lassen, als in Paris? Ich freue mich jetzt schon auf die Ergebnisse, die auch im Rahmen der Ausstellungsreihe ,Retour de Paris‘ gezeigt werden. Bis dahin wünsche ich den ausgewählten Kunstschaffenden eine aufregende und inspirierende Zeit in unseren Ateliers, bon courage!“, sagte Kunst-Staatssekretär Arne Braun.

Die ausgewählten Kunstschaffenden

Die ausgewählten Kunstschaffenden sind (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Freia Achenbach, Stuttgart
  • Gala Adam, Stuttgart
  • Toni Böckle, Stuttgart
  • Lejla Dendic, Stuttgart
  • Pauline Gosselin, Karlsruhe
  • Hannah Kindler, March
  • Carmen Westermeier, Stuttgart

Die Stipendienauswahl erfolgte durch eine unabhängige Fachjury, bestehend aus Luisa Heese, Kuratorin für zeitgenössische Kunst an der Kunsthalle Mannheim, Dr. Susanne Kaufmann-Valet (Kuratorin 20./21. Jahrhundert, Staatsgalerie Stuttgart) und Dr. Rainer Lawicki, Stellvertretender Leiter des Kunstmuseums Reutlingen. Die Jury zeigte sich beeindruckt von den oftmals experimentellen und spartenübergreifenden Ansätzen der Kunstschaffenden und lobte die vielfältigen künstlerischen Positionen.

Cité internationale des arts

Das Land Baden-Württemberg verfügt an der Cité internationale des arts in Paris über vier Ateliers. Der Studienaufenthalt beträgt jeweils sechs Monate in den Zeiträumen Januar bis Juni 2026 und Juli bis Dezember 2026. Neben der freien Unterkunft in einem Studio erhalten die ausgewählten Kunstschaffenden eine monatliche Unterstützung von 2.000 Euro einschließlich Reise-, Transport- und Materialkosten. Außerdem besteht im Anschluss die Möglichkeit, an einer Ausstellung im Rahmen von „Retour de Paris“ teilzunehmen. Dabei handelt es sich um eine vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst geförderte Ausstellungsreihe des „Institut Français Stuttgart“, der Stiftung „Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe“ und des „Centre Culturel Français Freiburg“.

Die Cité internationale des arts wurde 1965 als Stiftung gegründet und verfügt über rund 300 Wohn- und Arbeitsateliers für Kunstschaffende verschiedener Sparten aus aller Welt. Die mitten im Stadtzentrum angesiedelten Studios bieten Raum für künstlerische Arbeit in einem anregenden Umfeld. Die Gelegenheit zur Interaktion und Kooperation eröffnet sich über ein vielfältiges Angebot von Ausstellungen, Konzerten und „Open Studios“.

Weitere Meldungen

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Neuer Jugendberaterkreis gestartet

Erzieherin und Kind beim Lesen
Literatur

Frederick Tag 2026 gestartet

Asiatische Hornisse
Landwirtschaft

Weitere 70.000 Euro zur Bekämp­fung von Asiatischer Hornisse

Auszeichnung der Gigabitkommunen mit Herrn Minister
Digitalisierung

Fast ein Drittel der Kommunen erreicht vollständige Gigabitversorgung

Baden-Württemberg-Empfang am Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse
Kultur- und Kreativwirtschaft

Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse

Euro-Banknoten und -Münzen
Haushalt

Haushaltsentwurf für 2027 verabschiedet

Key Visual Wirtschaftsgipfel Afrika
Außenwirtschaft

Fünfter Wirtschaftsgipfel Afrika in Stuttgart

Ehemalige Chapel auf dem Hospitalgelände in Heidelberg
Städtebau

Land fördert 45 Kommunen mit rund 16,6 Millionen Euro

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Hochschulen

Technologische Souveränität bei Künstlicher Intelligenz stärken

GAP 2026
Landwirtschaft

Internationaler Agrarkongress in Stuttgart

LWH 2026. Eingang Halle 1
Landwirtschaft

Positive Bilanz zum 102. Landwirtschaftlichen Hauptfest

Besucher laufen über das Landwirtschaftliche Hauptfest auf dem Cannstatter Wasen.
Landwirtschaft

Ehrungsabend auf dem 102. Landwirtschaftlichen Hauptfest

Skulpturen von Homer (links) und Aristoteles stehen vor dem Haupteingang des Kollegiengebäude I (KG1) der Universität Freiburg während Menschen dazwischen hindurchgehen.
Forschung

Universität Freiburg erhält Exzellenztitel

Bei der Paneldiskussion „Wie viel Industriepolitik braucht Europa?“ in der Landesvertretung Baden-Württemberg hat sich die Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (links) mit Anna Cavazzini, Estelle Göger, Freya Lemcke und Daniele Pontarollo ausgetauscht.
Industrie

Bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft gefordert

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

Land fördert 27 Maßnahmen zur Flächengewinnung durch Innenentwicklung