Hochschulmedizin

Land unterstützt Uniklinikum Mannheim mit rund 38 Millionen Euro

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Ein Schild mit der Aufschrift "Universitätsklinikum" steht in Mannheim an einer Einfahrt zum Universitätsklinikum.

Die Landesregierung hat eine finanzielle Unterstützung für das Universitätsklinikum Mannheim in Höhe von rund 38 Millionen Euro beschlossen. Das Klinikum ist ein wichtiger Partner des Landes für den Gesundheitsstandort Baden-Württemberg. Ein Verbund der Unimedizin Mannheim mit der Unimedizin Heidelberg soll den Standort langfristig sichern.

Die Landesregierung stellt dem in städtischer Trägerschaft befindlichen Universitätsklinikum Mannheim zur weiteren Unterstützung bis zu 37,7 Millionen Euro zur Verfügung. „Das Universitätsklinikum Mannheim ist ein wichtiger Partner des Landes und hat eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für den Gesundheitsstandort und die Gesundheitswirtschaft Baden-Württembergs“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am 4. Mai 2022 in Stuttgart. „Die Mittel dienen dazu, dass es seine Aufgaben in der Krankenversorgung, bei der medizinischer Forschung und in der akademischen Ausbildung weiter erfüllen kann“, so die Ministerin weiter.

Verbundlösung zur langfristigen Sicherung des Standortes

Der Betrag entspricht den Corona-bedingten Zusatzbelastungen des Klinikums 2021, die nicht durch Ausgleichszahlungen von Bund, Land und Kostenträgern gedeckt worden sind. „Das Land arbeitet an einer langfristigen Sicherung des Standortes durch einen Verbund der Unimedizin Mannheim mit der Unimedizin Heidelberg.“, sagte Theresia Bauer. 

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und das Finanzministerium haben den vier Universitätsklinika des Landes in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm bereits mehrfach Hilfen gewährt, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu mindern sowie die universitäre Maximalversorgung sicherzustellen. Ergänzend wurde auch dem von der Stadt Mannheim getragenen Uniklinikum Mannheim für 2020 bereits eine Corona-Überbrückungshilfe von gut 12 Millionen Euro gewährt.

Mannheim ist unverzichtbarer Hochschulmedizin-Standort

Die Universitätsmedizin Mannheim mit Medizinischer Fakultät und Universitätsklinikum ist ein leistungsfähiger und unverzichtbarer Hochschulmedizin-Standort in Baden-Württemberg. Sie erbringt wesentliche Beiträge in den Leistungsbereichen Lehre/Ausbildung, Forschung, Translation und besonders auch in der Krankenversorgung.

  • Im Bereich Lehre leistet der Standort mit seinem hochangesehenen Reformstudiengang „MaReCuM“ einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung von Humanmedizinerinnen und -medizinern im Land.
  • In der Forschung weist der Standort diverse Profilbereiche auf (etwa die Angiosciences) und wirbt verlässlich umfangreiche Drittmittel ein. Die Universitätsmedizin Mannheim ist hier eingebettet in ein Netzwerk international wettbewerbsfähiger Wissenschaftseinrichtungen in den Life Sciences und ein produktiver Bestandteil desselben (als ein Beispiel das DKFZ-Hector-Krebsinstitut Mannheim).
  • Für den Leistungsbereich Translation steht exemplarisch die Medizintechnik, aber auch die Neurowissenschaften und die Onkologie. Um das Universitätsklinikum und die Medizinische Fakultät hat sich ein Innovationscluster gebildet, der beispielhaft realisiert, was als Strategie des Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg auch für das ganze Land formuliert ist.
  • Darüber hinaus leistet das Uniklinikum Mannheim einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Gesundheitsversorgung im Rhein-Neckar-Raum und ist ein großer Arbeitgeber im Nordwesten des Landes.
  • Wie die vier Universitätsklinika in Landesträgerschaft hat auch das Universitätsklinikum Mannheim in der Pandemie seine Bedeutung für die Krisenbewältigung, die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung und die Entwicklung innovativer Ansätze eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Besonderes Landesinteresse an der Sicherung der Aufgabenerfüllung

Nur in Mannheim gibt es ein städtisches Uniklinikum. Hieraus resultiert ein besonderes Landesinteresse an der Sicherung der Aufgabenerfüllung des Uniklinikums Mannheim in Krankenversorgung, medizinischer Forschung und akademischer Ausbildung sowie der guten Weiterentwicklung des Uniklinikums Mannheim. „All das wäre ohne die Überbrückungshilfe des Landes gefährdet“, sagte Ministerin Theresia Bauer.
 
Das Land beabsichtigt, den Unimedizinstandort Mannheim zukunftsfähig aufzustellen und weiter zu entwickeln. In einem mit den Regierungsfraktionen abgestimmten Konsenspapier unterstreichen die beteiligten Ressorts die Verantwortung des Landes für den Medizinstandort Mannheim und legen Rahmenbedingungen für den weiteren Strategieprozess fest. Konkret soll ein Verbund der Universitätsklinika Heidelberg und Mannheim zunächst unter Beibehaltung der derzeitigen Trägerstruktur angestrebt werden. Ein solcher sichert unter anderem, dass bereits vorgesehenen Baumaßnahmen finanziert und umgesetzt werden können.

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Hochschulmedizin

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