Flüchtlingshilfe

Land geht in Vorleistung für kommunale Flüchtlingshilfe

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Kinder aus dem ukrainischen Schaschkiw sitzen nach ihrer Ankunft mit dem Zug am Berliner Hauptbahnhof auf Bänken.

Das Land hat den Kommunen weitere 450 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe überwiesen und geht damit in Vorleistung. Der Bund hatte dem Land und den Kommunen das Geld zugesagt, die Bundesmittel für 2023 sind bislang jedoch noch nicht geflossen.

Das Land hat den Kommunen weitere 450 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe überwiesen. Das Geld hatte der Bund dem Land und den Kommunen zugesagt.  Die Bundesmittel für 2023 sind allerdings bislang noch gar nicht geflossen.

Finanzminister Dr. Danyal Bayaz sagte: „Wir haben die Mittel vom Bund zwar noch nicht erhalten, aber die Kommunen brauchen die Unterstützung jetzt. Deshalb gehen wir als Land in Vorleistung." Bereits im Jahr 2022 hatte das Land die Bundesmittel in Höhe von 260 Millionen Euro vollständig an die Kommunen weitergegeben.

Einen weiteren Teil der zugesagten Bundesmittel in Höhe von je elf Millionen Euro für das Jahr 2023 und 2024 stellt das Land den Kommunen über den kommunalen Finanzausgleich zur Verfügung. Sie dienen der Betreuung und Versorgung unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter.

Pakt für Integration

Ebenso fließen im Jahr 2023 und 2024 jeweils rund 43 Millionen Euro im Rahmen des sogenannten Paktes für Integration an die Kommunen. Der Pakt für Integration ist ein wesentliches Instrument für die Integration von Geflüchteten vor Ort. Er umfasst zum Beispiel die Förderung des Integrationsmanagements, der Schulsozialarbeit oder von Sprachkursen.

Finanzminister Dr. Danyal Bayaz meinte: „Wir unterstützen unsere Kommunen sehr umfangreich bei der Betreuung und Versorgung von Geflüchteten. Das würde ich mir auch vom Bund wünschen. Länder und Kommunen können diese Herausforderung ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung des Bundes nicht dauerhaft bewältigen."

Verteilung der Hilfen auf die Land- und Stadtkreise

Die Verteilung der 450 Millionen Euro auf die Land- und Stadtkreise erfolgt in Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden wie folgt:

Kreis Erstattungsbetrag
Breisgau-Hochschwarzwald 10.498.807,09 Euro
Emmendingen 6.669.058,86 Euro
Freiburg (Stadtkreis) 9.628.739,63 Euro
Konstanz 12.269.614,20 Euro
Lörrach 10.009.901,11 Euro
Ortenaukreis 17.759.507,42 Euro
Rottweil 5.983.729,85 Euro
Schwarzwald-Baar-Kreis 10.420.361,70 Euro
Tuttlingen 6.198.653,07 Euro
Waldshut 8.010.483,23 Euro
Baden-Baden (Stadtkreis) 6.775.695,86 Euro
Calw 5.875.726,97 Euro
Freudenstadt 3.966.976,15 Euro
Heidelberg (Stadtkreis) 4.623.319,21 Euro
Karlsruhe (Landkreis) 17.433.491,63 Euro
Karlsruhe (Stadtkreis) 11.115.473,65 Euro
Mannheim (Stadtkreis) 14.799.198,65 Euro
Neckar-Odenwald-Kreis 4.867.859,44 Euro
Pforzheim (Stadtkreis) 7.305.839,25 Euro
Rastatt 9.210.337,44 Euro
Rhein-Neckar-Kreis 19.851.396,57 Euro
Böblingen 16.056.909,51 Euro
Esslingen 20.094.959,77 Euro
Göppingen 9.922.868,84 Euro
Heidenheim 4.841.748,51 Euro
Heilbronn (Landkreis) 14.665.248,29 Euro
Heilbronn (Stadtkreis) 5.203.086,83 Euro
Hohenlohekreis 4.054.833,63 Euro
Ludwigsburg 21.058.602,48 Euro
Main-Tauber-Kreis 4.910.549,82 Euro
Ostalbkreis 11.937.177,44 Euro
Rems-Murr-Kreis 16.746.869,09 Euro
Schwäbisch Hall 7.393.939,47 Euro
Stuttgart (Stadtkreis) 30.180.013,72 Euro
Alb-Donau-Kreis 6.311.433,95 Euro
Biberach 6.929.106,30 Euro
Bodenseekreis 10.207.824,22 Euro
Ravensburg 9.683.812,75 Euro
Reutlingen 11.791.504,44 Euro
Sigmaringen 4.105.908,76 Euro
Tübingen 9.432.173,96 Euro
Ulm (Stadtkreis) 6.873.257,63 Euro
Zollernalbkreis 7.104.745,03 Euro
Summe 450.000.000,00 Euro

Weitere Meldungen

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
EU-Donauraumstrategie

Europäische KI-Netzwerke stärken Witschaft

Eine Frau steht an einer Ampel und scant mit ihrem Handy einen QR-Coder von einem Aufkleber der Radkultur. Der QR-Code führt sie direkt zum RadMELDER.
Radverkehr

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Die frisch gekürte Badische Weinkönigin Rosa Kost (Mitte) steht mit den beiden ebenfalls frisch gekürten Badischen Weinprinzessinnen Tina Müller (links) und Viktoria Benz (rechts) auf der Bühne.
Weinbau

Rosa Kost ist neue Badische Weinkönigin

Videopodcast mit Finanzminister
Finanzen

Finanzministerium startet Videopodcast

Wirtschaftsministerkonferenz 2026
Wirtschaftsministerkonferenz

Mit Wettbewerb und Innovationen den Wirtschaftsstandort stärken

Unser Dorf hat Zukunft - Landesentscheid 2025: Griessen
Ländlicher Raum

Klettgau-Grießen gewinnt Silber bei „Unser Dorf hat Zukunft“

Die Faxen
Landesjubiläum 2027

Jubiläumssong für Baden-Württemberg gewählt

Ein Mitarbeiter einer Straßenschilderfirma befestigt in Freiburg ein Verkehrsschild, das auf eine Umweltzone in der Innenstadt hinweist (Bild: dpa).
Digitalisierung

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

Von links nach rechts im Bild: Ministerialdirektorin Gerda Windey, Präsident des Landgerichts Baden-Baden a.D. Dr. Frank Konrad Brede, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt, Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe Jörg Müller.
Justiz

Präsident des Landgerichts Baden-Baden geht in Ruhestand

Verdienstkreuz für Volker Jobst
Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Volker Jobst

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit bleibt trotz leichtem Rückgang auf höherem Niveau

Alexander Föhr spricht im Deutschen Bundestag.
Regierungspräsidien

Wechsel an der Spitze des Regierungspräsidiums Karlsruhe

Logo der Wirtschaftsministerkonferenz der Länder
Wirtschaftsministerkonferenz

Wirtschaftsminister der Länder tagen in Konstanz

Logo von Start up BW
Start-up BW

energieleser im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Bescheidübergabe Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach | Neu-Ulm
Wirtschaft

Digitalisierungszentrum mit rund 500.000 Euro gefördert