EU-Donauraumstrategie

Europäische KI-Netzwerke stärken Wettbewerbs­fähigkeit von Unternehmen

Bei einer Veranstaltung im Rahmen der EU-Donauraumstrategie haben Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft über Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit in Unternehmen diskutiert.

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Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Symbolbild

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus dem gesamten Donauraum haben sich am 3. Juli 2026 in Ulm getroffen, um über Digitalisierung, Künstliche Intelligenz (KI) und Cybersicherheit in Unternehmen zu diskutieren. Ziel der Veranstaltung „The Danube Region at the Turn of Times – Shaping the Digital Future along the Danube. Unlocking Opportunities for SMEs and Industry through Cooperation“ ist es, die transnationale Zusammenarbeit zu stärken und neue Impulse für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu schaffen. Die Veranstaltung findet im Rahmen der EU-Donauraumstrategie (EUSDR) statt und wird vom Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ulm, dem Donaubüro Ulm/Neu-Ulm und dem Enterprise Europe Network (EEN) durchgeführt.

„Die Digitalisierung ist der Schlüssel zu unserer zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit. Um hier erfolgreich zu sein, müssen wir uns in Europa noch stärker vernetzen. Nur gemeinsam kann es gelingen, KI-Systeme nach unseren europäischen Werten zu entwickeln und unsere digitale Souveränität zu stärken“, sagt Staatssekretär Thomas Dörflinger vom Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg in seiner Eröffnungsrede.

Das Land Baden-Württemberg unterstützt den Mittelstand bereits mit verschiedenen Angeboten bei der digitalen Transformation. Dazu gehören die Initiative „Wirtschaft digital BW“, die regionalen Digital Hubs, die KI-Exzellenzzentren sowie die Digitalisierungsprämie der L-Bank. Der Ausbau der KI-Kompetenz im Land bildet einen weiteren Schwerpunkt im Land. Mit dem Innovationspark Artificial Intelligence (IPAI) entsteht ein international sichtbarer Standort für Künstliche Intelligenz, dessen Aufbau das Land mit insgesamt 50 Millionen Euro unterstützt.

Und dennoch ist Staatssekretär Dörflinger überzeugt: „Unsere Stärken in Baden-Württemberg werden nochmals gesteigert über europäische Vernetzungen.“

Kooperation als Standortvorteil

Baden-Württemberg zählt zu den treibenden Kräften der EU-Donauraumstrategie. Gemeinsam mit Partnern aus den 14 Donauländern setzt das Land auf Vernetzung, Innovation und nachhaltiges Wachstum, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Donauraum zu stärken.

Die Zusammenarbeit trägt dabei nicht nur zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Sie stärkt auch den Austausch und die Stabilität in Mittel- und Südosteuropa. Baden-Württemberg setzt deshalb auf langfristige Partnerschaften und konkrete Projekte, die Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentliche Institutionen miteinander verbinden.

Digitalisierung und KI als Wachstumstreiber

Die Veranstaltung ist bereits die fünfte Ausgabe der Reihe „Der Donauraum in der Zeitenwende“. Während zu Beginn vor allem die politischen und wirtschaftlichen Umbrüche in Europa im Fokus standen, richtet sich der Blick heute verstärkt auf die digitale Transformation.

„Gerade in herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie wichtig Innovationsfähigkeit und Zusammenarbeit sind. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz haben sich zu zentralen Treibern von Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum entwickelt“, so Dörflinger.

Zu den Gästen zählen politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Expertinnen und Experten aus Bayern, Bulgarien, Kroatien, Moldau, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und der Ukraine. Unter den Gästen ist auch Wirtschaftsstaatssekretär Goran Romek aus Kroatien mit dem Dörflinger ein Gespräch zur bilateralen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und Kroatien führt.

Baden-Württemberg vernetzt die Donauregion

Eine besondere Rolle nimmt Baden-Württemberg bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Donauraum ein. Seit 15 Jahren koordiniert das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus gemeinsam mit dem kroatischen Wirtschaftsministerium die wirtschaftliche Zusammenarbeit der 14 Donauraumländer. Mit Partnern wie der IHK Ulm, dem Steinbeis Europa Zentrum, der RegioCluster Agentur Baden-Württemberg und dem Zentrum für Digitalisierung des Landkreises Böblingen werden Unternehmen vernetzt und gemeinsame Projekte angestoßen.

Wie grenzüberschreitende Zusammenarbeit konkrete Lösungen für gemeinsame Herausforderungen hervorbringen kann, zeigen die Projekte des Interreg-Donauraumprogramms. Bei einem begleitenden Vernetzungstreffen präsentieren Projektpartner aus Baden-Württemberg und Bayern ihre Erfahrungen aus der Praxis. Hochschulen, Unternehmen und Kommunen verdeutlichen dabei, wie der transnationale Austausch Innovationen beschleunigt und neue Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung im Donauraum setzt.

Politische Entscheidungsträger treffen auf junge Europäer

Im Rahmen der Veranstaltung findet auch ein Gespräch der beiden Wirtschaftsstaatssekretäre aus Baden-Württemberg und Kroatien, Thomas Dörflinger und Goran Romek, mit Mitgliedern des internationalen Donau-Jugendrats aus Rumänien, der Republik Moldau und Ungarn statt. Im Mittelpunkt des Austausches stehen Fragen zu Digitalisierung und KI in Europa, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, die Erwartungen der jungen Generation und die Zukunft der Zusammenarbeit in der Donauregion.

Dieses Gespräch bringt politische Perspektiven und die Sicht junger internationaler Fachkräfte und Studierender aus dem Donauraum zusammen – mit klaren Positionen, persönlichen Einblicken und zu konkreten Zukunftsfragen. „Unsere Jugend baut das Europa der Zukunft – deshalb ist es uns wichtig, die Standpunkte und Fragen junger Menschen zu hören und in unsere politischen Entscheidungen mit einzubeziehen“, so Dörflinger.

Handelszahlen

Die Donauländer sind wichtige Handelspartner Baden-Württembergs. Baden-Württemberg hat im Jahr 2025 Waren im Wert von 33 Milliarden Euro in die Donauländer exportiert und Waren im Wert von 42,5 Milliarden Euro aus den Donauländern importiert. 

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