Digitalisierung

Land startet digitales Verkehrszeichenkataster

Das digitale Verkehrszeichenkataster schafft eine wertvolle Grundlage für eine Verkehrssteuerung der Zukunft und für eine planvolle Pflege der Verkehrszeichen im Land.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Mitarbeiter einer Straßenschilderfirma befestigt in Freiburg ein Verkehrsschild, das auf eine Umweltzone in der Innenstadt hinweist (Bild: dpa).
Symbolbild

Baden-Württembergs Verkehrszeichen können jetzt digital gepflegt werden: Mit dem digitalen Verkehrszeichenkataster (VZK) schafft das Land ein wertvolles Instrument zur Verwaltung von Verkehrszeichen. Das VZK ist ein zentraler Baustein der Digitalisierungsstrategie digital.mobil.BW 2030 des Verkehrsministeriums.

Wertvolle Grundlage für die Zukunft

Verkehrsministerin Nicole Razavi hob die Bedeutung des Verkehrszeichenkatasters hervor: „Die neue Anwendung bietet nicht nur mehr Orientierung im sogenannten Schilderwald. Sie ist vor allem eine wertvolle Grundlage für eine Verkehrssteuerung der Zukunft und für eine planvolle Pflege der Verkehrszeichen. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer sichereren, effektiveren und digitaleren Mobilität.“

Einheitliche Datengrundlage

Das Verkehrszeichenkataster schafft erstmals eine einheitliche, digitale Grundlage für die Erfassung, Pflege und Auswertung verkehrsrechtlich angeordneter Verkehrszeichen im öffentlichen Straßenraum. So unterstützt es die durchgängige Digitalisierung verkehrsbezogener Verwaltungsprozesse im Land. Kommunen, Landkreise und Landesbehörden können Verkehrszeichen damit medienbruchfrei – sprich von A bis Z digital – dokumentieren und verwalten. Zugleich wird der gesamte Prozess der verkehrsrechtlichen Anordnung als volldigitales Fachverfahren abgebildet, von der Planung über die Beteiligung relevanter Stellen bis hin zur Umsetzung und Archivierung.

Grundbestand

Bereits zum Start verfügt das Verkehrszeichenkataster über einen landesweiten Grundbestand an Verkehrszeichendaten auf allen Straßenklassen. Dieser basiert auf dem Datenprodukt „Traffic Signs“ der Mercedes-Benz Connectivity Services GmbH.* Die Daten werden über Kameras von Fahrzeugen gewonnen, validiert sowie ausschließlich anonymisiert und aggregiert verarbeitet. Sie bilden eine belastbare Ausgangsbasis, die von den zuständigen Behörden vor Ort geprüft, ergänzt und fortlaufend aktualisiert wird.

Open-Source und Open-Data

Die Entwicklung des digitalen Verkehrszeichenkatasters erfolgte im Auftrag des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg durch die Firma Trafficon Software GmbH. Fachlich begleitet wurde das Projekt durch eine Kerngruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen und der Polizei. Das Verkehrszeichenkataster wurde als Open-Source-Lösung konzipiert und wird schrittweise weiter ausgebaut, unter anderem durch zusätzliche Schnittstellen sowie Funktionen zur besseren Datenpflege.

Als Teil der landesweiten Mobilitätsdateninfrastruktur werden die im Verkehrszeichenkataster geführten Daten über MobiData BW und die Mobilithek als offene Daten bereitgestellt. Damit stehen sie nicht nur für Verwaltungsaufgaben, sondern auch für Planung, Forschung und datenbasierte Mobilitätsanwendungen zur Verfügung.

[*] Bei dem Produkt „Traffic Signs“ handelt es sich um von Mercedes-Benz Pkw und Vans generierte Daten, die im Gebiet Baden-Württemberg fahren. Die Daten basieren dabei auf der Erkennung durch die Kamerasensoren des Fahrassistenzsystems. Sie werden anhand mehrerer Übereinstimmungen validiert und ausschließlich anonymisiert sowie aggregiert zur Verfügung gestellt.

Weitere Meldungen

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Integration

Zehn Jahre Mentorinnen-Programm für Migrantinnen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) mit den Trägerinnen und Trägern der Wirtschaftsmedaille 2026
Wirtschaft

Wirtschaftsmedaille des Landes verliehen

Schematische Darstellung von CCS-Prozessen zur on-shore-Speicherung (links) und off-shore-Speicherung (rechts).
Klimaschutz

Land treibt Carbon Management voran

Symbolbild: Bewohner des Mehrgenerationenhauses in Überlingen stehen auf Balkonen.
Wohnungsbau

Land unterstützt zehn innovative Wohnbauvorhaben

Ein Mitarbeiter der Porsche AG montiert im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen einen Porsche 718 Cayman.
Automobilwirtschaft

Zehn Punkte für einen starken Automobilstandort

Ein Gaszähler an einer Gastherme.
Energie

Walker kritisiert Ausschreibungsergebnisse für Back-Up-Kraftwerke

Studierende sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

„Zukunftsprogramm Hochschule 2030“ stärkt Innovation

Zug im Landesdesign
Schienenverkehr

Akku-Züge für Tauber- und Madonnenlandbahn: Planung startet

Eröffnung Technologiezentrum Bundesakademie Deutsches Bäckerhandwerk
Handwerk

Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks modernisiert

Ministerin Razavi bei der Eröffnung der B10 zwischen Geislingen und Amstetten
Verkehr

B 10 zwischen Geislingen und Amstetten nach Sanierung wieder frei

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Leichte Entspannung am Arbeitsmarkt

Finanzamt
Finanzämter

Strukturreform der Steuerverwaltung

Logo
Gründungsförderung

Start-up BW Pre-Seed nimmt weitere Unternehmen auf

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Mobilität

Carsharing-Förderung diesmal auch für Hybridfahrzeuge

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Mehr Steuereinnahmen, aber kein zusätzlicher Spielraum