Europäische Union

Kritik an EU-Plänen zur Atomkraft

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ministerin Thekla Walker, MdL

Der Vorschlag der EU-Kommission, Atomkraft als nachhaltig und klimafreundlich einzustufen, stößt auch in Baden-Württemberg auf heftige Kritik.

Mit deutlichen Worten hat Baden-Württembergs Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Thekla Walker, die Pläne der EU-Kommission kritisiert, Atomenergie als nachhaltig und klimafreundlich einzustufen. „Das ist ein absoluter Irrweg – wirtschaftspolitisch, energiepolitisch und klimapolitisch“, sagte Walker.

Jahrmillionen lang strahlenden Hinterlassenschaften der Atomenergie, für dessen sichere Entsorgung es nach wie vor keine Lösung gebe, könnten nie und nimmer als nachhaltig gelten. Es sei unglaublich, was die EU nachfolgenden Generationen damit zumuten wolle.

Gefährlich und verzichtbar

„Kernkraft ist und bleibt eine Hochrisiko-Technologie“, so Walker. „Die EU gefährdet ihren Green Deal, wenn sie eine nachweislich unwirtschaftliche und gefährliche Technologie von gestern fördern will, wo es doch kostengünstige, ungefährliche und nachhaltige Alternativen gibt: die erneuerbaren Energien. Die Erneuerbaren boomen, bieten Arbeitsplätze und sorgen schon heute immer mehr für unsere Stromversorgung.“

Auf ihrer Basis lasse sich die erforderliche Dekarbonisierung schneller realisieren und leichter finanzieren als durch einen Ausbau der Kernenergie. Daher sollten die finanziellen und wissenschaftlichen Ressourcen gezielt in diese Entwicklungen fließen: „Ein paralleles Setzen auf die Kernenergie führt nur weiter in die Sackgasse und vergeudet wertvolle Ressourcen.“

Umweltministerium: Kernenergie und Strahlenschutz in Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Ein Netzwerk-Kabelstecker leuchtet in der Netzwerkzentrale einer Firma zu Kontrollzwecken rot. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Sicherheit

Strobl begrüßt Einigung zur Speicherfrist von IP-Adressen

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
Kernkraft

Offene Rohrdurchführungen im Kernkraftwerk Philippsburg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) und Tadeusz Matacz (rechts) stehen vor Fahnen und präsentieren die Verleihungsurkunde.
Auszeichnung

Ehrentitel Professor an Tadeusz Matacz

Renato Gigliotti
Polizei

Neue Leitung für das Polizeipräsidium Ravensburg

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Industrielle Innovation

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Minister Hermann und die Bine von bwegt klatschen sich ab
Nahverkehr

bwegt-Wanderweg Tübingen-Rottenburg eröffnet

Projektteam, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges (Dritte von links), Direktorin des Amtsgerichts Nürtingen Dr. Sabine Kienzle-Hiemer (Vierte von links), Dr. Markus Volz Vizepräsident des Landgerichts Stuttgart (5. v. l.)
Justiz

Pilotprojekt „Zivilgerichtliches Online-Verfahren“ gestartet

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Dr. Edwin Ernst Weber (rechts) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Staufermedaille an Dr. Edwin Ernst Weber

Drohne mit Auslegearm zum Einölen der Eier beim Anflug an einen Baum mit Kormorannestern
Fischerei

Drohnen-Testflug zum Kormoranmanagement am Bodensee

links: Behältnis, das am Ostersonntag (5. April 2026) in einem Garten gefunden wurde; rechts: Laboranalyse
Strahlenschutz

Fundstück enthielt zu keinem Zeitpunkt Polonium-210

Euro-Banknoten
Krankenversicherung

Versicherungsfremde Leistungen endlich aus Bundeshaushalt finanzieren

Polizeistreife bei Verkehrsunfall
Polizei

Bilanz des europaweiten Speedmarathons 2026

Asiatische Hornisse
Artenmanagement

Königinnen und Nester der Asiatischen Hornisse melden

Kläranlage des Abwasserzweckverbandes Raum Offenburg bei Griesheim (Symbolbild: © dpa).
Wasserwirtschaft

Land unterstützt Wasserwirt­schaft mit 265 Millionen Euro

Erläuterungen für Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte) und Umweltministerin Thekla Walker (rechts)
Nationalpark

Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald