Krankenversicherung

Versicherungsfremde Leistungen endlich aus Bundeshaushalt finanzieren

In der Debatte um das Gesundheits-Sparpaket fordert Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha, der Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit zu folgen und versicherungsfremde Leistungen vollständig aus Steuermitteln zu finanzieren.

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In der aktuellen Debatte um die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha die Bundesregierung scharf kritisiert. „Es ist wirklich skandalös, dass sich Bundesfinanzminister Lars Klingbeil weiterhin hartnäckig weigert, versicherungsfremde Leistungen wie die Gesundheitskosten von Bürgergeldempfängerinnen- und empfängern aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren“, sagte Minister Manne Lucha am 16. April 2026..

Baden-Württemberg hatte die Forderung nach vollständiger Finanzierung der versicherungsfremden Leistungen aus Bundessteuermitteln im Januar 2026 mit einem Entschließungsantrag in den Bundesrat eingebracht, dem die Länder einstimmig zugestimmt haben. Auch die von Bundesministerin Nina Warken eingesetzte Finanzkommission Gesundheit (PDF) hatte diesen Schritt ausdrücklich empfohlen.

Stabilität des Gesundheitssystems gefährdet

„Die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler der gesetzlichen Kranken- und sozialen Pflegeversicherung tragen aktuell milliardenschwere Bundesaufgaben mit, die nichts mit der eigentlichen Gesundheitsversorgung zu tun haben“, betonte Lucha. „Diese Schieflage gefährdet die Stabilität unseres Gesundheitssystems und führt zu ungerechtfertigten Beitragserhöhungen.“

Lucha forderte die Bundesregierung auf, die Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit ernst zu nehmen und die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen endlich vollständig aus Steuermitteln zu übernehmen. „Baden-Württemberg steht für eine ehrliche und solidarische Finanzpolitik. Der Bund muss jetzt seiner Verantwortung gerecht werden.“

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