Denkmalschutz

Kavaliershäuser der Hochschule für Musik Karlsruhe übergeben

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Kavaliershäuser der Hochschule für Musik Karlsruhe
Symbolischer Schlüssel vor dem Kavaliershäuschen

Die Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten an den Kavaliershäusern der Hochschule für Musik Karlsruhe sind abgeschlossen. Im Kavaliershaus Nummer zehn werden zukünftig Instituts- und Büroflächen für die Hochschule für Musik untergebracht. Im Kavaliershaus Nummer elf findet die Horst-Günter-Bibliothek ihren Platz und wird für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die umgebauten und sanierten Kavaliershäuser Nummer zehn und elf am Schloss Gottesaue in Karlsruhe wurden an die Hochschule für Musik Karlsruhe übergeben. Das Land hat hierfür rund 3,8 Millionen Euro investiert. Zusätzlich kamen rund 100.000 Euro Spendengelder von der Hochschule für Musik zusammen. „Mit der Sanierung der beiden Kavaliershäuser haben wir den Campus Schloss Gottesaue um zwei weitere Schmuckstücke ergänzt. Das Lernen auf einem so schönen Campus, umgeben vom Schloss Gottesaue, dem Fany-Solter-Haus, dem Institut für Musiktheater sowie dem Multimediakomplex und jetzt vervollständigt durch die beiden sanierten Kavaliershäuser, ist wirklich einmalig“, sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett anlässlich der Bauübergabe.

Sanierte Fassaden und erneuerte Fenster

„Es ist ein großer Glücksfall für die Karlsruher Musikhochschule, dass die einzigartige Horst-Günter-Bibliothek auf dem Campus in einem der Kavaliershäuser, die untrennbar mit dem Schloss Gottesaue verbunden sind, untergebracht
werden kann. Damit wird der bauliche Grundstein für eine gesangsbezogene Forschung gelegt, die bisher in Deutschland so nicht möglich war“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski. Die Kavaliershäuser Nummer zehn und elf am Schloss Gottesaue in Karlsruhe wurden saniert und für die Hochschule für Musik umgebaut. Der Dachaufbau wurde erneuert, die Fassaden saniert und die Fenster erneuert. Außerdem wurden die komplette Haustechnik und die sanitären Anlagen auf den neusten Stand gebracht. Es gibt nun jeweils einen Aufzug, um die Gebäude barrierefrei zugänglich zu machen. Alle Bauarbeiten wurden in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege geplant und umgesetzt. Für die Projektleitung und -steuerung zeichnete das Amt Karlsruhe des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg verantwortlich.

Im Kavaliershaus Nummer zehn werden zukünftig Instituts- und Büroflächen für die Hochschule für Musik untergebracht. Im Kavaliershaus Nummer elf findet die Horst-Günter-Bibliothek ihren Platz und wird für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die barocken Kavaliershäuser am Schloss Gottesaue in Karlsruhe sind Teil des Gesamtensembles Schloss Gottesaue und wurden zuletzt teilweise als Wohngebäude genutzt.

Die Horst-Günter-Bibliothek

Horst Günter, geboren 1913 in Leipzig und gestorben 2013 in Hamburg, war ein Sänger und Gesangspädagoge. Im Laufe seines Lebens trug er eine Bibliothek zusammen, die Bücher und andere Schriften über den Gesang aus vier Jahrhunderten umfasst und in ihrem enzyklopädisch zu nennenden Anspruch einzigartig auf der Welt sein dürfte. Gesangstraktate des 17. bis 19. Jahrhunderts, viele in wertvollen Erstausgaben, Gesangslexika, gesangswissenschaftlich-medizinische Studien und Sängerbiographien sind hier in einer Sammlung vereinigt, die den Charakter einer wissenschaftlichen Studienbibliothek besitzt. Durch Vermittlung von Thomas Hampson, einem Schüler von Horst Günter, konnte die Hochschule diesen Bücherschatz erwerben, der künftig als „Horst-Günter-Bibliothek" in einem der Kavaliershäuser öffentlich zugänglich sein wird. Teile des älteren Bestands werden zudem digitalisiert.

Hochschule für Musik Karlsruhe

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