Bodenschutz

Internationaler Tag des Bodens am 5. Dezember

Berechne Lesezeit
  • Teilen

In Baden-Württemberg nimmt die Bautätigkeit, insbesondere für Siedlungs- und Verkehrsmaßnahmen, aktuell Tag für Tag noch rund 3,5 Hektar natürliche Böden in Anspruch und zerstört diese damit weitgehend. Deswegen braucht es dringend einen sparsameren Umgang mit der endlichen Ressource Boden.

„Zum Schutz der lebensnotwendigen Ressource Boden muss der Grundsatz der Innenentwicklung konsequent umgesetzt werden“, sagte Umweltminister Franz Untersteller anlässlich des „Internationalen Tag des Bodens“ am 5. Dezember. In Baden-Württemberg nehme die Bautätigkeit, insbesondere für Siedlungs- und Verkehrsmaßnahmen, aktuell Tag für Tag noch rund 35.000 Quadratmeter (3,5 Hektar) natürliche Böden in Anspruch und zerstöre diese damit weitgehend. „Um das von der Landesregierung gesteckte Ziel der Netto-Null beim Flächenverbrauch zu erreichen, brauchen wir dringend einen sparsameren Umgang mit der endlichen Ressource Boden. Wir müssen daher konsequent alle Möglichkeiten zum Flächensparen nutzen und insbesondere den Grundsatz der Innenentwicklung ernst nehmen.“

Intakte Böden nutzten der Gesellschaft in vielerlei Hinsicht, sagte der Minister weiter: „Der Boden ist nach den Meeren der zweitgrößte Speicher für das Treibhausgas Kohlendioxid. Außerdem spielen intakte Böden eine zentrale Rolle im Natur- und Wasserhaushalt, zum Beispiel beim Schutz vor Hochwasser oder bei der Neubildung von sauberem Grund- und Trinkwasser.“ Auch für eine sichere Produktion gesunder Nahrungsmittel sei ein guter Boden unerlässlich. Der Flächenverbrauch und die Zerschneidung der Landschaft vernichteten zudem Lebensräume für Tiere und Arten.

„Diese vielfältigen Funktionen der Böden gehen unwiederbringlich verloren, wenn sie abgegraben, überbaut und versiegelt werden“, betonte der Umweltminister. „Schließlich dauert es mehr als 200 Jahre, bis sich 1 Zentimeter Boden neu bildet.“

Um die Inanspruchnahme unbebauter Flächen im Außenbereich zu begrenzen, unterstützt das Umweltministerium das „Flächenrecycling“ von Städten und Gemeinden. „Damit ermöglichen wir es den Kommunen, ihre mit Altlasten kontaminierten Flächen im Innenbereich wieder sinnvoll nutzen zu können“, betonte Franz Untersteller. „Dieses Jahr haben wir Städten und Gemeinden hierfür Fördermittel in Höhe von fast acht Millionen Euro zur Verfügung gestellt.“

Umweltministerium: Boden und Altlasten

Weitere Meldungen

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau

Ein Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) steht in Stuttgart an einer Bushaltestelle.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Kommunale Wärmeversorgung mit Biogas in Weikersheim

Paradiestal 13.10.2008: auf einer Weide schauen ein Schaf und drei Ziegen neugierig in die Kamera
Naturschutz

Jetzt für Landesnaturschutzpreis 2026 bewerben

Preisträger Landesforschungspreis 2026
Forschung

Landesforschungspreise 2026 nach Tübingen, Mannheim und Freiburg

Das Thermostat einer Heizung.
Energie

Walker kritisiert Reform des Gebäudeenergiegesetzes

Naturschutzgebiet Wurzacher Ried
Naturschutz

Land kauft mehr Flächen für Natur- und Klimaschutz

Studenten nehmen in einer Mensa ihr Mittagessen ein (Foto: © dpa).
Ernährung

Mehr regionale Bio-Produkte in Kantinen und Mensen

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Elektromobilität

Elektro-Carsharing für 66 Standorte

Eine junge Frau forscht im Life Science Center der Universität Hohenheim an Pflanzen in Klimakammern (Symbolbild: © dpa).
Forschung

Land fördert Zukunftstechnolo­gien an Landesuniversitäten

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald soll entnommen werden

Kühe grasen auf einer Weide unterhalb der Kopfkrainkapelle in Simonswald.
Naturschutz

Kompensationsverzeichnis des Landes erweitert