Gesundheit

Insgesamt 62,6 Millionen Euro für Neubau des Klinikums Biberach

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Haupteingang des Klinikums Biberach

Sozialminister Manne Lucha hat die Förderzusage in Höhe von insgesamt 62,6 Millionen Euro aus dem Krankenhausstrukturfonds des Bundes sowie aus Landesmitteln für den Neubau des Klinikums Biberach sowie für den damit zusammenhängenden Rückbau von stationären Strukturen in Laupheim erteilt.

Die Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH erhält für den Neubau des Klinikums Biberach sowie für den damit zusammenhängenden Rückbau von stationären Strukturen in Laupheim insgesamt 62,6 Millionen Euro aus dem Krankenhausstrukturfonds des Bundes sowie aus Landesmitteln. Das gaben Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha, Dr. Heiko Schmid, Landrat des Landkreises Biberach, sowie Andreas Ruland, Regionalgeschäftsführer der Sana Kliniken AG, Region Allgäu-Oberschwaben, bekannt.

Der Förderzusage vorausgegangen waren von allen Seiten konstruktiv geführte Fördergespräche im Ministerium für Soziales und Integration in Stuttgart.

Gutes Beispiel für notwendigen Strukturwandel

Minister Lucha sagte: „Ich freue mich, dass wir im Landkreis Biberach eine passgenaue, qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte medizinische Versorgung mit einer modernen Zentralklinik in Biberach schaffen können. Wir stellen damit die Gesundheitsversorgung der Menschen im gesamten Landkreis zukunftsfest auf. In dem Neubau können komplexe medizinische Leistungen gebündelt angeboten werden. Die geplanten Maßnahmen sind ein gutes Beispiel für den notwendigen Strukturwandel unserer baden-württembergischen Krankenhauslandschaft. Künftig wird es mehr solcher größeren und leistungsfähigeren Kliniken geben, in denen Kapazitäten gebündelt werden und leistungsstärkere Angebote möglich sind. Wir zeigen, dass das Land zu seiner Verantwortung steht, die Krankenhausträger bei den erforderlichen Investitionen nach Kräften zu unterstützen.“

Landrat Dr. Heiko Schmid sagte: „Das ist wirklich ein sehr gutes Ergebnis für die Sana und den Landkreis. Dem Land bin ich für diese hohe Einzelförderung dankbar, zumal auch weitere pauschale Fördermittel fließen. Zusammengenommen fördert damit das Land die klinischen Strukturen im Landkreis mit insgesamt 85 Millionen Euro. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Wir sind damit wieder einen wichtigen Schritt weiter gekommen, um ein neues, modernes und qualitativ hochwertiges klinisches Zentrum in Biberach für den gesamten Landkreis zu bauen. Ich gehe davon aus und appelliere an die Sana, den Spaten noch in diesem Jahr zu stechen. Für Laupheim haben wir jetzt auch Klarheit, wie es dort mit dem Gesundheitszentrum weiter geht.“

Sana-Geschäftsführer Andreas Ruland sagte: „Wir freuen uns natürlich sehr darüber, dass das Land Baden-Württemberg uns in diesem Maße fördert. Dies bedeutet einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung unserer Bauvorhaben in Biberach und Laupheim. Gerade das neue Klinikum in Biberach wird das entscheidende zentrale Element der Gesundheitsstrategie für den Landkreis sein und die komplexe medizinische Versorgung der Bevölkerung rund um die Uhr sicherstellen. Wir bedanken uns beim Ministerium für Soziales und Integration ganz ausdrücklich für die konstruktiven Gespräche und die hervorragende Unterstützung.“

Was ist der Krankenhausstrukturfonds?

Um die Krankenhäuser in Deutschland bei der Verbesserung ihrer Versorgungsstrukturen zu unterstützen, hat die Bundesregierung einen Strukturfonds (Krankenhausstrukturfonds) mit insgesamt 500 Millionen Euro aus Mitteln der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds gebildet. Jedem Bundesland stehen davon Mittel zu, durch die Vorhaben gefördert werden, um ein Krankenhaus oder Teile dauerhaft zu schließen, Versorgungskapazitäten abzubauen, Vorhalteaufwand zu vermindern oder stationäre in nichtstationäre Versorgung umzuwandeln.

Der auf Baden-Württemberg entfallende Anteil am Krankenhausstrukturfonds beläuft sich auf 63,8 Millionen Euro, die das Land nochmals um die gleiche Summe aufstockt. Diese Landesmittel sind die Voraussetzung dafür, dass das Land das Geld aus dem Strukturfonds abrufen kann.

Weitere Informationen

Die Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH haben Kosten in Höhe von rund 110,8 Millionen Euro für den Neubau in Biberach sowie verschiedene Kostenpositionen für den Rückbau des stationären Standorts Laupheim angemeldet. Nach Prüfung durch das Land sind davon insgesamt 62,6 Millionen Euro über den Krankenhausstrukturfonds des Bundes sowie aus Landesmitteln förderungsfähig. Die Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH hat dieser Förderung zugestimmt. Neben dieser Förderung erhält Sana weiterhin auch die regulären, jährlichen pauschalen Förderungen des Landes.

Für Laupheim ist das Konzept eines so genannten Gesundheitszentrums für eine umfassende ambulante Versorgung inklusive eines stationären Angebots von 30 Betten entwickelt worden. Eine Förderung des Neubaus in Laupheim ist aufgrund der Regelungen des Krankenhausstrukturfonds nicht möglich, grundsätzlich ist aber eine Förderung des stationären Anteils des Gesundheitszentrums in Laupheim über das Jahreskrankenhausbauprogramm des Landes denkbar. Die Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH wird zeitnah einen entsprechenden Förderantrag stellen.

Sana Klinikum Biberach

Weitere Meldungen

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheitssystem

Hildenbrand kritisiert Umsetzung der GKV-Reform

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheitsschutz

Gesundheitsminister richtet Hitze-Taskforce ein

Rauchverbotsschild (Foto: © dpa)
Gesundheit

Schülerinnen und Schüler sagen Nein zu Tabak und Nikotin

Abschlussveranstaltung zum Projekt "Nachhaltige Schulverpflegung" am 07.07.2026
Ernährung

Nachhaltige Schulverpflegung prägt Bewusstsein

Kur- und Heilwald
Forst

Handbuch für Kur- und Heilwälder veröffentlicht

Labor-Utensilien bei einem Drug-Checking-Projekt
Suchthilfe

Land bereitet Drug-Checking-Verordnung vor

Eine Mitarbeiterin des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg hält einen Abstrich eines Covid-19 Verdachtsfalles aus Baden-Württemberg in der Hand. (Bild: picture alliance/Marijan Murat/dpa)
Infektionsschutz

Kontaktperson im Land nicht an Andes-Hantavirus erkrankt

EU-Schulprogramm
Ernährung

Landesweite Aktionstage zum EU-Schulprogramm

Eine Jugendliche schaut aus dem Fenster.
Zusammenhalt

Land wird Bündnis gegen Einsamkeit gründen

Junge Männer auf einer Schwimmplattform in einem Badesee in Plüderhausen
Gesundheitsschutz

Badeseen im Land überzeugen mit sehr guter Wasserqualität

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheit

Warnung vor Hitzewelle mit Tropennächten

Flur im Krankenhaus mit Personal und Betten
Gesundheit

Kliniken sichern, Versorgung stärken, Lasten fair verteilen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis in Deizisau im Landkreis Esslingen ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur. (Bild: dpa)
Gesundheitsreform

Nachbesserungen bei Kranken­versicherung-Reform gefordert