Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut fordert schnelle Umsetzung des Rettungsschirms

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Steinmetz bearbeitet einen Schilfsandstein aus Baden-Württemberg bei der Sanierung eines historischen Gebäudes.

Aus Sicht von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut wird die Gefahr einer Insolvenzwelle mittelständischer Betriebe immer akuter. Die Not der Betriebe erfordere schnelles und entschlossenes Handeln der Bundesregierung.

Zu dem am 8. September 2022 von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck angekündigten Rettungsschirm für Unternehmen forderte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut eine schnelle Umsetzung. „Die Situation spitzt sich zu, die Gefahr einer Insolvenzwelle mittelständischer Betriebe wird immer akuter. Die drohende Rezession ist kein Winterschlaf, nach dem unsere Wirtschaft naht- und bruchlos wieder die Geschäftstätigkeit aufnehmen kann. Wer A sagt, muss auch B sagen und jetzt schnell Fakten und Taten folgen lassen! Die Not der Betriebe erfordert schnelles und entschlossenes Handeln der Bundesregierung“, so die Ministerin.

Bund soll konkrete Unterstützungsmaßnahmen liefern

Seit Wochen warteten die kleinen und mittelständischen Unternehmen auf konkrete Unterstützungsmaßnahmen des Bundes, um Planungssicherheit in dieser schwierigen Zeit zu erlangen. Es komme nun darauf an, stabilisierende Maßnahmen zu ergreifen, um eine drohende Insolvenzwelle zu verhindern und Wertschöpfungsketten und Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft zu erhalten, so Hoffmeister-Kraut. Sie forderte die Bundesregierung auf, bei der angekündigten Erweiterung der Hilfsmaßnahmen für kleine und mittlere Unternehmen jetzt Tempo aufzunehmen.

„Zudem nehme ich den Bundeswirtschaftsminister beim Wort, dass das Energiekostendämpfungsprogramm nun umgehend auf weitere Branchen ausgedehnt wird, damit insbesondere auch Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe hier nicht mehr durch das Raster fallen“, so die Ministerin.

Basisverbrauchsmengen der Strompreisdeckelung für Unternehmen klären

Geklärt werden müsse darüber hinaus, wie die Basisverbrauchsmengen der Strompreisdeckelung für Unternehmen ermittelt werden. „Mit einer gedeckelten Strommenge eines Privathaushalts ist den Unternehmen natürlich keineswegs gedient, das kann nicht der Maßstab sein. Hier muss ein Konzept her, das den Bedarfen der Unternehmen Rechnung trägt.“

Ein Problem sei außerdem die Situation der Kunden bei Neuverträgen mit Energieunternehmen. Die Bundesregierung müsse dafür sorgen, dass Energieunternehmen verpflichtet sind, Neukunden ein Angebot zu machen, damit kleine und mittlere Unternehmen nicht vom Energienetz abgeschnitten werden.

Zeichen stehen auf Abschwung

Die maßgeblichen Konjunkturindikatoren weisen immer stärker in Richtung Abschwung. So sieht die Bundesbank die Wahrscheinlichkeit als deutlich erhöht an, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Winterhalbjahr in Deutschland zurückgeht. Baden-Württemberg wird dem Bundestrend wohl weitestgehend folgen. Damit würde sich die Wirtschaft in der Rezession befinden.

Das Konsumklima im Land ist laut L-Bank Konjunkturbericht auf den tiefsten Stand seit Juni 2010 gesunken. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monaten liegen demnach ebenfalls deutlich im negativen Bereich.

Weitere Meldungen

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Frauenklinik am Universitäts­klinikum Tübingen wird erweitert

Eine Frau bedient das Portal ELSTER der deutschen Steuerverwaltungen zur Abwicklung der Steuererklärungen und Steueranmeldungen über das Internet.
Steuern

Digitale Steuererklärung wird deutlich einfacher

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Lucha kritisiert Zulassungsstopp bei Integrationskursen

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Erneuerbare Energien

Mehr Windkraft für Baden-Württemberg

GNSS-Empfänger mit Sonnenaufgang
Digitale Infrastruktur

Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® stark genutzt

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Dritter von rechts) und der Antisemitismusbeauftragte Dr. Michael Blume (Vierter von links) mit den Vorständen der Israelitischen Religionsgemeinschaften Württembergs und Baden
Religion

Kretschmann trifft Vorstände der jüdischen Gemeinschaften

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Eine Frau sitzt an einem Computer.
Verbraucherschutz

Chancen und Risiken von Chatbots im Kundenservice

Container werden auf einem Container-Terminal transportiert. (Foto: © dpa)
Außenwirtschaft

Wirtschaftsrepräsentanz in Japan neu besetzt und gestärkt