Verkehr

Heimerdinger zeigen nachdrücklich Interesse an Südumfahrung

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Durch die Ortsmitte von Heimerdingen fahren auf der Landesstraße L 1177 täglich knapp 14.800 Fahrzeuge. Neben den verkehrlichen Auswirkungen leiden die Einwohner von Heimerdingen auch an den dadurch entstehenden Emissionen. Daher wird bereits seit langem über eine Trasse zur Südumfahrung diskutiert. Nun wurden fast 800 Unterschriften für den Bau der Südumfahrung gesammelt und an Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Verkehrsministerium, übergeben.

Die Verlegung der betroffenen Landesstraße L 1177 ist im Maßnahmenplan zum Generalverkehrsplan des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg enthalten. Die grundsätzliche Notwendigkeit dieser Maßnahme wird durch das Verkehrsministerium anerkannt. Eine Aufnahme in das Bauprogramm für Landesstraßen war bisher wegen konkurrierender Maßnahmen nicht möglich. Die Stadt Ditzingen hat für die Neubaustrecke darum bereits die Planungsarbeiten übernommen, um das Projekt zu beschleunigen.

Vier betroffene Bürger suchten nach weiteren Unterstützern der Südumfahrung. Ihre Unterschriftensammlung fand großen Anklang in der Bevölkerung: Für den schnellstmöglichen Bau der Südumfahrung Heimerdingen unterschrieben 779 Personen – also rund ein Viertel der Einwohner des Teilortes.

Mit der nachdrücklichen Bitte an die Landesverwaltung, das Projekt voll zu unterstützen und zügig umzusetzen, übergaben zwei der Initiatoren an Prof. Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Verkehrsministerium die gesammelten Unterschriften. Dieser bedankte sich für das Engagement der Bürger und hörte sich ihre Argumente an: Durch die Ansiedlung und den Ausbau mehrerer großer Unternehmen in unmittelbarer Umgebung seien einige tausend neue Arbeitsplätze entstanden – dies würde natürlich für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen sorgen, so die Initiatoren. Hinzu kämen Umleitungsverkehre von der Autobahn und die bevorstehende, mehrjährige Sanierungsphase des Engelbergbasistunnels.

Lahl bekräftigte die Anstrengungen des Verkehrsministeriums, hier mit der Stadt Ditzingen eine Lösung zu finden und wies auf mehrere Gespräche hin, die bereits mit Vertretern der Stadt und der Bürgerinitiative stattgefunden hätten: „Wir haben Oberbürgermeister Makurath dabei zuletzt angeboten, einen öffentlich-rechtlichen Vertrag über die Durchführung der Straßenbaumaßnahme Südumfahrung Heimerdingen ab-zuschließen. Darin könnten neben den schon vereinbarten Planungsarbeiten auch die Herstellung des Baurechts sowie der frühestmögliche Baubeginn vereinbart werden.“

Knackpunkt bleibe aber nach wie vor die Finanzierung: „Da müssen wir weiter Überzeugungsarbeit für den Landtag leisten“, betonte Lahl und rief hier auch die engagierten Bürger in die Pflicht. Ortsvorsteher Fritz Hämmerle betonte dabei, dass sich die Stadt bei der Planung der Maßnahme bereits jetzt schon finanziell stark engagiert. Lahl begrüßte dies und machte den Heimerdingern Mut: „Wenn die Ortsumfahrung erst einmal kommt, wird sicher auch ihr Ort ganz neu wiederbelebt.“

Entlastung der Ortsdurchfahrt von Heimerdingen

Zur Entlastung der Ortsdurchfahrt vom Durchgangsverkehr sowie zur Minderung von Unfallrisiken und Umweltbelastungen ist im Generalverkehrsplan (GVP) geplant, die bislang durch den Ort führende Landesstraße L 1177 als Umgehungsstraße auf die Südseite von Heimerdingen zu verlegen. Im Anschluss daran beabsichtigt die Stadt Ditzingen eine Durchbindung von der Landesstraße L 1177 bis zur Landesstraße L 1140 als Kommunalstraße mit Förderung nach dem Landesgemeindeverkehrsfinan-zierungsgesetz (LGVFG) zu bauen.

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