Die Südwestdeutsche Landesverkehrsgesellschaft (SWEG) gewinnt das Netz 66 „Übergangsausschreibung Hochrhein“. Auf der Hochrheinstrecke kommen 19 moderne elektrische Mireo-Züge zum Einsatz, die in Offenburg gewartet werden.
Verkehrsministerin Nicole Razavi sagte: „Ich habe heute den Vertrag für das Netz 66 vergeben, das Basel mit dem Bodensee verbindet. Mit der Übergangsausschreibung wird der elektrische Bahnbetrieb am Hochrhein bis zur nächsten langfristigen Vergabe sichergestellt. Wir gehen dabei davon aus, dass die Hochrheinstrecke bis zum Dezember 2027 elektrifiziert sein wird, also dass DB InfraGo dieses selbstgesteckte Ziel einhält. Mit der Vergabe des Netzes 66 haben wir als Besteller des Schienengebundenen Personennahverkehrs unsere Hausaufgaben erledigt.“
Der Verkehrsvertrag beginnt zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2027 und läuft bis Dezember 2032.
S-Bahn- und RE-Linien im Netz 66
Netz 66 umfasst zwei regelmäßige S-Bahn- und RE-Linien mit bis zu 2,9 Millionen Zugkilometern pro Jahr. An der Ausschreibung des Netzes 66 hatten sich insgesamt drei Unternehmen beteiligt, von denen zwei ein letztverbindliches Angebot abgegeben hatten. Der SWEG war der Zuschlag zu erteilen, da sie das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte.
„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen, das uns mit der Vergabe dieses Verkehrs entgegengebracht wird“, sagte Tobias Harms, Vorsitzender der SWEG-Geschäftsführung. „Wir bereiten die Inbetriebnahme nun mit allen Beteiligten in enger Abstimmung vor, um sofort einen erfolgreichen Start im Dezember 2027 zu gewährleisten. Und wir werden wie in unseren anderen Verkehrsgebieten ein verlässlicher, kompetenter und kundenorientierter Partner sein.“
Das Netz 66 Hochrhein

- S7 Basel – Waldshut (Stundentakt in der Nebenverkehrszeit, Halbstundentakt in der Hauptverkehrszeit plus zwei Zugpaare Montag bis Freitag Waldshut-Erzingen)
- RE3 Basel – Radolfzell (Stundentakt täglich)
- RE Offenburg – Radolfzell (Ein Zugpaar Montag bis Freitag zur Werkstattzuführung)
Mireo: Innovative Technologie, Klimaschutz und hoher Komfort
Auf den Strecken kommen 19 dreiteilige und elektrisch betriebene Mireo-Züge von Siemens zum Einsatz. Verkehrsministerin Nicole Razavi sagte: „Die Mireo-Züge sind effiziente und klimafreundliche Fahrzeuge, die unseren Fahrgästen hohen Komfort und Platz bieten. Die Beschaffung durch das Land erfolgte zudem inklusive eines Instandhaltungsvertrages, der die Wartung durch Siemens über die Vertragslaufzeit sicherstellt. Die Fahrzeuge ermöglichen an den Verkehrsstationen der Hochrheinstrecke den barrierefreien Einstieg. Die Fahrgäste dürfen sich mit den nahezu fabrikneuen Mireos auf einen zuverlässigen elektrischen Betrieb am Hochrhein freuen.“
Bei den eingesetzten Zügen handelt sich um dreiteilige Elektrotriebwagen mit einer Länge von 69,86 Metern. Sie bieten 218 Sitzplätze, 216 Stehplätze und 21 Fahrradstellplätze sowie ein Universal-WC. Die Fahrzeuge verkehren abhängig von der Nachfrage in Einfach- und Doppeltraktion. Die Instandhaltung erfolgt durch die SWEG selbst als Unterauftragnehmer des Herstellers Siemens in Offenburg.
















