Straßenverkehr

Übergabe des Neubaus der Straßenmeisterei Geislingen

Feierliche Einweihung der neuen Straßenmeisterei Geislingen an der Steige: Verkehrsministerin Razavi übergab am Sonntag den Neubau im Rahmen eines Tags der offenen Tür an die beiden Landkreise Esslingen und Göppingen als Nutzer.

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Straßenmeisterei Geislingen

Feierliche Einweihung der neuen Straßenmeisterei Geislingen an der Steige: Verkehrsministerin Nicole Razavi übergab am Sonntag den Neubau im Rahmen eines Tags der offenen Tür an die beiden Landkreise Esslingen und Göppingen als Nutzer.

Bund investiert rund 15 Millionen Euro

„Mit dem Neubau ist eine der modernsten Straßenmeistereien in Baden-Württemberg entstanden“, sagte Baden-Württembergs Verkehrsministerin Nicole Razavi. Der Straßenmeisterei Geislingen stehen nun top-moderne und attraktive Gebäude zum Arbeiten zur Verfügung. Ich danke dem Bund als Eigentümer der Meisterei für die Bereitstellung der notwendigen Gelder.

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, sagte: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenmeistereien sorgen tagtäglich dafür, dass unsere Straßen sicher befahrbar bleiben und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Damit sie auch künftig den Anforderungen gewachsen sind, haben wir den Standort in Geislingen an der Steige weiter ausgebaut und rund 15 Millionen Euro in moderne neue Gebäude der Straßenmeisterei investiert.“

Neue Fahrzeughalle bietet Platz

Von der Straßenmeisterei Geislingen an der Steige im Landkreis Göppingen aus erfolgt die Unterhaltung der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Großteil des Landkreises Göppingen. Die teilweise noch aus den 1950er-Jahren stammende Straßenmeisterei war dringend sanierungsbedürftig. So entsprachen die baulichen Anlagen nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen an einen modernen Betriebsdienst und an die Arbeitssicherheit. Daher sind die Gebäude in zwei Bauabschnitten durch Neubauten ersetzt worden. Die vorhandene Fahrzeughalle wurde durch einen Neubau mit einem großzügigen Werkstattteil und einer Waschhalle ersetzt. Sie bietet nun Platz für alle Fahrzeuge und Geräte der Straßenmeisterei. Auch das Sozialgebäude für die Bediensteten der Straßenmeisterei wurde neu gebaut.

Im Vorgriff konnte bereits für rund eine Million Euro 2016 eine neue Salzlagerhalle gebaut werden. Diese ist mit mehreren renommierten Architekturpreisen ausgezeichnet worden.

Kreisübergreifende Kooperation

In ihren Grußworten betonten die Vertreter der Landkreise Göppingen und Esslingen die Bedeutung des Neubaus und der kreisübergreifenden Zusammenarbeit.

Nachhaltiges Liegenschaftskonzept

Die neue Straßenmeisterei zeichnet sich durch ein geradliniges, hochfunktionales Hofkonzept aus, welches sich durch die Anordnung der neuen Baukörper im Norden und Süden sowie der Salzlagerhalle im Westen ergibt.

Der Neubau wurde im Auftrag des Ministeriums für Verkehr durch das Staatliche Hochbauamt Ulm umgesetzt. Hierzu sagte Roland Guth, der in der Betriebsleitung des Landesbetriebs Bundesbau Baden-Württemberg projektverantwortliche Architekt: „In Geislingen wurde ein umfassend nachhaltiges Konzept für eine Straßenmeisterei realisiert. Die Gebäude wurden überwiegend aus zertifiziertem, regional verfügbarem Holz errichtet und werden Kohlenstoffdioxid(CO2)-neutral betrieben. Das Energiekonzept mit einer Kombination aus Eisspeicher, Wärmepumpe und Solaranlage, mit dem im Winter geheizt und im Sommer gekühlt werden kann, stellt für Gebäude einer Straßenmeisterei eine technische Innovation dar, die zukunftsweisend ist.“

Straßenmeisterei Geislingen an der Steige

Die bundeseigene Straßenmeisterei wurde im Jahre 1953 an der Bundesstraße (B) 10 in Geislingen errichtet. Sie ist eine von 86 Straßenmeistereien in Baden-Württemberg und hat ein überdurchschnittliches großes, fast 390 Kilometer langes Streckennetz von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen zu betreuen. Zwei Winterdienst-Stützpunkte in Böhmenkirch und Eislingen betreuen vorrangig die Albhochfläche mit der B 466, sowie das Gebiet Heiningen/Bad Boll und den Bereich um den Hohenstaufen.

Gerade im Winterdienst ist die Lage der Meisterei am Fuße der verkehrswichtigen Geislinger Steige (B 10) als Ausweichstrecke der BAB A 8 Ulm – Wendlingen von zentraler Bedeutung.  Insbesondere wegen des noch nicht ausgebauten Abschnitts Gruibingen – Hohenstadt (Albaufstieg) ist diese Strecke besonders stauanfällig und weist entsprechende Ausweichverkehre auf. Es sind zwei Straßenmeister, zwei Verwaltungsangestelte und 36 Mitarbeiter im Betriebsdienst angestellt.

Der Straßenbetriebsdienst im Land wird durch die Landkreise wahrgenommen. Für den Landkreis Göppingen erfolgt dies in Kooperation durch den Landkreis Esslingen, wo auch das Straßenbauamt seinen Sitz hat. Die Hauptaufgaben des Straßenbetriebsdienstes sind die Grün- und Gehölzpflege, der Winterdienst, kleinere Reparaturen und Reinigung der Straßen, Bauwerke, Entwässerungseinrichtungen und Straßenausstattung, die Müllentsorgung, die Beseitigung von Unfallschäden.

Bereits im Jahr 2016 wurde in Verantwortlichkeit des Landesbetriebs Bundesbau Baden-Württemberg (Staatliches Hochbauamt Ulm) am Standort Geislingen eine neue Salzlagerhalle mit einem Fassungsvermögen von 1.440 Tonnen Auftausalz realisiert. Die von dem Stuttgarter Architekturbüro Vautz und Mang geplante Salzhalle ist zwischenzeitlich mehrfach preisgekrönt und beim Deutschen Holzbaupreis 2017 sowie beim Balthasar Neumann Preis 2018 ausgezeichnet worden.

Neuland ist der erstmalig in einer Straßenmeisterei verwendete Eisspeicher. Dieses innovative Wärmeerzeugungskonzept verfolgt einen umfänglichen ökologischen Ansatz aus Umweltwärme und energetisch effizienten Anlagekomponenten aus Sole-/Wasserwärmepumpe mit Wärmequelle aus einem Eisspeicher und Regeneration des Speichers über Solar-Luftabsorber.

Weitere Daten zur Baumaßnahme

  • Kosten: rund 15 Millionen Euro
  • Grundstücksfläche: circa 14.000 Quadratmeter
  • Bauzeit: Herbst 2022 bis Mai 2026
  • Größe Salzhalle: 1.440 Tonnen Lagerkapazität
  • Größe Soletank: 60.000 Liter Natriumchloridsole

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