Jagd

Handlungsleitfaden für Jagdgenossenschaften

Das Land unterstützt die Jagdgenossenschaften in Baden-Württemberg mit einem neuen Leitfaden. Jagd und Jagdverpachtung sind wichtige Stellschrauben für den Erhalt der Kulturlandschaft und den Umbau der Wälder im Klimawandel.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Jäger-Hochsitz zeichnet sich in einem Wald vor einer im Nebel liegenden Lichtung ab. (Bild: dpa)
Symbolbild

„Mit dem Jagd- und Wildtiermanagementgesetz haben wir die Rechte der Jagdrechtsinhaber aller Jagdbezirksarten im Rahmen der Selbstverantwortung gestärkt. Zudem unterstützen wir die Jagdgenossenschaften im Land mit einem neuen Handlungsleitfaden. Dieser enthält viele Praxis-Beispiele und Lösungsansätze für verschiedene Themen sowie Muster für Pachtverträge oder Satzungen. Der Leitfaden trägt auch den anstehenden Herausforderungen mit Blick auf den Klimawandel und dem damit verbundenen Umbau unserer Wälder zu klimaresilienten Mischwäldern Rechnung“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich des fertiggestellten Leitfadens für Jagdgenossenschaften in Baden-Württemberg.

Das Land Baden-Württemberg unterstützt mit dem vorliegenden Handlungsleitfaden die Jagdgenossenschaften im Land bei ihren vielfältigen Aufgaben. Diese haben in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen und stellen die Jagdgenossenschaften vor besondere Herausforderungen. Klimawandelbedingte Schäden in der Land- und Forstwirtschaft durch Stürme, Trockenheit oder Schadorganismen sowie der steigende Besucher- und Freizeitdruck in der Naturlandschaft müssen mit den Interessen der Grundeigentümer und der Jägerschaft in Einklang gebracht werden.

Runder Tisch „Waldumbau und Jagd“

Hierzu hat das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz bereits den Runden Tisch „Waldumbau und Jagd“ initiiert. Hier werden Lösungen für den Erhalt der Wälder, der Waldfunktionen und den erfolgreichen Waldumbau in Baden-Württemberg erarbeitet. Alle Akteure aus Waldeigentum, Jagdgenossenschaften, Waldbewirtschaftung, Jägerschaft, Forstverwaltung und Gemeinden sind daran beteiligt.

Die Grundeigentümer von Wald und Landwirtschaft, die ihre Flächen verpachten, sowie die Jägerschaft, die auf den Flächen der Grundeigentümer die Jagd ausüben dürfen, sind die Hauptakteure in der Jagdverpachtung. „Mit dem Handlungsleitfaden für Jagdgenossenschaften und dem Runden Tisch ‚Waldumbau und Jagd‘ unterstützen wir beide Seiten, weil sie zum Erhalt unserer Wälder beitragen. Damit ist Baden-Württemberg einmal mehr bundesweit wegweisend im Handlungsfeld Jagdgenossenschaft und Jagd“, sagte Minister Hauk.

Projekt zur „Stärkung der Jagdgenossenschaften“

Die Wildforschungsstelle des Landes Baden-Württemberg am landwirtschaftlichen Zentrum in Aulendorf, wurde mit dem Projekt zur „Stärkung der Jagdgenossenschaften“ beauftragt. Im Rahmen dieses Projekts sollen insbesondere die Gemeinde- und selbstverwalteten Jagdgenossenschaften unterstützt werden, ihre Rechte wahrzunehmen, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden und sich zu organisieren.

Die Verwaltung soll durch unterstützende Maßnahmen, wie den Leitfaden, gefördert und verständlicher werden. Besonders bei Gründungsabsichten, aber auch dem laufenden Verwaltungsgeschäft einer Jagdgenossenschaft dient der Leitfaden als hilfreiches Werkzeug. Der Leitfaden ist ein Kompendium beziehungsweise Nachschlagewerk für die tägliche Praxisarbeit.

Handlungsleitfaden Jagdgenossenschaften

Der Leitfaden enthält viele Ratschläge und Praxisempfehlungen für Jagdgenossinnen und Jagdgenossen, Jagdvorstände selbstverwaltender Jagdgenossenschaften, Eigenjagdbesitzerinnen und Eigenjagdbesitzer sowie Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg und wurde von der Wildforschungsstelle (WFS) des Landes Baden-Württemberg konzipiert.

Waldumbau und Jagd

Die Anpassung der Wälder an die Folgen des Klimawandels stellt Waldbesitzende, Waldbewirtschaftende und Jagende vor große Herausforderungen. Für eine zukunftsfähige neue Waldgeneration spielen auch der Einfluss von Schalenwild und die Rolle der Jagd eine wichtige Rolle. Um den Wald mit seinen lebensnotwendigen Funktionen für zukünftige Generationen zu erhalten, müssen jetzt alle betroffenen Akteure gemeinsam aktiv werden:

Wildtierportal: Waldumbau und Jagd

Weitere Meldungen

Feldweg
Ländlicher Raum

845.000 Euro für die Modernisierung ländlicher Wege

Wildwechsel-Verkehrszeichen mit einem Hinweisschild mit der Aufschrift „Wildtierkorridor“ (Foto: © dpa).
Tierschutz

94. Sitzung des Landesbeirats für Tierschutz

Blick über Hohenlohe
Ländlicher Raum

Kulturlandschaftsrat stärkt Landwirtschaft durch Dialog

Kuhweide mit Kühen
Tierseuche

Impfung gegen Blauzungen­krankheit schützt auch nach Neueinstufung erheblich

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Mobilität

Carsharing-Förderung diesmal auch für Hybridfahrzeuge

Kaiserstuhl
Flurneuordnung

Sonderprojekt „Weinbau Mittelbaden“ abgeschlossen

Mohn- und Kornblumen blühen in einem Getreidefeld (Bild: dpa).
Artenschutz

Projekt „Natur nah dran“ wird verlängert

Tierschutzpreis
Tierschutz

Tierschutzpreis 2027 ausgeschrieben

Kisten mit Gemüse und Obst.
Welternährungstag

Ernährungssouveränität bedeutet Sicherheit

Eine junge Frau wird geimpft.
Ärztliche Versorgung

Auswahlverfahren zur Landarztquote 2026 abgeschlossen

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Kuh friss Gras
Landwirtschaft

Antragstellung auf Futtermittelhilfe 2026 läuft an

Streuobst
Streuobst

Land fördert Streuobst-Projekte mit 500.000 Euro

Asiatische Hornisse
Landwirtschaft

Weitere 70.000 Euro zur Bekämp­fung von Asiatischer Hornisse

Flurneuordnung Schrozberg
Flurneuordnung

Flurneuordnung macht die Landschaft klimaresilient