Nahverkehr

Go-Ahead muss Qualitätsprobleme zeitnah beheben

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Ein Zug des Typs FLIRT des Zugbetreibers Go-Ahead steht am Stuttgarter Hauptbahnhof. (Foto: dpa)

Go-Ahead erfüllt die vorgegebenen Kapazitätsanforderungen vielfach nicht. Verkehrsminister Winfried Hermann fordert hier eine unverzügliche Besserung.

Verkehrsminister Winfried Hermann hat von der Geschäftsführung von Go-Ahead Baden-Württemberg rasche Lösungen bei den Kapazitäts- und Qualitätsproblemen auf den neu betriebenen Strecken verlangt. 

„Go-Ahead erfüllt unsere vorgegebenen Kapazitätsanforderungen vielfach nicht. Das gilt insbesondere im Berufsverkehr. Hinzu kommen zuletzt zu viele personalbedingte Ausfälle ganzer Zugfahrten. Wir erwarten eine unverzügliche Besserung“, so der Minister. „Wir beobachten das genau. Und wir bekommen sehr viele Kundenproteste insbesondere aus dem Filstal zwischen Stuttgart und Ulm. Und ich kann das nachvollziehen.“ Der Minister erklärte weiter, dass es nicht helfe, wenn Go-Ahead bei vielen Züge mehr als die vom Land bestellte Kapazität fahre, wenn die entscheidenden Pendlerzüge in den Stoßzeiten zu kurz seien. 

Der Minister forderte auch den Fahrzeughersteller Stadler Pankow auf, die noch ausstehenden drei Züge zeitnah an Go-Ahead zu liefern. 

Go-Ahead arbeitet intensiv an Lösungen

Der technische Geschäftsleiter von Go-Ahead Baden-Württemberg, Gordon Lemke, erklärte, dass die Probleme erkannt seien und derzeit intensiv an kurzfristigen Lösungen gearbeitet werde, um gegenzusteuern. So werde von diesem Mittwoch an dafür gesorgt, dass im Filstal in den Hauptverkehrszeiten mehr Fahrzeuge entsprechend der Bestellung des Landes eingesetzt werden. Zudem habe Stadler zugesagt, Ende Januar einen und im Februar zwei Züge zu liefern, die notwendig sind, um einen stabilen Betrieb sicherzustellen. 

Am Dienstag trafen sich Vertreter von Ministerium, Nahverkehrsgesellschaft und Go-Ahead zu einem erneuten Krisengespräch, um die Probleme zu besprechen und Lösungen aufzugleisen. Das Ministerium erwartet eine kurzfristige Umstellung der Fahrzeugdisposition, um die derzeit knappen Fahrzeugressourcen gezielt auf die wichtigen Pendlerzüge zu steuern.

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