Bevölkerungsschutz

Förderpreis „Helfende Hand“ für Projekt aus Tübingen

Das Projekt „Aktionstag Katastrophenschutz: Alle sind dabei – Blaulicht-Organisationen im Landkreis Tübingen“ ist mit Deutschlands höchster Auszeichnung im ehrenamtlichen Bevölkerungsschutz geeehrt worden.

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Feuerwehrmann beim Hochwassereinsatz (Foto: © dpa)
Symbolbild

Am 5. Dezember 2024 ist Internationaler Tag des Ehrenamtes. Bereits zwei Tage davor, am 3. Dezember 2024, wurde in Berlin Deutschlands höchste Auszeichnung im ehrenamtlichen Bevölkerungsschutz, die „Helfende Hand“ verliehen. Dabei wurde das Projekt „Aktionstag Katastrophenschutz: Alle sind dabei – Blaulicht-Organisationen im Landkreis Tübingen“ mit dem 3. Platz sowie dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Bevölkerungs- und Katastrophenschutz steht vor großen Herausforderungen

„Der Bevölkerungs- und Katastrophenschutz in Deutschland, in Europa, ja weltweit, steht vor großen Herausforderungen. Das zeigen uns die Krisen der vergangenen Jahre. Darauf müssen wir uns gut vorbereiten. Und das geht nur durch üben, üben, üben. Wir beginnen dabei schon bei den Kleinen und tragen das Thema Katastrophenschutz in die Schulen. Kinder und Jugendliche sollen lernen, wie sie sich im Katastrophenfall richtig verhalten. Gerade bei Kindern reicht dabei Theorie alleine nicht aus. Deshalb setzen wir hier auch auf praktische Formate wie unseren Aktionstag, bei dem an den Schulen auch praktisch geübt und sensibilisiert wird. Zur Auszeichnung des Aktionstages Katastrophenschutz mit der ,Helfenden Hand’, gleich in zwei Kategorien, gratuliere ich den Organisatoren im Landkreis Tübingen herzlich. Auch durch solche Projekte ist Baden-Württemberg das Ehrenamtsland Nummer 1. Und ohne Ehrenamt ist kein Staat zu machen, schon gar nicht im Bevölkerungsschutz“, so der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl anlässlich der Auszeichnung für das Projekt aus Baden-Württemberg.

Projekt „Katastrophenschutz an Schulen“

Der Aktionstag Katastrophenschutz wurde ab dem Schuljahr 2023/24 erstmals in Baden-Württemberg in den 6. Klassen der Schulen umgesetzt. Er ist ein entscheidender Baustein im gemeinsamen Projekt von Innen- und Kultusministerium „Katastrophenschutz an Schulen“. Schülerinnen und Schüler erhalten an diesem Tag die Möglichkeit, Katastrophenschutz zum Anfassen und aus erster Hand zu erfahren. Schnell sind die Jugendlichen von den vielfältigen Aufgaben begeistert. Die Informationen „Wie verhalte ich mich im Katastrophenfall“ werden so auch weiter in die Familien getragen.

Dritter Platz in der Kategorie Nachwuchsarbeit

Die Umsetzung des Aktionstages Katastrophenschutz an 41 Schulen im Landkreis Tübingen wurde mit dem 3. Platz in der Kategorie Nachwuchsarbeit ausgezeichnet. Der Preis ist mit 4.000 Euro prämiert. Alle Hilfsorganisationen und -einheiten im Bevölkerungsschutz sowie die Feuerwehr können im Rahmen eines Leitfadens die Ausgestaltung dieses Mammutprojektes selbst in die Hand nehmen. Das clevere modulare Modell aus dem Landkreis Tübingen unter Einbeziehung aller Einheiten und die ressourcensparende Aufteilung der gemeinsamen Aufgabe haben dabei überzeugt. Besonders erfreulich ist die Auszeichnung mit dem Publikumspreis. Dieser wurde nicht von der Jury vergeben, sondern hier konnte online deutschlandweit für ein nominiertes Projekt abgestimmt werden.

Innenministerium unterstützt Ehrenamt im Bevölkerungsschutz

Das Innenministerium unternimmt alles, um insbesondere dem Ehrenamt im Bevölkerungsschutz den Rücken zu stärken und dafür zu werben. Baden-Württemberg ist im bundesweiten Vergleich Ehrenamtsland Nummer 1, nirgendwo engagieren sich mehr Menschen im Ehrenamt als in Baden-Württemberg. Dies zeigen beispielsweise auch die Zahlen der Feuerwehr. Von den 115.440 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, die 2023 in den Einsatzabteilungen der Gemeindefeuerwehren ihren Dienst leisteten, taten dies 112.751 ehrenamtlich.

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